17. März 2013

GLUAY

Kleine, grüne Kochbananen
Bananen
auch in Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch und sogar in Russisch als Banane, Banana oder Banan bekannt, werden Bananen in Thailand «gluay» genannt. «Gluay» bedeutet aber auch «kinderleicht», was man mit «gluay gluay» noch steigern kann. Dies einfach wieder einmal dazu, wie knifflig auch die thailändische Sprache sein kann.

In Thailand
gibt es gut 20 verschiedene Bananensorten: von den aromatischen, kleinen «Lady-Fingers», über die pummeligen, sehr süssen «Gluay khai» bis zu grossen, dickschaligen und goldgelben Sorten.
Vielseitig eingesetzt wird die grüne Mehl-Banane. Die auch als Gemüse- oder Kochbananen bekannten Früchte sind durch ihren hohen Stärkegehalt roh ungeniessbar und werden deshalb wie Kartoffeln gebraten oder gekocht. Das Schälen ist nicht ganz einfach, am besten wird die zähe Hülle mit einem Messer eingeritzt und unter fliessendem Wasser abgezogen.

Klassisch thailändisch
werden Kochbananen mit roter Curry-Paste (Nam phrik gäng phet) zubereitet, mir schmecken sie mit der grünen Paste (Nam phrik gäng khieo wan) besser. Und anstatt in der würzigen Sauce Hühnerfleisch mitzugaren, brate ich mir lieber ein paar Crevetten dazu.

«Farang dingdong!»
verrückter Ausländer!, würden die Thais wohl zu nachstehender Zubereitung sagen.
Egal, mir schmeckt’s!


BANANEN-CURRY MIT CREVETTEN-SPIESS

nachempfundenes Thai-Gericht
2 Portionen als Hauptgericht

Einkaufsliste zum Ausdrucken

1/2 EL frischer Ingwer, gerieben
1 Chilischote, entkernt, fein gehackt
1/2 Knoblauchzehe, gepresst
1/2 EL Sojasauce
1/2 EL Reiswein
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

     mischen.

200 g Crevetten «Tail-on», ca. 12 Stk.
     mit dieser Marinade mischen und mindestens eine Stunde ziehen lassen.

400 g Kochbananen (ungeschält gewogen)
     die Schale mit einem Messer einritzen und unter fliessendem Wasser abziehen. Je nach Dicke längs halbieren oder vierteln und in fingerlange Stücke schneiden.

1/2 TL Kurkumapulver
1/2 TL Salz

     mit den Bananenstücken mischen und etwas ziehen lassen.

1 EL Reisöl
     Bananen im heissen Öl am besten in einem Wok rundum gut braten. Herausnehmen und beiseite stellen.

2 St. Zitronengras, nicht zu dünn
     längs halbieren, das dünne Ende spitz zuschneiden. Je 3 Crevetten auf einen halben Stängel stecken (siehe Tipp).
Kann bis hierher vorbereitet werden!

1 EL grüne Curry-Paste (gekauft oder selbst gemacht)
150 ml Kokosmilch
wenig Fischsauce
1 TL Palmzuckersirup (oder 1/2 TL Zucker)

     Curry-Paste im verbleibenden Öl andünsten, bis sie zu duften beginnt. Kokosmilch beigeben, aufkochen. Mit Fischsauce und Zuckersirup abschmecken.

2 Limettenblätter, in feinsten Streifen
     samt den Bananenstücken beigeben, auf kleinstem Feuer kurz ziehen lassen.
     Spiesse unterdessen mit wenig Öl bepinseln, auf dem Grill oder in einer beschichteten Pfanne beidseitig kurz braten, bis die Crevetten eine orange Farbe erhalten.

1–2 Zweige Thai-Basilikum
     zerzupfte Blättchen mit dem Bananen-Curry mischen, die Spiesschen dazulegen und mit Jasminreis servieren.

mittelscharf
Die Schärfe hängt von Art und Menge der verwendeten Curry-Paste ab!

Tipp: Am besten gelingt das Aufspiessen auf Zitronengras, indem man die Crevetten halb zusammenkrümmt, mit einem spitzen, schmalen Messer durchsticht, das Zitronengras entlang der Messerklinge hindurch schiebt und das Messer schliesslich wieder herauszieht. So reiht man Stück für Stück auf.
Anstelle von Zitronengras können natürlich auch Holzspiesschen verwendet werden. Diese zuvor in Wasser einlegen, damit sie beim Grillen nicht verbrennen.

Bei mehreren Personen sämtliche Zutaten beliebig vervielfachen.



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