31. Oktober 2014

ENTE #2

Manchmal
erhalte ich kulinarische Köstlichkeiten, die hier nicht erhältlich sind, per Post. Manchmal werden sie mir auch von Freunden mitgebracht. So fanden kürzlich Preiselbeeren und eine Sellerieknolle zu mir. Die eingemachten, fruchtigen Beeren inspirierten mich zu einem Entenrezept, von dem mir eine Freundin erzählt hat, aus dem Knollensellerie entstand eine Beilage dazu.


ENTENBRUST AN PREISELBEERSAUCE mit Kartoffel-Sellerie-Püree

2 Portionen als Hauptgericht

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1 Entenbrust, ca. 300 g
     mit der Hautseite nach unten in eine kalte, beschichtete Bratpfanne legen, Hitze auf kleine bis mittlere Stufe stellen. Sobald das Fleisch zu brutzeln beginnt, auf jeder Seite ca. 5 Minuten zu schöner Farbe braten, dabei öfters mit dem ausgetretenen Fett begiessen.
Im Ofen bei 90 °C (O+U) 30–40 Minuten niedergaren.

1 Schalotte, gehackt

     Verbleibendes Fett bis auf 1/2 EL abgiessen, Schalotte goldgelb anziehen.

100 ml Weisswein
1/2 Würfel Geflügelbouillon

     ablöschen, würzen, mindestens auf die Hälfte einkochen lassen. Durch ein Sieb in ein Saucenpfännchen passieren.

150 ml Rahm
50 g Preiselbeeren aus dem Glas (Marmelade mit ganzen Beeren)

     beigeben, unter Rühren zur gewünschten Konsistenz reduzieren.

1 Msp. Zimtpulver
Salz, Pfeffer aus der Mühle

     abschmecken, zugedeckt warm halten.

     Entenbrust tranchieren, mit der Sauce auf sehr heissen Tellern anrichten.

Dazu passt beispielsweise ein Kartoffelpüree mit Sellerie sehr gut.

nicht scharf

Tipp: bei mehreren Personen Weissweinmenge nur geringfügig erhöhen, alle weiteren Zutaten beliebig vervielfachen.


KARTOFFEL-SELLERIE-PÜREE

2 Portionen

350 g Kartoffeln, mehlig kochend
180 g Knollensellerie
Gewürzsalz

     schälen, würfeln, würzen und im Dampf ca. 25 Minuten gut weich garen.

120 ml heisse Milch, ungefähr
2 EL Butter
Salz, Pfeffer aus der Mühle
wenig Curry-Pulver

     Kartoffeln und Sellerie pürieren, weitere Zutaten darunter schwingen und abschmecken. Kann zugedeckt im Ofen neben der Entenbrust warm gehalten werden.



28. Oktober 2014

CHILIS GANZ BRAV

Winnits «brave» Chilisauce
Vor vielen Jahren 
nahm ich an einem Thai-Kochkurs teil, durchgeführt von einem der damals besten Thai-Restaurants in Zürich. Winnit, der Koch, nahm eine gute Hand voll Chilischoten und zerstiess sie mit etwas Fischsauce und Limettensaft. Wir Teilnehmer*innen schauten uns entsetzt an: DAS würden wir NIE essen können! Winnit sagte darauf: don’t worry, keine Angst haben, jetzt wir geben etwas Zucker, machen Chili ganz brav!

Und so war es denn auch:
wir konnten diese Sauce – eine der vielen thailändischen «nam phrik»-Zubereitungen – problemlos und sogar löffelweise vertragen.
Seitdem weiss ich: Zucker macht Chilis brav!

salzig eingelegter Senfkohl
Chanthaburi-Reis
ist ein sehr einfaches aber auch einzigartiges Gericht: frisch gekochter Jasminreis wird mit verschiedenen salzigen Zutaten gemischt. Eine davon ist der eingelegte thailändische Senfkohl, den es in den Varianten «salzig», «sauer» oder «süss-scharf» auf allen Märkten offen zu kaufen gibt. Das ganze wird mit Seafood und einer Chilisauce (ganz brav!) serviert.

Chanthaburi
ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz im östlichen Teil der Zentralregion Thailands. Nachstehende Zubereitung wird dieser Gegend zugeschrieben.


