6. Februar 2014

BROTZEIT

Ob als Zwischenmahlzeit
vormittags zum Gabelfrühstück, Znüni oder Brunch, am Nachmittag zur Jause, Zvieri, Vesper, Imbiss oder zum Znacht: ein Brotaufstrich ist stets willkommen.

Bereits im Buch
«A.Vogel – für Geniesser» habe ich Brotaufstriche, Dips und Saucen rezeptiert, und zwar aus Hülsenfrüchten! Ingrid Schindler, Mitautorin dieses Buches, schreibt über Hülsenfrüchte:

Kidney-Bohnen
«Zur grossen Familie der Hülsenfrüchte zählen u.a. Erbsen, Bohnen, Linsen, Kichererbsen, Mung- und Sojabohnen. Vegetariern sind sie ein Begriff, ansonsten aber fristeten sie oft ein freudloses Dasein als eiserne Trockenreserve im Vorratsschrank. Aus dieser Randposition treten die eiweiss- und ballaststoffreichen Hülsenfrüchte immer mehr heraus; sie liegen im Trend.»

Also:
raus aus dem Vorratsschrank und rein in den Kochtopf!

Den Anfang machen rote Kidney-Bohnen:


BOHNEN-PÂTÉ

Brotaufstrich
für ca. 350 g

Einkaufsliste zum Ausdrucken

Am Vortag:
100 g getrocknete rote Kidneybohnen (Indianerbohnen)
1 Lorbeerblatt
1 Zweig Rosmarin
3 Zweige Thymian
500 ml Wasser, kalt

     über Nacht (12 Stunden) einweichen.

Am Zubereitungstag:
     Bohnen samt Gewürzen im Einweichwasser zugedeckt ca. 60 Minuten weich kochen.
     Kräuterstiele und Lorbeer entfernen, Bohnen in einem Sieb abtropfen lassen, Kochflüssigkeit auffangen.

1 TL Olivenöl
1 Schalotte, gehackt

     kurz anziehen.

1/2 Würfel Gemüse- oder Pilzbouillon
1 EL Aceto balsamico rosso
75 ml Kochflüssigkeit, ungefähr

     samt Bohnen und Schalotte im Cutter fein pürieren. Je nach gewünschter Konsistenz mehr oder weniger Kochflüssigkeit beigeben.

1 EL Olivenöl
     bei laufendem Cutter tropfenweise darunter arbeiten.

Salz, Pfeffer aus der Mühle
     abschmecken.

     Hält sich im Kühlschrank mehrere Tage.

nicht scharf

Tipp: Mit mehr Kochflüssigkeit püriert ergibt sich entweder ein Dip oder aber eine Sauce, die wie ein Sugo zu Pasta oder Gnocchi passt.

Pâtés dieser Art lassen sich auch mit anderen Hülsenfrüchten zubereiten, siehe oben. Ausser Linsen müssen alle Hülsenfrüchte vor dem Kochen eingeweicht werden.
Die Menge der erforderlichen Kochflüssigkeit zum Pürieren variiert je nach Sorte.




Kommentare:

  1. Deine Bohnen-Pâté könnte glatt als Leberwurst durchgehen ;-)
    Wenn nur diese Hülsenfrüchte nicht so schwer verdaulich wären, kämen sie bei uns auch öfter auf den Tisch.

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  2. Für "Leberwurst"noch Majoran dazugeben....Was Verdauung betrifft:"Übung macht den Meister".Das heißt,wenn ich nur ganz selten Hülsenfrüchte esse,"erschrickt"das Verdauungssystem.Regelmäßig kleine Mengen essen und man gewöhnt sich dran.Wenig oder nichts zum Essen trinken und vorher oder danach kein Obst essen.

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  3. Dein Bohnenaufstrich klingt sehr lecker! Durch die Farbe der Bohnen wird die Farbe auch sehr schön und der einer nicht vegetarischen Pâté sehr ähnlich. Gefällt mir gut - lieben Gruß nach Thailand!

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  4. @ Ti saluto Ticino:
    Dieses Image ist je nachdem überholt: man kann seinen Organismus an Hülsenfrüchte gewöhnen, öfter verzehrt = besser akzeptiert!
    Da hat «Anonym» völlig Recht.

    @ Anonym:
    Mit Gewürzen kann man natürlich spielen!
    Die Erklärung mit der Gewöhnung stimmt genau. Hinzu kommt noch: mit kleinen Mengen beginnen, was mit einem Brotaufstrich ja perfekt umgesetzt werden kann.
    (Warum denn so ganz und gar anonym?)

    @ Claudia:
    Würde diese Pâté ja gerne am 2ten März zum bfbb mitbringen – leider liegt Berlin nicht ganz am Weg!!!

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