17. Juli 2014

LAAB...

... oder auch larb, lahb, larp, laap, lab, lap
bezeichnet ganz allgemein einen thailändischen Salat aus gehacktem Fleisch.

Laab muu
ist wohl eine der beliebtesten Umsetzungen, wobei neben «muu» (Schweinehackfleisch) auch Innereien der Sau dafür verwendet werden. Aber auch mit «gai» (Huhn) oder «plaa» (Fisch) schmeckt ein solcher Salat herrlich.

Varianten
gibt es – wie eben auch phonetisch interpretierte Namen – für «laab» viele. Ich bevorzuge eine ganz einfache Zubereitung mit Huhn:


LAAB GAI

Hühnerhackfleisch-Salat «Thai Style»
authentisches Thai-Gericht
1 Portion, bei mehreren Personen mit weiteren Thai-Gerichten servieren

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1 Pouletbrüstchen, ca. 150 g
     hacken. Am einfachsten geschieht dies mit dem Küchenbeil (siehe Tipp), oder in einem Cutter. Beiseite stellen.

1 Büschelchen Koriander, Wurzel samt Stängeln fein gehackt
wenig Reisöl

     im Wok kurz anziehen.

1 Limette, Saft (Limettenpresse!)
     samt dem Fleisch beifügen, unter Wenden garen, ohne Farbe anzunehmen. Allenfalls wenig Wasser beigeben, falls der Limettensaft zu rasch einkocht – es darf zum Schluss jedoch keine Flüssigkeit mehr vorhanden sein. Hitzequelle ausschalten.

1/2–1 TL Chiliflocken
1 Schalotte, Lamellen
1 Frühlingszwiebelchen, weisse Teile schräg fein geschnitten
1 EL Khaao Khuaa (siehe nachstehend)
wenig Fischsauce

     dazugeben, abschmecken.

1 Hand voll Pfefferminzblättchen
     samt den Korianderblättchen beigeben, mischen.

     Nach Belieben mit Gurkenscheiben, Schlangenbohnen, Tomaten, einer halben Limette und dem Frühlingszwiebelgrün anrichten.

Mit Jasminreis und – bei mehreren Personen – mit weiteren Thai-Gerichten servieren.

Schnell gehackt: mit dem Küchenbeil
mittelscharf (je nach Menge der Chiliflocken)

Tipp: Am einfachsten und schnellsten werden kleine Fleischportionen mit dem Küchenbeil gehackt. Dabei wird die breite Klinge locker aus dem Handgelenk auf zuvor klein gewürfeltes Fleisch geschlagen.


Khaao Khuaa
«Khaao» = Reis, auch allgemein: Mahlzeit; «khuaa» = rösten, aufspringen (Mais, Senfkörner).
Ungekochten Klebreis (im Bild links) unter fleissigem Wenden in einer Bratpfanne ohne Fett goldbraun rösten (Mitte). Auskühlen lassen. In einem Cutter oder im Mörser nicht zu fein mahlen bzw. zerstossen (rechts).
Kann in einem gut schliessenden Behälter einige Wochen aufbewahrt werden.
Khaao Khuaa findet in verschiedenen Thai-Gerichten Verwendung und verleiht diesen nicht nur einen Knusper-Effekt, sondern auch ein nussiges Röstaroma.


Kommentare:

  1. Das schaut nach einem sehr erfrischenden Sommersalat aus und passt genau zu den Temperaturen, die die nächsten Tage bei uns zu erwarten sind. Für mich am liebsten auch die Variante mit Huhn - und dieses...Khaao Khuaa klingt sehr interessant, wozu verwendest du es noch?

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  2. Das wäre für heute oder morgen das Richtige! Khaao Khuaa tönt wirklich spannend, das werde ich mal ausprobieren! Danke und
    liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

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  3. @ Bonjour Alsace
    @ lieberlecker
    Ja, leicht und erfrischend!
    Khaao Khuaa gibt verschiedenen Zubereitungen nicht nur ein leicht nussiges Aroma, sondern bindet auch etwas von der beigegebenen Flüssigkeit. Und, falls nicht zu fein zerstossen, einen überraschenden Knusper-Effekt.
    Wird auch verwendet in allen «nam tok»-Rezepten (z.B. Nüa yaang nam tok = Waterfall-Beef), gegrillten Auberginen als Salat, Chili-Dips auf Basis von getrockneten Chilis und vielem mehr!

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