CHANTHABURI-REIS mit Crevetten und Chilisauce

khao kruk phrik glüa
authentisches Thai-Gericht
2 Portionen als Hauptgericht

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1 EL Crevetten, klein, getrocknet (siehe auch unten)
     mit etwas kochendem Wasser übergiessen, kurz einweichen.

5 rote Chilischoten, entkernt, fein gewürfelt
     im Mörser leicht zerdrücken.

1,5 EL Fischsauce
1,5 EL Limettensaft (Limettenpresse!)
1 EL Palmzuckersirup (oder 2 TL Zucker)

     mit den Chilis mischen, beiseite stellen.

100 g Senfkohl, thailändisch eingelegt, salzig (siehe auch unten)
     ohne Flüssigkeit samt den abgetropften Crevetten fein hacken.

2–3 Frühlingszwiebelchen, weisse Teile gehackt
     dazugeben.

150 g Jasminreis
150 ml Wasser

     im Reiskocher garen.
     Kohl, Crevetten und Frühlingszwiebelchen sowie 2 EL der Chilisauce darunter mischen, warm halten.

200 g Crevetten, roh, geschält (nach Belieben 2 Stk. davon «Tail-on»)
     klein schneiden.

Kann bis hierher vorbereitet werden!

2 Knoblauchzehen, gehackt
1 EL Reisöl

     sanft braten, bis der Knoblauch etwas Farbe annimmt.
     Crevetten beigeben und kurz mitbraten, bis sie eine orange Farbe annehmen.

     Reis mit Crevetten anrichten, Frühlingszwiebelgrün in Stücken darüber geben und die restliche Chilisauce dazu servieren.

mittelscharf (die Chilisauce ist wirklich ganz brav!)

kleine, getrocknete Crevetten
Tipp: Wer keinen Reiskocher hat, bereitet einen Trockenreis mit 150 g Reis und 300 ml Wasser in einer Pfanne zu.

Eingelegter, salziger Senfkohl kann hier unter der Bezeichnung «H&S Kohl in Salz eingelegt»*, getrocknete Crevetten unter «getrocknete Garnelen medium»* bestellt werden!

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24. Oktober 2014

RINDSFILET. PILZE. TOMATENSAUCE.

Wie herrlich
eine dick eingekochte Passata oder ein Sugo schmecken, muss ich eigentlich gar nicht erwähnen.

Raffinierter
zu kurz gebratenem Fleisch ist allerdings eine ebenfalls kurz – oder eben gar nicht – gekochte Tomatensauce. Dabei kommt die fruchtige Frische von vollreifen Tomaten so richtig zur Geltung. Aber nur, wenn wirklich aromatische Tomaten mit im Spiel sind. Ausserhalb der Tomaten-Saison verwende ich deshalb lieber Pelati aus der Dose!


Eleganter wäre, die Kartöffelchen separat zu servieren...

RINDSFILETWÜRFEL MIT PILZEN an (ungekochter) Tomatensauce

4 Portionen als Hauptgericht

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Tomatensauce:
400 g Pelati aus der Dose, gewürfelt (im Sommer vollreife Tomaten!)
2 EL Kalbsfond, konzentriert
1 EL Estragon, getrocknet, zerrieben
1 TL Gewürzsalz
2 TL Aceto balsamico rosso
30 g Tomatenpüree
1 EL Senf

     im Mixer oder Cutter pürieren. 30 Minuten ziehen lassen (Estragon). Durch ein Sieb passieren.

Kann bis hierher (inkl. Pilze rüsten) vorbereitet werden!

600 g Rindsfilet
1 EL Olivenöl
1 EL Bratbutter

     Fleisch in 3–4 cm grosse Würfel schneiden. Portionenweise in der rauchheissen Öl-Butter-Mischung rundum kurz anbraten.

Gewürzsalz
2 EL Cognac oder Brandy

     alles Fleisch zurück in die Pfanne geben, würzen, flambieren.
     Herausheben und zugedeckt auf einem vorgewärmten Teller ruhen lassen.

