7. Juli 2015

MONSUN. AHA!

KURIOSES | ERSTAUNLICHES | WISSENSWERTES | ERLEBTES | BANALES | BEMERKENSWERTES | VÖLLIG UNNÜTZES | AHA!
Oder: was mir hier in Thailand so begegnet

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So schön kann der Monsun sein:
auf Regen folgt Sonnenschein!
Immer wieder
werde ich gefragt, wie es sich denn hier in Südthailand während der Regenzeit (Südwest-Monsun) lebt und ob es dann dauernd regnen würde.

Um es gleich vorweg zu nehmen:
es lebt sich ausgezeichnet, besser als in der Hochsaison und es regnet selbstverständlich nicht pausenlos!

Worum geht es bei den Monsunwinden?
Es sind grossflächige Luftzirkulationen, die in
den Tropen und Subtropen auftreten. Typisch dafür sind stabile Monsunwinde, die zweimal im Jahr ihre Richtung ändern:
  • von November bis April kommt der Wind von Nordosten, das heisst: der Monsun kommt über Land und bringt vor allem trockene Luft zur Westküste und damit schönes Hochdruck-Wetter
  • von Mai bis Oktober bläst der Wind von Südwesten, also übers Meer, wo die Luftmassen auf ihrem langen Weg über den Indischen Ozean Feuchtigkeit aufnehmen und Regen bringen

In wenigen Minuten wird es
mit Sicherheit regnen!
Der Südwest-Monsun
ist also die eigentliche Regenzeit. Grosse Niederschlagsmengen in sehr kurzer Zeit (Starkregen), heftige Gewitter wechseln sich mit sonnigem Wetter ab. Es kann strahlend schön sein, dann ziehen plötzlich ein paar schwarze Wolken auf, regnen sich so heftig leer, dass man die andere Strassenseite praktisch nicht mehr sieht. Dies kann ein Viertelstündchen, manchmal eine ganze Stunde dauern, dann scheint die Sonne wieder und nur die frisch gewaschenen Blätter der Bäume und ein paar Wasserlachen erinnern an den Regen. Dies je nachdem mehrmals täglich.

Ein Regenschirm?
Absolut zwecklos! Unterstehen ist die einzige Möglichkeit, um nicht innerhalb von weniger als einer Minute bis auf die Haut nass zu werden. Auch mit dem Motorrad: wenn es anfängt zu regnen, dann stellt man sich (aber subito!) kurz unter, hört es wieder auf, geht die Fahrt weiter.

Badeferien
an Thailands Stränden der Westküste sind während dieser Zeit eher nicht angesagt, denn das Meer ist oft sehr aufgewühlt und es gibt nicht nur hohe Wellen, sondern auch teilweise starke und gefährliche Strömungen.
Neben Wind und Wellen sind auch bestimmte Ausflüge während der Nebensaison nicht möglich. So sind beispielsweise die Marine-Nationalparks wie Similan und Surin Islands oder Koh Tachai während dieser Zeit zum Tauchen und Schnorcheln nicht zugänglich.

Wie überall auf der Welt
haben klimatische Veränderungen auch Einfluss auf die Monsunwinde. So treten tagelang anhaltende Regenperioden in den letzten Jahren vermehrt auf.
Mich selbst halten diese Wetterlagen zur Vorratshaltung an, denn an Einkaufen mit dem Motorrad ist dann manchmal nicht zu denken. Für mich kein Problem, ich kann mich ja darauf einstellen.

Grösstes «plus»:
es wird niemals kühl, sprich: selbst bei anhaltendem Regen zeigt das Thermometer gut 25 Grad* an!



* doppelt angenehm, wenn ich die Wetterberichte in Mitteleuropa mit Temperaturen bis gegen 40 Grad ansehe...

Kommentare:

  1. Wunderschöne Fotos - und um diese Temperaturen bei euch beneide ich dich gerade "glühend" ;-)

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  2. Ich komm nal kurz vorbei ins kühle Thailand :-)

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  3. Aha. Aha aha ahaaa - jetzt weiß ich das auch mal, was es mit dem Monsun auf sich hat. Liest sich ja gar nicht so unangenehm, das Leben während der Regenzeit, wie man sich das so landläufig vorstellt... Danke für die ausführliche Info und die tollen Bilder!

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