8. Oktober 2014

HERVORGEKRAMT #5

Das war wohl im Gepäck vieler Schweizer Expats: 
Fondue-Caquelon, -Gabeln und -Rechaud!
Heute habe ich
meine Fondue-Pfanne wieder einmal hervorgekramt!

Meine thailändischen Freunde
brauchte ich gar nicht erst zu fragen. Die Holländer winkten ab: «das vertragen wir abends nicht mehr so gut!». Die Engländer sagten «too much cheese!» und die Franzosen, die am ehesten zugesagt hätten, sind gerade in Bangkok.

Also habe ich es
ganz für mich alleine gemacht:
Ein Fondue!

Freiburger Vacherin & Co. 
sind hier natürlich nicht so einfach verfügbar. Ausserdem wollte ich mich selbst nicht auf die Probe stellen, ob ich eine solch grosse Käsemenge hier in den Tropen (nach 5 Jahren mehrheitlicher Käse-Abstinenz) auch wirklich noch vertrage. Deshalb gab es ein Tomaten-Fondue. Da hat es logischerweise nicht nur Käse drin. Und der Käse, den ich dafür brauche ist hier auch erhältlich: Schweizer Gruyère (feinste Exportware) und ein gereifter Cheddar (18 Monate) aus Australien.

Was soll ich sagen? Es war köstlich!


TOMATEN-FONDUE

Einkaufsliste zum Ausdrucken

Pro Person:

100 g Baguette vom Vortag
     in Würfel schneiden, so dass an jedem Stück etwas Rinde bleibt.

100 g kleine, festkochende Kartoffeln
     in der Schale im Dampf knapp weich garen.

1 TL Butter
1/2 Knoblauchzehe, gehackt

     im Caquelon anziehen.

1/2 EL Tomatenpüree
1 Pr. Zucker

     beigeben und etwas anrösten.

100 ml Tomatensaft
1 TL Aceto balsamico rosso

     dazugeben, aufkochen.

50 g Gruyère (Greyerzer-Käse)
150 g Raclette-Käse rezent [FEL!X: gereifter Cheddar]

     grob reiben, beigeben und unter Rühren schmelzen.

30 ml Rotwein
1/2 TL Maisstärke

     mischen, dazugeben, aufkochen.

1 TL Grappa
Salz, Pfeffer aus der Mühle
1 Pr. Cayenne (Chili-Pulver)
wenig Muskatnuss, gerieben

     beigeben, sobald das Fondue cremig ist.

Schnittlauch, nach Belieben
     darüber streuen und sofort auf das Rechaud auf dem Tisch stellen!
     Die ungeschälten Kartoffeln viertelt oder achtelt jeder auf seinem Teller selbst!

nicht scharf

Tipps:
  • die Mengen lassen sich, je nach Grösse des Caquelons, beliebig vervielfachen.
  • Cherrytomaten, selbst geschält, eignen sich weniger als weitere Zutat zu Brot und Kartoffeln, da der Käse nicht daran haftet!
  • Brotwürfel vom weichen Inneren bis zur Kruste auf die Gabel spiessen, Kartoffeln von der Schale her 


För alli frönde Fötzel*: diese Tomaten-Variante ist nicht zu verwechseln mit einem echten Schweizer Käse-Fondue!
* für alle Nichtschweizer

Aaaaber da ich natürlich auch weiss, wie ein richtiges Käse-Fondue zubereitet wird, ohne dass es klumpt oder gar gerinnt, gibt es hier dafür eine eigene Seite mit Rezept und vielen Tipps!





Kommentare:

  1. ob echt oder unecht, mit den Dir zugänglichen Produkten hast Du was Gutes gekocht, das man auch hier gerne essen würde.

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  2. Cheddar? Du Fahnenflüchtling ;-) ! Dann ist das kein Fondue mehr, sondern ein Meltue, aber ich verstehe schon, wenn's nötig ist, wird man halt kreativ. Und mein letztes Fondue ist auch schon wieder zu lange her.
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

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  3. Was man nicht alles tut, wenn es einem nach etwas ganz bestimmtem gelüstet. Da greifen sogar Schweizer zu Cheddar ;-)

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    1. Guter Cheddar ist gut, Sabine. Das merkte ich auch erst hier :-)

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  4. Das momentan feuchte Fonduewetter soll ja besser werden ... ;-)

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  5. Lieber Felix
    Sehr interessante Variante. Ich habe allerdings kein Caquelon hier, das ist in meinem vormaligen Leben geblieben, aber CH-Freunde haben eines. Ich werde für diese einmal Dein Rezept machen, in ihrem caquelon und bei ihnen. Bedauerlich ist, dass ich nicht in Deiner Nähe wohne, denn dann hättest Du immer 2 Gäste zum Fondue, wie immer zubereitet :-)
    Gruss, Erich

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    1. Ist zumindest vorgemerkt ;-) Wünsche punkto Farbe, Aussehen, etc. werden nach dem Urlaub entgegengenommen. Grüsse aus dem nun sonnigen Süden.

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  6. Fondue aus dem Caquelon "Bachtestrasse"???? Tomatenfondue habe ich vor laaanger Zeit bei einem meiner Walliser-Arbeitskollegen in St. Gallen gegessen, war fein und ich könnte es tatsaächlich auch mal ausprobieren.... Elsbeth

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    1. Ja, ja... und Rebenblätter vom Fischerwegli auf dem Tisch – du erinnerst dich?!

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