1 Schalotte, gehackt
1 Knoblauchzehe, gehackt
200 g gemischte Pilze, z.B.:
     8 Shiitake (ohne Stiele, Hüte leicht eingeritzt),
     6–8 Kräuterseitlinge, längs geviertelt,
     75 g Enoki

     in der selben Pfanne braten, bis die Pilze etwas Farbe annehmen.

50 ml Weisswein
     ablöschen, auf die Hälfte reduzieren.

1 TL Maisstärke
1 EL Wasser

     mischen, zu den Pilzen geben, kurz köcheln lassen, bis die Sauce bindet.
     Vorbereitete Tomatensauce dazugeben, nur heiss werden lassen.

     Auf vorgewärmte Teller etwas Tomaten-Pilz-Sauce geben, die Fleischwürfel darauf setzen.

Dazu passen kleine Kartoffeln auf Meersalz gegart.

nicht scharf

Tipp: keinen frischen Estragon verwenden: er würde die Sauce unansehnlich braun werden lassen!
Anstelle der aufgeführten Pilze können auch geviertelte Champignons verwendet werden.


Noch ungebacken auf einem Bett von grobem Meersalz

KARTOFFELN AUF MEERSALZ

4 Portionen als Beilage

800 g kleine, neue Kartoffeln samt der Schale längs halbieren. In einer Schüssel mit wenig Olivenöl mischen.
Grobes Meersalz in einer Gratinform 1/2 cm hoch verteilen.
Kartöffelchen mit der Schnittfläche nach unten auf das Salz legen.
Im Ofen bei 180 °C ca. 45 Minuten backen.
Kartoffelhälften herausstechen, daran haftendes Salz abstreifen und mit der Schnittfläche nach oben anrichten.

Tipp: als Beilage zu einem anderen Gericht vor dem Garen je 1 kleines Salbeiblatt auf die Schnittfläche der Kartoffeln legen (passt zu obigem Rezept nicht!).



21. Oktober 2014

GLACÉ: SCHOKOLADE

Hier will ich
lediglich Rezepte, die entscheidenden Zutaten und deren Mengenverhältnis für die Zubereitung verschiedener Glacé-Sorten aufführen.

Wer wissen will,
wie eine Eiscreme oder ein Sorbet auch zwei Wochen nach ihrer Herstellung aus dem Tiefkühler noch immer cremig, sofort formbar und vor allem: keine Eiskristalle gebildet hat, kann dies unter «Glacé | Eiscreme | Sorbets: Allgemeines» nachlesen.
Dort befinden sich auch Informationen über spezielle Zutaten und Zuckerarten.

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Schokoladeneis
steht und fällt mit der verwendeten Schokolade. Jede*r mag da eigene Vorlieben haben. Tatsache ist: nur die beste Qualität ist gut genug.
Ich verwende eine hier erhältliche, wunderbare Zartbitterschokolade mit 65 Prozent Kakaogehalt aus Indonesien. Ja, auch ausserhalb Belgien und der Schweiz wird gute Schokolade hergestellt! Schliesslich liegt Indonesien an zweiter Stelle der Welt-Kakao-Produktion.

Lebkuchengewürz oder Pfeffer
gehören nicht in mein Schokoladen-Trüffel-Eis. Da will ich nur Schokolade drin. Grad eben ein Hauch von Kardamom, Nelke und Zimt. Aber nur eine Spur, die man fast nicht einmal ahnt, deshalb verwende ich dazu die ganzen Gewürze. Und etwas Orange in Form von Orangenlikör.


SCHOKOLADEN-TRÜFFEL-GLACÉ

Schokoladen-Trüffel-Rahmeis
für ca. 1 L

275 g Vollmilch
200 g Rahm
35 g Milchpulver
40 g Kristallzucker
100 g Dextrose
20 g Invertzucker

     mischen, glatt rühren.

1 Kardamomkapsel, aufgebrochen
1 kl. Nelke
2 cm Zimtstange

     beigeben, auf 40 °C erwärmen, zugedeckt 30 Minuten ziehen lassen.

200 g dunkle Schokolade (siehe oben und auch hier), gehackt oder als so genannte Pastillen, 75% Kakaoanteil) 
     beigeben, wieder auf (und nicht über) 40 °C erwärmen, rühren, bis die Schokolade geschmolzen ist.
     Absieben, im Eiswasserbad rasch abkühlen.

