3. September 2014

COMING OUT

Ich bekenne mich
hier als «Schönblogger»* aber auch als Schreiberling, der eigentlich nichts von anderen Blogs kopiert und postwendend reblogt.

Kater Caramel fragt:
«Muss ICH das jetzt nachkochen,
oder machst DU das?»
Für einen Rezeptautor
ist es nämlich die grösste Sünde (mit empfindlichen Folgen), ein Rezept zu kopieren. Das ist zwar beim Bloggen nicht so gravierend, aber dieses Tabu hat sich wahrscheinlich auf ewig in mein Bewusstsein gebrannt!

Nachkochen
ist zwar durchaus ein Thema, so wie ich das
auch mal aus Kochbüchern mache, aber eine Rubrik «nachgekocht» oder «gesehen bei»
wird man bei mir nicht finden.

Keine Regel ohne Ausnahme...
Manchmal stosse ich jedoch auf Zubereitungen, die ich auch meiner Leserschaft zugänglich machen möchte.
Ich setze dann eigentlich lieber ein Trackback, indem ich auf ein anderes Blog verweise, wie zum Beispiel bei den Avocado-Schokolade-Trüffeln: das Rezept bleibt im Original-Blog.
Wenn ich ein paar Anpassungen mache, sieht das Gericht vielleicht noch immer so aus, wie beim ursprünglichen Web-Logger, ich kann dann aber nicht mehr einfach darauf verlinken, sondern will es nach meiner Art weitergeben.

Nachstehend kommt
ein solches Rezept, welches mir mein geliebtes Ratatouille ersetzt, das ich hier mangels Zucchini nicht zubereiten kann. Neben Auberginen spielen dabei auch Artischocken eine Rolle. Letztere kommen aus der Dose, wer frische zur Verfügung hat: um so besser!


AUBERGINEN & ARTISCHOCKEN aus dem Ofen

nach «...bonjour Alsace»
4–6 Portionen als Gemüsebeilage
2 Portionen als Gemüsegericht


Einkaufsliste zum Ausdrucken

2 EL Kapern aus dem Salz
     grobes Salz abspülen, nur kurz in wenig Wasser wässern.

40 g Schalotten, geviertelt
2 Knoblauchzehen, in Scheibchen
6 schwarze Oliven, geviertelt
1–2 rote Peperoncini (Spitzpaprika), entkernt und in feine Streifen oder in Dreiecke geschnitten
150 g Tomaten, geschält, grob gewürfelt
400 g Auberginen, gewürfelt

     samt den abgetropften Kapern (Flüssigkeit auffangen!) in einer Schüssel mischen, dann in einer Gratinform verteilen.

4 Artischockenherzen aus der Dose, geviertelt
     darüber geben.

1/2 EL Rosmarinnadeln, gehackt
3 Sardellenfilets, gehackt
Flüssigkeit der gewässerten Kapern, ca. 50 ml
40 ml Pastis
50 ml Olivenöl
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

     verquirlen (am besten in einem Schüttelbecher), darüber giessen.

     Im Backofen bei 200 °C 50–60 Minuten backen.

     Als Gemüsebeilage oder falls als Hauptgericht mit knusprigem Baguette servieren.

wenig scharf (Peperoncini)

Tipp: diese Zubereitung braucht wegen dem Salzgehalt der Flüssigkeit vom Wässern der Kapern kein weiteres Salz. Flüssigkeit vor dem Mischen probieren: ist sie zu salzig, mit etwas Wasser verdünnen und 50 ml davon verwenden.

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Danke, liebe Sabine, für die Inspiration!

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* Schönblogger = alles sollte perfekt aussehen.
Ich richte schon auch mal ein Detail mit der Pinzette ins richtige Licht...
Allerdings muss ich festhalten, dass bei mir stets HEISS gegessen wird, das ist alles nur eine Frage der Organisation: schliesslich kann man bereits den noch leeren Teller unter der Kamera ausrichten und ausleuchten!

Ratatouille: es gibt hier zwar ein Gemüse, das als «Zucchini» (wohl eher als «Zucchone gigante»!!!) bezeichnet wird. Mit diesem schwammigen Etwas werden aber meine Ansprüche nicht erfüllt.
Anstelle von Ratatouille bereite ich deshalb lieber eine «Peperonata» aus Peperoni (Gemüsepaprika) zu. Folgt demnächst «in diesem Theater»!



Kommentare:

  1. Lieber Felix, ich freue mich sehr, dass ich dich inspirieren konnte.
    Natürlich sieht es bei dir mal wieder köstlicher aus, als ich das je zustandebringen könnte. Irgendwann buche ich einen Fotokurs bei dir.
    Grüsse an Dich und Caramel ;-)

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    1. Danke, liebe Sabine!
      Fotos stehen und fallen mit dem richtigen Umfeld.
      Ein Fotokurs würde etwa so aussehen: einkaufen, zusammen kochen, schnell fotografieren, lange beim genüsslichen Verspeisen verweilen!!!

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    2. überredet! ganz nach meinem Geschmack ;-)

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  2. Ja, Du Schönblogger, Deine Fotos sind immer perfekt und sehen sehr professionell aus, ebenso die Beschreibungen und ergänzenden Tips.
    Hier gibt es auf dem Markt oft "richtige" Zucchini, nicht nur Trümmer wie aus dem Garten früher und wie teilweise in Bloggingen abgebildet. Riesige sah ich hier noch nie.

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    1. Danke für dein Kompliment!
      Zucchini gibt es hier im Süden nicht einmal von «Thailands Royal Project».

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  3. Lieber Schönblogger ;-), bei Dir schimmert der Profi schon ein bisschen durch, gell. Aber Dei Ofen Ratatouille duftet herrlich :-)
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

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    1. Fotografiert haben meine Rezeptstrecken und Bücher stets Profi-Fotograf*innen, dabei habe ich natürlich eine ganze Menge abgeguckt.
      Styling habe ich mir zwangsläufig angeeignet, weil nicht immer Budget für Stylist*innen vorhanden war.

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