7. Januar 2013

«WO DER PFEFFER WÄCHST»

Rispe von grünem, unreifem Pfeffer
sagte man in längst vergangenen Zeiten und meinte damit die grösst mögliche Distanz, die man sich damals vorstellen konnte.
Heute ist das natürlich relativ, denn mit mobilen Telefonen, SMS, E-Mails, Skype und mit der Möglichkeit zu fliegen hat Distanz eine ganz andere Bedeutung.
Gleichwohl wohne ich dort, wo der Pfeffer wächst. In meinem Garten rankt er sich an Baumstämmen empor und schenkt mir eine pikante Würze. Am liebsten mag ich ihn, wenn seine Beeren noch grün sind, also noch nicht reif. Dann liefert er eine dezent-fruchtige Schärfe, selbst wenn man davon eine relativ grosse Menge verwendet.

Hier mein absolutes Lieblingsrezept mit grünem Pfeffer:

SCHWEINSFILET MIT GRÜNEM PFEFFER

Muu phat phrik-thai |  authentisches Thai-Gericht
1 Portion, bei mehreren Personen mit weiteren Thai-Gerichten servieren

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120 g Schweinsfilet
     Filet längs halbieren, in dünne Scheiben schneiden.

1/2 EL rote Curry-Paste
wenig Fischsauce
     beifügen, gut mischen und kurz marinieren.

1 EL Reisöl
     Fleisch anbraten.

100 ml Kokosmilch
     40 ml dazugeben, köcheln lassen, bis sich auf der Oberfläche ein Ölfilm bildet.

1 Rispe grüner Pfeffer, abgelöste Körner
2 Limettenblätter, in feinsten Streifen
     mit der restlichen Kokosmilch beigeben, sämig einkochen lassen.

1 TL Palmzuckersirup (oder 1/2 TL Zucker)
wenig Fischsauce
     abschmecken.

1 rote Chilischote, nach Belieben
     in Streifen schneiden, darüber streuen.

Mit Jasminreis und – bei mehreren Personen mit weiteren Thai-Gerichten – servieren.

mittelscharf
Die Schärfe hängt weniger von den grünen Pfefferkörnern, als von Art und Menge der verwendeten Curry-Paste ab!

Tipp: nach Belieben mit Pfeffer und Limettenblättern 50 g Kefen, diagonal in Stücke geschnitten, oder Peperoni in Streifen beigeben. Anstelle von Schweinefleisch passt auch Pouletbrust.

[Aktualisiert 07/2014: Foodbild eingefügt]




Kommentare:

  1. aroi mak mak !
    Bei jedem meiner etlichen Thailandbesuche als "Must" (wie z.B. auch Phat Thai) genossen. Dem Rezept aber bisher nie auf den Grund gegangen. Nun habe ich es - besten Dank dafür !
    Beste Grüsse nach Phang-Nga aus der kalten Schweiz

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    1. Mai bpen rai – gern geschehen!
      Wie du bestimmt gesehen hast, gibt es noch mehr traditionelle Thai-Rezepte und es kommen natürlich auch laufend weitere dazu.
      Weiterhin viel Spass mit meinem kulinarischen Blog,
      FEL!X

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    2. kop khun krap !
      Ich habe bereits Alle deine - nicht nur die thailändischen - Rezepte minutiös gelesen und meine "Rosinen rausgepickt". Es sind einige !
      Und dass ich als Thai-Fan am Ball bleibe bzw. deinen Blogg weiterhin beobachten werde, ist sicher ;-)
      Bis bald und auf Wiederlesen.
      Peter

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