1 EL Cointreau oder GrandMarnier
     dazugeben, im Kühlschrank 6–12 Stunden durchziehen lassen.

     Nochmals gut mixen. In der Glacé-Maschine einfrieren. In eine 1-L-Box füllen und im Tiefkühler vollständig fest werden lassen.


Textur
Gehaltvoll-üppig, zartschmelzend, sehr cremig.
Direkt aus dem Tiefkühler (-18 – -24 °C) sofort formbar.

Tipp: mit Schokoladeblättern anrichten. Hier zeige ich, wie diese selber hergestellt werden können.

Weitere Glacé-Sorten:
Ananassorbet
Bananen-Glacé
Bratapfel-Glacé
Erdbeer-Glacé
Karamell-Glacé
Kokosnuss-Glacé
Mango-Glacé
Melonen-Sorbet
Pfefferminz-Sorbet
Pflaumen-Kardamom-Glacé
Pistache-Glacé (Pistazieneis)
Trauben-Rum-Glacé



19. Oktober 2014

MISS APPLE TRIFFT HERRN SELLERIE

Der klassische Anfang
dieser Begegnung fand Ende des 19ten Jahrhunderts im New Yorker Hotel Waldorf-Astoria statt. Damals ging es um fein geschnittene Selleriestangen und gewürfelte Äpfel, die sich in Salatmayonnaise trafen.
Baumnüsse (Walnüsse) kamen erst später dazu, wie auch die Verwendung von Knollensellerie.

Zu meiner Version
hat mich Elfie Casty inspiriert. Pinienkerne liefern ein leicht nussiges Aroma und die Sellerieknolle wie auch der Apfel werden in zündholzfeine Streifen gehobelt.
Ein Geflügelbrüstchen darf sich ebenfalls dazu gesellen.


APFEL-SELLERIE-SALAT mit Geflügelbrüstchen

frei nach Elfie Casty
2 Portionen als Vorspeise oder kleine Mahlzeit

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1/2 EL Bratbutter
1/4 TL Curry-Pulver
wenig Salz

     Butter sanft schmelzen, alles gut mischen.

1 Pouletbrüstchen à ca. 150 g
     Fleisch darin wenden, bei Küchentemperatur zugedeckt beiseite stellen, die Butter sollte nicht weder fest werden.

SENF-MAYONNAISE-DRESSING #2
1 TL Senf
2 EL Mayonnaise (hoffentlich selbst gemacht!)
1 EL Aceto Balsamico bianco
1 EL Limettensaft (Limettenpresse!)
2 EL Reis- oder Erdnussöl
4 EL Rahm
1/2 TL Curry-Pulver
Salz, Pfeffer aus der Mühle
Cayenne (Chili-Pulver), eine Spur!
Korianderkörner, frisch gemahlen

     zu einer Sauce rühren.

250 g Knollensellerie
1 kleiner Apfel, säuerliche Sorte, geschält

     mit dem Julienne-Hobel direkt in die Sauce schneiden und sofort darunter mischen.

Kann bis hierher vorbereitet werden!

1 EL Pinienkerne
     in einer beschichteten Bratpfanne ohne Fett goldbraun rösten, beiseite stellen.

     Pouletbrüstchen in der Butter-Marinade bei mittlerer Hitze rundum goldbraun braten. In Streifen schneiden, mit dem Salat anrichten und mit den Pinienkernen bestreuen.

nicht scharf

Tipp: Apfel-Sellerie-Salat passt (ohne Geflügelbrüstchen) sehr gut auch als kleine Beilage zu Pasteten, Terrinen oder kaltem Roastbeef.

Der praktische Julienne-Hobel von Börner schneidet sowohl den Apfel wie auch den harten Sellerie mühelos in zündholzfeine Streifen!
Er kann hier unter der Bezeichnung «BÖRNER Gemüse- und Obstschneider für feine Streifen»* bestellt werden!

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17. Oktober 2014

RAVIOLI: MIT GEFLÜGELLEBER

Hier will ich
lediglich das Rezept für die Ravioli-Füllung aufführen.

