14. Dezember 2014

ENTE #3

Dieses Rezept
habe ich bereits einmal auf einer Jahresend-Karte erwähnt. Es war nach meiner Ankunft hier mein erster Neujahrsgruss, nämlich für 2010.
Darin habe ich über die Kräuter-Vielfalt in Thailand berichtet, im Speziellen über «bai horaphaa», dem Thai-Basilikum und was ich daraus gerade Leckeres zubereitet habe.

Ich weiss
man soll alte Dinge nicht aufwärmen, aber die delikate Basilikumsauce zu diesem Enten-Curry lässt sich immer und immer wieder heiss machen!


ENTEN-CURRY mit Basilikum

kein authentisches Thai-Gericht
2 Portionen als Hauptgericht

Einkaufsliste zum Ausdrucken

250 ml Kokosmilch


1/4–1/2 EL Curry-Paste «gäng khuaa» (oder rote Curry-Paste)

1 Schalotte, grob gehackt
1 Knoblauchzehe, gequetscht
1 EL frischer Ingwer, Julienne
2 Gewürznelken

     50 ml Kokosmilch bei mittlerer Hitze fast völlig einkochen, siehe Tipp. Weitere Zutaten beigeben, dünsten, bis sie zu duften beginnen.
     Restliche Kokosmilch dazugeben, aufkochen.

1/2 Bund Thai-Basilikum, samt den Stängeln grob zerkleinert
1/2 Würfel Gefügelbouillon

     beigeben, 10 Minuten offen köcheln lassen. Flüssigkeit absieben, falls zu dickflüssig mit etwas Wasser verdünnen.

1 TL Palmzuckersirup (oder 1/2 TL Zucker)
Salz

     abschmecken, zugedeckt beiseite stellen.

150 g Gemüse, z.B. Mini-Maiskölbchen, Kefen, Cherrytomaten, Peperoni usw.
     in mundgerechte Stücke schneiden.

Kann bis hierher vorbereitet werden!

1 Entenbrust, ca. 250 g
     Backofen samt einem Teller auf 90 °C vorheizen. Entenbrust mit der Hautseite nach unten in eine kalte, beschichtete Bratpfanne legen, Hitze auf kleine bis mittlere Stufe stellen. Sobald das Fleisch zu brutzeln beginnt, auf jeder Seite ca. 5 Minuten zu schöner Farbe braten, dabei öfters mit dem ausgetretenen Fett begiessen. Auf dem Teller im Ofen 30–40 Minuten niedergaren.

40 g Cashewkerne
     halbieren, im verbleibenden Fett goldbraun rösten. Herausnehmen, beiseite stellen.

     Sauce aufkochen, Gemüse beigeben und nur kurz garen, es soll knackig bleiben. Entenbrust tranchieren.
     Mit Sauce, Gemüse, Cashewkernen und einigen frischen Basilikumblättchen anrichten.

Mit Jasminreis servieren.

mittelscharf je nach Art und Menge der Curry-Paste

Tipps: Basis für ein cremiges Curry ist das Einkochen von etwas Kokosmilch, und zwar so lange, bis fast nur noch die fetthaltigen Bestandteile übrig bleiben. Darin wird die Curry-Paste angedünstet. Erst jetzt kommt die eigentlich erforderliche Menge Kokosmilch dazu.

Entenfett absieben, später zum Braten von etwas anderem verwenden.


Kommentare:

  1. Wirklich ganz fein ! Ich darf von (vorgezogenen) "Informationen" reden. ;-)
    P.S. Wurde die köstliche Sauce auf dem 1. Bild bewusst (fast) weggelassen ?

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  2. Da schließe ich mich dem Basler Dybli an: Ganz, ganz fein.

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    1. Danke, wirklich sehr exquisit und harmonisch!

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  3. Wo kriege ich hier Entenbrust und erst noch mit Haut, nie gesehen? Vieleicht schaute ich nicht gut genug. Auf dem Markt, im Makro, BigC? Ich liebe Ente, Meow nicht, aber das ist kein Problem (mehr), da ich jetzt öfter für mich allein koche :-) Dein Rezept animiert!

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    1. Nächstes mal schreibe ich vielleicht mit 2 L :-(

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    2. In der Migros!!! Hahaha!
      Im Macro bestimmt, ich bekomme hier TK-Entenbusen, einzeln vakuumiert, in einem Geschäft, das eigentlich Hotels beliefert.

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    3. Um klarzustellen, da es vielleicht unverständlich war, weshalb ich vielleicht nächstes mal mit 2L schreiben werde: Im ersten Kommentar schrieb ich vieleicht mit 1L statt vielleicht mit 2L. Also, nächstes mal schreib ich nicht vielleicht vielleicht mit 2L sondern schreibe vielleicht sicher mit 2L, oder hoffentlich, man weiss ja nie :-)

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  4. Großartig! Und ich habe alle Zutaten im Haus. Der Plan für heute Abend wird mal eben umgeschmissen. Danke! :-) Eventuell kann man ja auch noch ein paar Mungbohnensprossen unterbringen, oder?
    Liebe Grüße,
    Eva

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    1. Freut mich sehr, liebe Eva!
      Und ja: Sprossen und weitere Gemüse passen, ganz nach Belieben!
      Enjoy your meal und schönen Adventsabend,
      FEL!X

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  5. Ich bin diese ewige magret de canard in Orangensauce, in Portweinsauce und in ich-was-nicht-was-noch-Sauce sooo leid und habe schon ewig keine Entenbrust mehr gekauft. Dies ist zum ersten mal wieder ein Entenbrustrezept, das mich anspricht. Danke dafür.

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  6. Athentisch oder nicht, ich liebe Entenbrust, also diese Variante bestimmt auch. Und gerne mit viel Mungbohnensprossen ;-)
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

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