29. August 2014

PASSION&MANGO


                 Did you try it? – Not yet ...















Seit Ende der 1980-er Jahre
erhalten die GOLDBÄREN des führenden Herstellers von Fruchtgummis ihre Farbe von Fruchtextrakten, tatsächlich auch von Passionsfrüchten!

Einen erheblich grösseren Fruchtanteil
kann meine «Passion&Mango» Konfitüre vorweisen. Zusammen mit Orange und Banane ergibt sich eine harmonische Exotenkonfitüre, die es wirklich in sich hat.

Im Gegensatz
zu den etwas grösseren, grün-gelben bis roten Maracujas sind die Purpurgrenadillen oder eben Passionsfrüchte (Passiflora edulis) kleiner und von unscheinbarer, braun-violetter Farbe.

Passionsfrüchte
heissen auf Thai «sao-wa-roht» und werden in Nordthailand im Rahmen von «Thailand’s Royal Project» angebaut, ich habe über diese Institution bereits im Beitrag «Königlicher Lauch» berichtet.

Das geleeartige,
erfrischend-süsssäuerliche Fruchtfleisch kann mit oder ohne seine zahlreichen Samen genossen werden. In einer Konfitüre sehen die schwarzen Kerne attraktiv aus und sind beim Essen nicht störend, wie beispielsweise jene von Himbeeren.


PASSIONSFRUCHT-MANGO-KONFITÜRE

6–7 Gläser à 200 ml

Einkaufsliste zum Ausdrucken

Am Vortag:
1 kg pralle Passionsfrüchte (ungefähr)
     halbieren, das Fruchtfleisch mit einem Löffel herauslösen. Es sollte 500 g ergeben, andernfalls müssen die nachfolgenden Mengen entsprechend angepasst werden.

400 g Mango, in kleinen Schnitzchen
100 g Banane, in halben Scheiben
250 g Orangensaft, frisch gepresst
950 g Zucker

     dazugeben, mischen, über Nacht stehen lassen.

Am Zubereitungstag:
     Bei grosser Hitze rasch aufkochen und unter ständigem Rühren 15–20 Minuten sprudelnd einkochen, dann abfüllen.

Gelierprobe
Die Masse erreicht eine Temperatur von 104 °C (Thermometer zum Messen der Temperatur), oder
wenig Konfitüre auf ein kaltes Tellerchen (aus dem Tiefkühler!) geben und kurz in den Kühlschrank stellen. Dann mit dem Finger durch die Konfitüre fahren. Die geteilte Masse darf auf dem Teller nicht mehr zusammenfliessen.

Gläser
Für perfekte Haltbarkeit sollten die verwendeten Gläser und Deckel sterilisiert werden. Diese dazu auf einem mit Backpapier belegtem Blech in den kalten Ofen schieben. Temperatur auf 180 °C stellen, sobald diese erreicht ist 30 Minuten sterilisieren.
Vor dem Abfüllen unter 100 °C abkühlen lassen.

Bildnachweis Gummibärchen:
«Passion Fruit», Bruno Wokalek




Kommentare:

  1. Du sitzt mangomäßig ja an der Quelle, davon können wir hier nur träumen :-(
    Aber immer wenn ich die gelbe Nam Dok Mai sehe,schlage ich zu. Kein Vergleich mit den terpetinschmeckenden Mangos, die man sonst so bei uns bekommt.

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    1. Ja, da kann ich dir in allen Punkten Recht geben!
      ... und Ananas aus dem Garten – um dich ein wenig neidisch zu machen ;o)
      Aber dafür gibt es hier keinen Fenchel (siehe meine letzten drei Beiträge).
      Mit kulinarischen Grüssen aus Fernost,
      FEL!X

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  2. Danke für ds Confi-Rezept. Du erinnerst Dich vielleicht an meine etwas unglücklich gelaufenen versuche mit Lychee-Confi. Erstaunlich, dass es ohne Gelierzucker oder Pektin funktioniert. Dein Fruchtanteil ist auch recht hoch, so wie ich es gerne möchte.
    Wir haben alles oben verwendete, ausser den Zucker, im Garten, und Miaos Vater ist Zuckerrohr-Farmer. Ja, noch was, unsere Saowarot sind die gelben, grösseren, Es ist Erntezeit, sukzessive, jeden Tag ein halbes Dutzend Früchte.

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    1. Hier ein paar Tipps:
      - Nicht zu grosse Portionen aufs Mal kochen. Höchstens 1 kg Früchte mit dem entsprechenden Zucker (mindestens 750 g) aufs Mal.
      - Rasch erhitzen, die Konfitüre ständig rühren, sie muss sprudelnd kochen, nicht nur leise köcheln.
      - säuerliche Früchte gelieren leichter. Bei sehr süssen Früchten stets etwas Limetten- oder Zitronensaft beifügen.
      - Zucker trägt ebenfalls zum Gelieren bei, verliert jedoch diese Wirkung wenn zu langsam erhitzt und zu lange gekocht.
      - Mit Gelatine (deine Mango- und Lychee-Konfi) hat man überhaupt keine Kontrolle über die letztendliche Konsistenz. Ausserdem verliert sie ihre gelierende Wirkung, wenn sie zu stark erhitzt wird.

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    2. 555555, ja, die Gelatinenconfi war fast wie Gummibärchen, aber immer noch streichfähig, mit etwas gutem Willen. Ich dachte damals, es gehe nur mit Gelierzucker, und den fand ich nicht. Danke für die Tipps.
      Das Basler Dybli bringt mir freundlicherweise Gelier-Pulver von Dr. Oetker mit, dann geht sicher nichts schief.

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    3. Für dieses Rezept brauchst du aber kein Gelierpulver. Pass bloss auf, sonst fabrizierst du dann wirklich Gummibärchen!

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