Welche Möglichkeiten
zum Füllen, Formen und Garen von Ravioli oder Mezzelune bestehen, ist im Beitrag «Ravioli Manufaktur» ganz genau beschrieben!





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GEFLÜGELLEBERFÜLLUNG FÜR RAVIOLI

Zum Beispiel als Einlage in eine Kastanien-Consommé
für 45 runde Ravioli von 5 cm ø
[oder 16–20 Mezzelune von 8 cm ø]

ca. 240 g Füllung


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Am Vortag:
200 g Geflügelleber
     putzen, in höchstens 0,5 cm grosse Würfel schneiden und in eine Schüssel legen.

50 ml Orangensaft

50 ml Brandy
1/2 TL Estragon, getrocknet

     beigeben, zugedeckt über Nacht im Kühlschrank marinieren.

Am Zubereitungstag:
     Leber auf ein Sieb schütten. Marinade auffangen, kurz aufkochen und durch ein feines Sieb giessen. Auf 2 EL reduzieren.

1 EL Brandy
Salz
, Pfeffer aus der Mühle
Piment, frisch gemahlen
Curry-Pulver (eine Spur!)

     kräftig würzen, auskühlen lassen.

2 EL Paniermehl
     mit der eingekochten Marinade und den Leberwürfeln mischen, kurz ziehen lassen.

ca. 250 g [160 g] Ravioli-Teig
     etwas dünner als für Nudeln auswalzen.

Füllen:
Details über die verschiedenen Füll- und Verarbeitungsmethoden siehe hier!

Ergibt:
45 runde Ravioli mit einem Ravioli-Stempel von 5 cm ø, à 5 g Füllung
[16–20 Mezzelune von 8 cm ø, à 12–15 g Füllung]

Portionen und Garzeit: 
siehe Ravioli-Manufaktur!

nicht scharf


Servieren mit:



14. Oktober 2014

BROTRESTE

Gerichte
mit Verwertung von altbackenem Brot geraten immer mehr in Vergessenheit. Die heutige Konsumgesellschaft hat kein altbackenes Brot mehr, weiss zum Teil nicht einmal, was das überhaupt ist, weil nicht mehr ganz frisches Brot einfach weggeworfen wird. So fragte mich einst eine Anruferin bei der Kochberatungs-Hotline, was sie denn mit dem Brot tun müsse, damit es altbacken wird, es sei im Rezept nicht beschrieben ...

Brot&Käse-Rezepte
gibt es dennoch – und was für leckere!
Aus der Romandie (französische Schweiz) stammen die verschiedenen Ramequins, aus dem Bündnerland (Kanton Graubünden) das Chäs-Getschädder. Letzteres ist eine knusprig- herzhafte Version.

Brotreste
können beispielsweise in Form von zuviel gewürfeltem Baguette für ein Käse-Fondue übrig bleiben. Diese dürfen dann im Tiefkühler auf einen passenden Einsatz warten. Für nachstehende Zubereitung müssen sie (wie auch frische Brotwürfel) im 150 °C heissen, ausgeschalteten Backofen angetrocknet werden, da sie sonst zuviel Butter aufsaugen.


CHÄS-GETSCHÄDDER

Bündner Brot-Käse-Auflauf
2 Portionen als Hauptgericht

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Butter für die Form
     eine mittlere oder 2 kleine Gratin-Formen mit etwas Butter ausstreichen.

3 EL Butter
125 g Brot, altbacken und angetrocknet (siehe oben), in 2–3 cm grossen Würfeln

     unter fleissigem Wenden auf mittlerem Feuer zu schöner Farbe rösten.

50 g Schalotten, in Lamellen
     beigeben und ohne weitere Butterzugabe kurz mitrösten.
     In der/den Formen verteilen.

200 g Käse, gerieben: Mischung aus Bündner Bergkäse, Sbrinz, Emmentaler, Gruyère usw.
3–4 EL Basilikum (oder andere Küchenkräuter, siehe Tipp), in feinen Streifen

     mischen, über das Brot streuen.

50 ml Weisswein
     darüber träufeln.

schwarzer Pfeffer aus der Mühle
wenig Muskatnuss, gerieben

     würzen.

200 ml Milch, heiss
     gleichmässig darüber giessen.

