10. Juni 2014

ERINNERUNGEN: LIMONE | ITALIEN

1970-er Jahre.
In der Ausbildung. Ferien in Italien war todschick. Aber ohne Moos nix los. Also zelten. Am Gardasee. Bei Limone.
Und plötzlich war doch so einiges los!

Mit unserem Budget
konnten mein Kommilitone und ich nicht dauernd ristorantemässig dinieren. Also galt es, auf dem Campingkocher etwas selber zu zaubern.

Frische Pasta
war uns damals nicht bekannt, aber in der Salumeria, wo wir uns mit Mortadella und anderen Wurstwaren eindeckten, gab es auch Tagliatelle – nicht getrocknet, sondern eben frisch. Also zugegriffen, die Mamma hinter dem Ladentisch erklärte mir, dass Pasta fresca viiiel weniger lang gekocht werden muss, als Pasta asciutta.
Vom Markt auch noch ein paar Tomaten, Zwiebeln und Knoblauch mitgenommen.

Wahrscheinlich
entstand damals mein erstes eigenes Rezept: eine kurz gekochte Tomatensauce mit viel Zwiebeln und Zitronenschale – letztere fügte ich bei, weil ich dachte, wenn wir schon in Limone Ferien machen, muss auch Limone = Zitrone ins Essen.
Geschmeckt hat es uns allemal!

Heute
kommen ein paar Gamberetti = Crevetten = Garnelen dazu, sowie etwas Estragon, das für meinen Geschmack noch besser mit Tomaten harmoniert, als Basilikum.
Und weil Zitronen hier in Thailand nicht vorkommen, schneide ich ein paar Limettenblätter in feine Streifen.


Hier mit Limettenblätterstreifen statt Zitronenzesten

SCHNELLE TOMATEN-SAUCE mit Tagliatelle und Crevetten

2 Portionen als Hauptgericht

Einkaufsliste zum Ausdrucken

200 g Crevetten «Tail-on», ca. 14–16 Stück
1 TL Pastis

     marinieren.

250 g Tomaten
     schälen, samt Kernen in Würfel schneiden.

1/4 Zitrone, unbehandelt [FEL!X: Limettenblätter]
     Schale fein abziehen, in Julienne schneiden.

1/2 EL Olivenöl
1/2 EL Butter
50 g Schalotten, grob gehackt
1 Knoblauchzehe, gehackt

     anziehen.

1/2 Würfel Gemüse- oder Pilzbouillon
1/4 TL Estragon, getrocknet
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

     samt Tomaten und Zitronen-Julienne beigeben, Estragonblättchen dabei zwischen den Fingern zerreiben.
     Nur kurz köcheln lassen, die Tomaten sollen nicht zerfallen.

2 Portionen Pasta, z.B. Tagliatelle
     unterdessen in Salzwasser gar kochen.

1/2 EL Olivenöl
     Crevetten mit Küchenpapier trocknen, beidseitig kurz braten.
     Pasta abgiessen, mit Tomatensauce und Crevetten anrichten.

nicht scharf




Kommentare:

  1. Obwohl ich mit dem Titel Limone auch ein entsprechendes Rezept erwartet habe, Pasta geht immer ;-)
    Liebe Grüsse aus dem heissen Zürich,
    Andy

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    1. Wohl auf ein reines Limonen-Rezept gehofft? Na ja, ein bisschen davon hat's ja immerhin drin! Bestimmt gibt dein kühler Schrank diese Zutaten auch für die nächsten «Kühlschrank-Spaghetti» her...
      Hier Monsun-Starkregen, ich sehe keine 30 m weit, sitze jedoch «am Schärme»! – warm ist es trotzdem auch!

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