31. Juli 2014

MÜÜSLICHÜECHLI

Salbei, Salvia officinalis L.
Mit Bircher-Müesli 
hat das nichts zu tun, welches man eben korrekt als «Müäsli» ausspricht. Für teutonische Zungen wohl ebenso schwierig, wie «Chuchichäschtli»...

Kleine Mäuschen
sind schweizerdeutsch «Müüsli». Und die «Chüechli» sind Küchlein. Ist doch gar nicht so schwierig!

Jedenfalls
handelt es sich hier um Salbeiblättchen, welche – ausgebacken – ihren Namen der länglichen Form und dem Stiel verdanken, eben wie ein Mäuschen.

Bereits im Buch
«A.Vogel – für Geniesser» habe ich ähnliche «Müüsli» rezeptiert, allerdings mit Beinwellblättchen, die in Thailand natürlich nicht gedeihen. Salbei wird hier im Rahmen des «Thailand’s Royal Project» angebaut, ich habe über diese Institution bereits im Beitrag «Königlicher Lauch» berichtet.


MÜÜSLI-CHÜECHLI

gefüllte, ausgebackene Salbeiblättchen
für 20 Stück zum Apéro
oder
4–6 Portionen als Vorspeise

Einkaufsliste zum Ausdrucken

Ausbackteig:
1/2 Portion Ausbackteig, gemäss halbem Rezept «Tempura»
(Weisswein- oder Bierteig* saugt nach meinen Erfahrungen einfach zuviel Öl auf!)

Füllung:
75 g Frischkäse, z.B. «Philadelphia»
25 g Parmesan, gerieben
wenig schwarzer Pfeffer aus der Mühle
(Salz ist bereits im Frischkäse enthalten)

     zu einer streichbaren Masse mischen.

Die Blättchen werden wie Sandwiches gefüllt
40 grosse Salbeiblätter
     je 1/2 TL Frischkäse-Masse auf die Unterseite der Hälfte der Blätter streichen. Mit der Unterseite der restlichen Blätter bedecken und leicht andrücken.

Kann bis hierher vorbereitet werden!

Olivenöl zum Ausbacken
     mindestens 1/2 cm hoch in einer Bratpfanne erhitzen, Backofen samt einem Teller auf
80 °C vorheizen.

     Vorbereitete Blätter einzeln durch den Teig ziehen, im heissen Öl beidseitig je 3–4 Minuten halb schwimmend ausbacken. Auf Haushaltpapier legen und auf dem Teller im Ofen warm stellen.

nicht scharf

Tipp: die gefüllten Salbeiblättchen passen auch zu kurz gebratener Leber oder zu einem Risotto als Garnitur.


* hier aber doch noch ein Rezept für einen
Ausbackteig mit Weisswein oder Bier:

1/2 EL Butter
     schmelzen, beiseite stellen.

1/8 TL Trockenhefe (2,5 g frisch)
1/8 TL Zucker
1/2 EL Wasser

     mischen, 10 Minuten stehen lassen.

75 ml Weisswein (oder Bier)
     beigeben, mischen.

25 g Weissmehl
25 g Maisstärke

     dazugeben, samt der noch flüssigen Butter zu einem glatten Teig rühren.
     Zugedeckt 1 Stunde ruhen lassen, unterdessen die Füllung zubereiten.

1/8 TL Salz
Pfeffer aus der Mühle
wenig Muskatnuss, gerieben
1/2 Eiweiss

     kurz vor dem Ausbacken samt den Gewürzen steif schlagen, unter den Teig ziehen.



Kommentare:

  1. Ist ja der Hammer :-) Das ist eine Erinnerung, die weit zurückreicht - schön! Damals allerdings ohne Füllung.
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

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    1. Ja, ist ein «Moment» her! Damals waren wir schlank und rank, heute selbst ein bisschen «gefüllt», hahaha!

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    2. Wirklich Felix, es stimmt, das ist einfach der HAMMER. So filigran, bezaubernde Mäuschen. in meinem Garten hab ich Salbei und werde das am WE sofort ausprobieren. Danke für dieses herrliche Rezept. Gruss Frau von Staufenberg

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    3. Liebe Staufenbergerin,
      Ja, direkt aus dem Garten von einem riesigen Salbei-Busch gepflückt: so ist's natürlich am besten!

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  2. Essen würde ich die Mäuschen sehr gerne, für die Aussprache nehme ich dann vorher noch Unterricht bei dir. Soll ich zu dir oder kommst du zu mir? ;-)))

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    1. Am besten treffen wir uns im Tessin: dort heisst ein Mäuschen zwar «topolino», die Küchlein hingegen «salvia fritta». Das geht einfacher von der Zunge und ich kann gleichzeitig mein Italienisch auffrischen! ;o)

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