Kann bis hierher vorbereitet werden!

     Im Backofen bei 220 °C 10–15 Minuten backen.

     Mit grünem Salat servieren.

nicht scharf

Tipp: Als Kräuter eignen sich ebenfalls Rosmarin, Mayoran, Thymian, Salbei, Petersilie, usw.
Ich musste mich hier auf Basilikum beschränken.

Weitere Rezepte mit Brotresten:
Panzanella, toskanischer Brotsalat
Ramequin



11. Oktober 2014

EVENT FINGERFOOD: BEITRÄGE 1–5




SNACKS | HÄPPCHEN | PIKANTES KLEINGEBÄCK
SANDWICHES | ANTIPASTI | CROSTINI | TORTINI
PIZZETTE | SFOGLIATINI | DIPS | KNABBEREIEN
BROTAUFSTRICH | AMUSE GUEULES | CANAPÉS
BRUSCHETTE | TRAMEZZINI | LECKERBISSEN

... ganz einfach FINGERFOOD!


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Herzlichen Dank – hier sind die ersten Beiträge zum Event:

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9. Oktober 2014


# 5

GEMÜSE-FINGERFOOD-WÄHE

von Katharina Monga
«Hier habe ich dir mein Finger-Food Rezept…
Ich mache die Wähe jedoch nicht immer gleich – je nach Gemüsesaison.», schreibt Katharina. Sie schneidet die Wähe in kleine Stücke und serviert diese zum Apéro oder als Häppchen.

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7. Oktober 2014


# 4

BRUSCHETTA TICINESE

von Ti Saluto Ticino
Sabine hat diesen Fingerfood «Bruschetta Ticinese» genannt, weil sie diese mit Tessiner Zutaten zubereitet. Mit Nostrano-Schinken, frischen Feigen und cremigem Frischkäse, entweder aus Ziegen- oder Kuhmilch. Dieser wird oft in den Grotti im Tessin als Vorspeise oder zum Abschluss eines Essens mit Essig und Öl zum Beträufeln angeboten.

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7. Oktober 2014


# 3

BAGUETTE MIT WILDSCHWEIN...

von lieberlecker
«Man soll nicht hungrig Einkaufen gehen, das ist doch eine alte Weisheit», sagt Andy, derweil er sich ganz einfach noch ein paar lieberleckere Zutaten wie z.B. Wildschwein-Rohschinken, geräucherten Scamorza, Feigen und Avocados für ein Sandwich in den Einkaufskorb legt!

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3. Oktober 2014


# 2

GEFÜLLTE MINI-AUBERGINEN

von lamiacucina
Wenn Robert kleine Auberginchen so ganz nebenbei vom Markt mitnimmt, fällt ihm zu Hause dann bestimmt etwas Mediterranes ein, so sagt er jedenfalls. Und was ihm eingefallen ist!!!

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2. Oktober 2014


# 1

CROSTINI DI MANDORLE E RAFANO

Crostini mit Mandeln und Meerrettich
von Anna Koch
Anna schreibt zwar kein Blog, dafür kocht sie wunderbar – Nomen est Omen?! Dieses Crostini-Rezept aus dem Piemont hat sie mir per E-Mail geschickt!

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1. Oktober 2014

# 0

TRAMEZZINI AL TONNO

Thunfisch-Sandwiches
von FEL!X
Den Start habe ich selbst gemacht, natürlich ausser Konkurrenz der Verlosung!
Thunfisch mag ich in allen Varianten, sei es als Pasta-Sauce, im Vitello tonnato oder eben in Thunfisch-Sandwiches.

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8. Oktober 2014

HERVORGEKRAMT #5

Das war wohl im Gepäck vieler Schweizer Expats: 
Fondue-Caquelon, -Gabeln und -Rechaud!
Heute habe ich
meine Fondue-Pfanne wieder einmal hervorgekramt!

Meine thailändischen Freunde
brauchte ich gar nicht erst zu fragen. Die Holländer winkten ab: «das vertragen wir abends nicht mehr so gut!». Die Engländer sagten «too much cheese!» und die Franzosen, die am ehesten zugesagt hätten, sind gerade in Bangkok.

Also habe ich es
ganz für mich alleine gemacht:
Ein Fondue!

