19. November 2013

MANGOKOKOSCURRYCREME

Eine grünschalige Mango mit gelbem,
hocharomatischem Fruchtfleisch
Ma-muwang
bedeutet Mango auf Thai. «Ma» bezeichnet eine Frucht oder ein Gemüse, «muwang» heisst «violett», was wohl auf die – je nach Sorte – lila Blüten zurückzuführen ist.
Mangos sind die Äpfel des tropischen Asien: es gibt Hunderte verschiedene Sorten, die sich in Grösse, Farbe, Konsistenz und Geschmack so unterscheiden wie ein «Granny Smith» von einem «Boskoop».
Ursprünglich in Indien und Myanmar beheimatet, werden Mangos heute auf der ganzen Welt in tropischem Klima angebaut. Gewisse Züchtungen sind aber leider weniger auf hervorragenden Geschmack, sondern auf Transportfähigkeit ausgerichtet. Diese «Mango-Imitate» sollte man beim Grossverteiler liegen lassen und sich besser an ein Asien-Geschäft halten.

Kokosmilch
Thai: «nam ga-thii», entsteht nicht in der Nuss: das ausgelöste, weisse Fruchtfleisch wird gerieben, mit Wasser vermengt und ausgepresst.

Kokoscreme
wird durch Auspressen von frisch geriebenem Kokosfleisch ohne Wasserzusatz gewonnen. Als «Cream of Coconut» ist dieses sehr cremige Produkt in Dosen im Handel erhältlich.

Beide Zubereitungen
verhalten sich beim Kochen ähnlich wie Kuhmilch und Rahm. Sie werden für cremige Currys, Drinks aber auch für Süssspeisen verwendet.

Curry
passt ausgezeichnet zu Kokos und Mango und zwar – bitte sitzen bleiben! – auch im süssen Bereich!


MANGO-KOKOS-CREME mit Curry

Spielerei mit asiatischen Zutaten
4 Portionen als kleines Dessert

Einkaufsliste zum Ausdrucken

Am Vortag:
1 Becher Joghurt «nature», 180 g
     ein Sieb mit Gaze oder Leinen auslegen, Joghurt darin einige Stunden (oder über Nacht) abtropfen lassen. Es bleiben
ca. 75 g Frischkäse von der Konsistenz von Quark zurück.

1 Ds. Kokoscreme (Cream of Coconut), 160 ml
10 g Maisstärke

     die Hälfte der Kokoscreme mit der Stärke verrühren.
     Die andere Hälfte aufkochen, beides gut mischen, zugedeckt auskühlen lassen.

1 reife Mango, ca. 250 g
     schälen, Fruchtfleisch in kleinen Stücken vom Kern schneiden (ca. 150 g). Mit dem Joghurt-Frischkäse im Cutter pürieren. 4 EL davon als Topping beiseite stellen.

2 EL Zucker (25 g)
3/4–1 TL Curry-Pulver

     samt dem Kokos-«Pudding» zur Masse in den Cutter geben, nicht zu zaghaft mit Curry würzen, gut mischen. In 4 kleine Gläser von ca. 100 ml Inhalt verteilen.
     Das beiseite gestellte Mango-Püree darauf geben, mit Klarsichtfolie verschliessen und im Kühlschrank einige Stunden (am besten über Nacht) fest werden lassen.

Am Zubereitungstag:
1 TL Kokosraspel
     über die Kokos-Mango-Creme streuen.

nicht scharf: in dieser süss-cremigen Umgebung wird Chili (enthalten im Curry-Pulver) ganz «brav»!)


Tipp: Mangofleisch ist von feinen Fasern durchzogen, die längs der Frucht verlaufen. Je kleiner die Stücke vom Kern geschnitten werden, desto kürzer sind auch diese Fasern. Andernfalls sollte das Püree durch ein Sieb gestrichen werden.

Die beste Flugmango ist die, für die man nach Asien fliegen muss! Und wenn man gerade nicht fliegen kann, soll man eben Äpfel oder Zwetschgen essen, aber keine «Mango-Imitate». Die Kokos-Creme schmeckt nämlich auch herrlich mit Beeren oder anderen Früchten, wie oben zubereitet, aber in diesem Fall eher mit Vanillezucker und Zimt als mit Curry-Pulver!

Anstelle von abgetropftem Joghurt kann auch 75 g Magerquark verwendet werden.

Wird die Creme in Schälchen (statt in 100 ml Gläschen) angerichtet, sollte die Menge verdoppelt werden!



Kommentare:

  1. Die Qualität der Mangos ist bei Dir definitiv um Klassen höher als hier bei uns. Ich habe zum Glück sehr gute Beziehungen zu einem Früchte- und Gemüsehändler. Die nutze ich ab und zu :-).
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

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    1. Da bist du ja an der richtigen Quelle! Es ist sonst wirklich schade um die Arbeit, die man sich macht.
      FEL!X

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