24. März 2013

EIEIEI...



Ostereier schmecken besser –
klar, das weiss doch jedes Kind!

Sie sind ganz besonders lecker,

weil sie so schön farbig sind.
Was das Huhn nicht will begreifen,

weiss schon längst der Osterhas’:
färbt das Ei, malt Punkte, Streifen

und versteckt es dann im Gras.
Ostersonntag in der Frühe
kommt er auch bei dir vorbei,
und gibst du dir etwas Mühe,

findest du dein Osterei.

                                                      Anita Menger

Ob selbst gefärbt
oder bereits bunt gekauft – hartgekochte Eier schmecken doch einfach an Ostern am besten!

Der Eierkonsum
ist hier relativ hoch, Thailänder essen gerne Eier. Ob als Omelett, in der Schale am Spiess gegrillt oder einfach gekocht. Der Nachschub klappt und gewährleistet, keine alten Eier zu erwischen. Zumal auch hier die Eier mittlerweile einen Stempel mit dem Legedatum tragen.

Gefärbte Eier
gibt es auch in Thailand auf den Märkten. Mit Ostern haben diese allerdings nichts zu tun: es handelt sich vielmehr um «Tausendjährige Eier», welche rosa oder hellblau gefärbt sind, damit man sie als solche erkennt. Zu deren Herstellung werden rohe Enteneier für drei Monate in einen Brei aus Lehm und Gewürzen gehüllt, dadurch fermentiert und konserviert.
Der Geschmack ist gewöhnungsbedürftig...

Ich bevorzuge
auf üblicherem Weg gegarte Eier. Manchmal gebe ich ein paar Crevetten dazu, überbacke das Ganze mit einer leichten Safran-Sauce im Ofen – et voilà: eine österliche Vorspeise!


EIER-GRATIN MIT CREVETTEN

4 Portionen als Vorspeise
2 Portionen als leichte Mahlzeit


Einkaufsliste zum Ausdrucken

4 Eier, hartgekocht
Butter für die Form

     schälen und in Scheiben schneiden. 4 kleine oder 1 grosse, ausgebutterte Gratinform damit belegen.

2 Eigelb
150 g Rahm oder Crème fraîche (Sauerrahm)
2 TL Senf, mittelscharf
1/2 TL Korianderkörner, frisch gemahlen
1/2 TL Salz
Pfeffer aus der Mühle
1 Prise Safranfäden

     mischen, kurz ziehen lassen.

250 g geschälte Crevetten, roh
1 EL Limetten- oder Zitronensaft (Limettenpresse!)
1 EL Pastis

     marinieren.

1 Tomate
     würfeln. Mit den Crevetten samt Marinade auf den Ei-Scheiben verteilen, Eigelb-Mischung darüber giessen. In der Ofenmitte bei 180 °C ca. 20 Minuten backen, bis die Oberfläche eine goldbraune Farbe erhält.

nicht scharf


Und hier noch ein paar Tipps rund um’s Eierkochen und färben:

Eier kochen
Eier am stumpfen Ende mit einer feinen Nadel oder einem Eierstecher einstechen. Genügend Wasser aufkochen – es muss die Eier bedecken – und die Eier mit einem Löffel oder Schaumlöffel hineingleiten lassen. Offen sanft kochen lassen. Platzt trotzdem ein Ei, sofort etwas Essig dazugeben, das Auslaufen wird so gehemmt. Eier nach der gewünschten Kochzeit herausheben und mit kaltem Wasser abschrecken, damit sie nicht nachhärten.

Weiche Eier – harte Eier
Die Kochzeit beginnt, sobald das erhitzte Wasser nach dem Hineingeben der Eier wieder kocht:
weiche Eier: 3–4 Minuten
wachsweiche Eier: 5–6 Minuten
harte Eier: 8–10 Minuten

Gekochte Eier aufbewahren
Im Kühlschrank sind gekochte Eier eine gute Woche haltbar, nach 3–4 Tagen beginnt jedoch das Eigelb dunkler zu werden. Ein grüner Rand des Eidotters entsteht nicht durch zu lange Lagerung, sondern durch zu lange Kochzeit. Die Verfärbung ist allerdings unbedenklich.

Eier schälen
Für gekochte Eier sollten diese etwa 1 Woche alt sein, sie lassen sich besser schälen. Das Abschrecken in kaltem Wasser nach dem Kochen begünstigt das Schälen ebenfalls.

Roh oder gekocht?
Ist man nicht sicher, ob ein Ei schon gekocht oder noch roh ist, hilft folgender Test: das Ei auf dem Tisch wie einen Kreisel drehen. Dreht es sich gleichmässig, ist es gekocht. Rohe Eier kreisen sehr unregelmässig, da das noch flüssige Innere hin- und herschwappt.

Datumstempel
Beim Grossverteiler wird jedem Ei zur optimalen Konsumenteninformation das Legedatum aufgestempelt. Damit dies die Eierdekoration nicht stört, kann der Aufdruck mit etwas Essig abgewischt werden.

Eierfarben aus der Natur
Nebst den handelsüblichen Eierfarben in Form von Pulver, Stiften oder Flüssigkeit, können auch «Farben» verwendet werden, die man bereits im Haushalt hat: Zwiebelschalen oder Schwarztee ergeben ein helles Braun, Spinatblätter färben grün, Kurkuma gelb, Randensaft rot. Zuerst stellt man einen Sud mit dem entsprechenden Farbstoff her und fügt dann einen Schuss Essig bei. Bereits gekochte Eier werden bis zur gewünschten Farbintensität in die abgekühlte Flüssigkeit eingelegt, rohe Eier in derselben 8–10 Minuten gekocht.

Kräuter-Eier
Kleine Blättchen, Gräser oder Kräuter werden auf das Ei gelegt und mit nassem Bindfaden, Schnur, Spitzenborte oder Gummiringen festgebunden. Das Ei in einem Stück Strumpf verknoten. Färben wie oben beschrieben.

Glanz im Osternest
Mit Naturfarben gefärbte Eier erhalten einen schönen Glanz, wenn man sie mit etwas Butter einreibt.

Lebensmittelsicherheit
Auf lebensmitteltaugliche Farben achten. Buntes Seidenpapier oder normale Filzstifte eignen sich nicht zum Färben von Eiern, die gegessen werden.




1 Kommentar:

  1. eine schöne Idee für die Verwendung der übrig gebliebenen Ostereier, das merke ich mir für nächstes Jahr, denn dieses Jahr haben wir unseren Eierberg schon abgebaut.

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