Freiburger Vacherin & Co. 
sind hier natürlich nicht so einfach verfügbar. Ausserdem wollte ich mich selbst nicht auf die Probe stellen, ob ich eine solch grosse Käsemenge hier in den Tropen (nach 5 Jahren mehrheitlicher Käse-Abstinenz) auch wirklich noch vertrage. Deshalb gab es ein Tomaten-Fondue. Da hat es logischerweise nicht nur Käse drin. Und der Käse, den ich dafür brauche ist hier auch erhältlich: Schweizer Gruyère (feinste Exportware) und ein gereifter Cheddar (18 Monate) aus Australien.

Was soll ich sagen? Es war köstlich!


TOMATEN-FONDUE

Einkaufsliste zum Ausdrucken

Pro Person:

100 g Baguette, vom Vortag
     in Würfel schneiden, so dass an jedem Stück etwas Rinde bleibt.

100 g kleine, festkochende Kartoffeln
     in der Schale im Dampf knapp weich garen.

1 TL Butter
1/2 Knoblauchzehe, gehackt

     im Caquelon anziehen.

1/2 EL Tomatenpüree
1 Pr. Zucker

     beigeben und etwas anrösten.

100 ml Tomatensaft
1 TL Aceto balsamico rosso

     dazugeben, aufkochen.

50 g Gruyère (Greyerzer-Käse)
150 g Raclette-Käse rezent [FEL!X: gereifter Cheddar]

     grob reiben, beigeben und unter Rühren schmelzen.

30 ml Rotwein
1/2 TL Maisstärke

     mischen, dazugeben, aufkochen.

1 TL Grappa
Salz, Pfeffer aus der Mühle
1 Pr. Cayenne (Chili-Pulver)
wenig Muskatnuss, gerieben

     beigeben, sobald das Fondue cremig ist.

Schnittlauch, nach Belieben
     darüber streuen und sofort auf das Rechaud auf dem Tisch stellen!
     Die ungeschälten Kartoffeln viertelt oder achtelt jeder auf seinem Teller selbst!

nicht scharf

Tipps:
  • die Mengen lassen sich, je nach Grösse des Caquelons, beliebig vervielfachen.
  • Cherrytomaten, selbst geschält, eignen sich weniger als weitere Zutat zu Brot und Kartoffeln, da der Käse nicht daran haftet!
  • Brotwürfel vom weichen Inneren bis zur Kruste auf die Gabel spiessen, Kartoffeln von der Schale her 


För alli frönde Fötzel*: diese Tomaten-Variante ist nicht zu verwechseln mit einem echten Schweizer Käse-Fondue!
* für alle Nichtschweizer

Aaaaber da ich natürlich auch weiss, wie ein richtiges Käse-Fondue zubereitet wird, ohne dass es klumpt oder gar gerinnt, gibt es hier dafür eine eigene Seite mit Rezept und vielen Tipps!





5. Oktober 2014

APRIKOSENKOHL

«Khanäng» und getrocknete Aprikosen
Neben Weisskohlköpfen, 
die roh in Stücke geschnitten fast jede Thai-Mahlzeit begleiten, ist hier auch «Khanäng» (Cabbage Sprout), ein Kohlgewächs mit dunkelgrünen Blättern im Angebot.

Es handelt sich
um einen Spross vom Weisskohl, der nach der Ernte der Kohlköpfe aus der Wurzel treibt.
Diese Grünkohl-Art gleicht dem allgemein bekannten Wirz oder Wirsing, wobei letzterer ausgeprägtere, netzartige Rippen aufweist.

Eigentlich können
die Blätter aller Kohlgewächse für die nachstehende Zubereitung verwendet werden. So beispielsweise auch von Rosenkohl – vorausgesetzt man nimmt sich die (lohnende!) Mühe, die einzelnen Blätter von den Köpfchen zu lösen.

Aprikosen
geben dieser Gemüsebeilage – hier als Dörraprikosen – eine fruchtige Note, rosa Pfefferkörner zusätzlich etwas Pfiff.


GRÜNER KOHL MIT APRIKOSEN

2 Portionen als Gemüsebeilage

Einkaufsliste zum Ausdrucken

250 g «Khanäng» oder Wirz
     Blätter je nach Grösse längs halbieren, in ca. 2 cm breite Streifen schneiden. In reichlich kochendem Salzwasser portionenweise genau 2 Minuten blanchieren. In Eiswasser abschrecken, abtropfen lassen.

25 g Frühstücksspeck
3–4 getrocknete Aprikosen, ungeschwefelt

     beides in feine Streifen schneiden. Ohne Fettzugabe glasig dünsten.

1 Knoblauchzehe
     in feinen Scheibchen dazuhobeln (Trüffelhobel!), mitbraten, bis der Knoblauch etwas Farbe annimmt.

Salz, Pfeffer aus der Mühle
wenig Muskatnuss, gerieben

     Kohlstreifen beigeben, kurz mischen, bis der Kohl heiss ist, würzen.

1 TL Baies roses (rosa Pfefferkörner), getrocknet
     zwischen den Fingern zerbröseln, darüber streuen.

nicht scharf

Tipp: längst haben Kohl & Co. ihr Schattendasein aufgegeben und sind zum Gourmetgemüse avanciert.

Weitere Kohlgerichte:
Kohlblätter-Lasagne
Siedfleisch mit Kohl



1. Oktober 2014

EVENT: FINGERFOOD

SNACKS | HÄPPCHEN | PIKANTES KLEINGEBÄCK
SANDWICHES | ANTIPASTI | CROSTINI | TORTINI
PIZZETTE | SFOGLIATINI | DIPS | KNABBEREIEN
BROTAUFSTRICH | AMUSE GUEULES | CANAPÉS
BRUSCHETTE | TRAMEZZINI | LECKERBISSEN

... ganz einfach FINGERFOOD!




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Alle, die mein Blog lesen,
sind zum Mitmachen eingeladen! Fingerfood ist angesagt!

Ein Häppchen
oder ein feines Sandwich? Ein raffiniertes Blätterteiggebäck zum Apéro oder ein Canapé zum Anbeissen?
Es gibt so viele feine Kleinigkeiten, die man als Snack, Vorspeise oder als kleinen Imbiss geniessen kann. Teile mir doch deinen Favoriten mit – meine Leserschaft wird sich mit mir darüber freuen und Komplimente verteilen!

Weder Schneeball noch grosse Preise
Kettenbriefartige Events mag ich eher nicht. Wer mitmachen will, ist herzlich dazu eingeladen, wer nicht, verfolgt vielleicht einfach, welche Leckereien hier zusammenkommen!
Ich möchte doch mal sehen, ob auch ohne grossen Preis etwas Fleiss möglich ist! Ein paar nette, asiatische Kleinigkeiten, die zum Thema passen, werde ich natürlich schon verschicken, das Los wird entscheiden, an wen.

Sämtliche Beiträge
publiziere ich als regelmässiges Update auf einer eigenen Seite in meinem Blog, chronologisch nach deren Erhalt.

Voraussetzung
ist natürlich, dass ich nebst dem Rezept ein Bild dazu erhalte.
Wenn das Rezept im eigenen Blog publiziert wird, kann ich darauf verlinken – dies ist jedoch keine Bedingung. Es darf eben durchaus auch einfach ein Bild + Rezept sein.

Teilnahme
  • Rezept aus dem eigenem Blog:
          URL-Link als Kommentar unten auf dieser Seite senden, oder per E-Mail.

  • Rezept ohne Blog:
          Bild (Format: .jpeg oder .png) plus Rezept als Word-Datei an:
          felix (punkt) haefliger (at) goeast (punkt) ch


Einsendeschluss ist der 30ste November 2014.

Das Kleingedruckte: max. 2 Beiträge pro Teilnehmer*in. Na, und dann noch die Sache mit dem Rechtsweg, der ausgeschlossen ist sowie keinerlei Korrespondenz betreffend Verlosung...

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Ich freue mich auf recht viele Beiträge und wünsche allen ein genussvolles Mitmachen,






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Als Beispiel führe ich hier (selbstverständlich ausser Konkurrenz!) meine Thunfisch-Sandwiches an:


TRAMEZZINI AL TONNO

Thunfisch-Sandwiches
Das Rezept findet ihr hier!