27. September 2015

ERINNERUNGEN: STENDHAL

Der französische Schriftsteller
Stendhal (Marie-Henri Beyle) ist nicht gemeint, sondern die gleichnamige Kosmetikfirma.

Eingeladen
wurden Depositäre (Apotheken, Parfümerien) dieser Kosmetiklinie Mitte der 1980-er Jahre zu einer Reise zur Produktionsstätte der «Entreprise Stendhal» in Pau, Südwestfrankreich nahe der Pyrenäen zwischen Lourdes und Biarritz gelegen.

Unser selbst gewählter Sinnspruch war
«So nahe bei Lourdes fabriziert, muss die Kosmetik von Stendhal ja Wunder wirken!»

Zwischen Kunst, Kultur
und Sehenswertem auf dieser langen Car-Reise von Zürich über Avignon, Sète und Toulouse nach Pau wurde viel gelacht, getratscht und als einmal aller Branchen-Klatsch ausgetauscht, alle Witze erzählt waren, fiel das Thema auf’s Kochen.

Eifrig wurden
die besten Rezepte preisgegeben, ausgetauscht, notiert.
Selbst während den Mahlzeiten bei Zwischenhalten und Übernachtungen kamen immer wieder neue Zubereitungen aus eigenem Fundus auf den Tisch, obwohl dieser bereits mit Köstlichkeiten der Provence und dem Languedoc reichlich gedeckt war!

So einige
der ausgetauschten Rezepte sind mir in bester Erinnerung geblieben, bereite sie auch heute noch immer zu, wie beispielsweise einen Gratin mit Filet-Médaillons auf Gemüse, der in vier Schritten im Ofen gegart wird.

Die Herstellungs-Details
der kostbaren Pflegeserien von Stendhal sind mir leider nicht mehr präsent, wohl aber die Erinnerung an eine interessante und auch lustige Reise nach Aquitanien!




FILET-GRATIN AUF GEMÜSE

4 Portionen als Hauptgericht

Einkaufsliste zum Ausdrucken

450 g Auberginen
Salz
     in 1 cm dicke Scheiben schneiden, salzen, 30 Minuten ziehen lassen.

200 g Cherrytomaten [FEL!X: Datteltomaten]
     in 1/2 cm dicke Scheiben schneiden.

2 EL Olivenöl
1 grosse Gratin-Form
     mit wenig Öl auspinseln.

2 Schalotten, gehackt
2 Knoblauchzehen, gehackt
wenig Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
     mit ca. 1 EL des restlichen Olivenöls mischen.

450 g Schweins- oder Kalbsfilet
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Barbecue-Gewürzmischung, z.B. von «McCormick»
Paprikapulver, edelsüss
wenig Muskatnuss, gerieben
wenig Salz
2 EL Butter, in Flocken
     Fleisch in 1/2 cm dünne Scheiben schneiden (lassen), auf einer Platte auslegen, würzen, mit den Butterflocken belegen.

100 g Reibkäse (Sbrinz oder Parmesan)
150 ml Rahm
1 TL Paprikapulver, edelsüss
     mischen.

Kann bis hierher vorbereitet werden!

     Backofen auf 220 °C (O+U) oder 200 °C (Umluft) vorheizen.

     Auberginenscheiben kalt überbrausen, trocknen. Beidseitig mit dem restlichen Olivenöl bepinseln, in der Gratin-Form auslegen.
Schritt 1: im Ofen garen, bis die Scheiben leicht Farbe annehmen (ca. 15 Minuten).

     Tomatenscheiben auf die Auberginen legen, Schalotten-Knoblauch-Mischung darüber verteilen. 
Schritt 2: im Ofen garen, bis die Schalotten leicht Farbe annehmen (6–8 Minuten).

     Die Filet-Scheiben darauf legen.
Schritt 3: im Ofen kurz garen (ca. 5 Minuten).

     Die Käse-Rahm-Mischung darüber verteilen.
Schritt 4: im Ofen goldgelb gratinieren (ca. 10 Minuten).

     Mit Reis servieren.

nicht scharf


Kommentare:

  1. Die Kosmetikfirma kannte ich nicht, vom Fliet-Gratin hingegen habe ich schon gehört. Vielleicht finde ich in den Untiefen des TK ja mein Iberico-Filet wieder. Das wäre dann eine schöne Idee für nächstes Wochenende. :-)
    Liebe Grüße aus Hamburg,
    Eva

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    1. Mit einem wunderbar durchzogenen Iberico-Filet wird das auf jeden Fall besonders lecker!

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  2. Na, das hört sich doch nach einer durchaus geselligen und für dein Rezepterepertoire fruchtbaren Reise an! Die Region ist aber auch wunderschön - vom feinen Essen und dem guten Wein des Languedoc mal abgesehen! Das Gericht kannte ich so nicht, aber ich kann mir den Geschmack ganz toll vorstellen! Man kriegt fast schon wieder Hunger - obwohl ich soeben eine halbe Peking-Ente verputzt habe :)

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    1. Nicht zuletzt deshalb ist mir diese Reise in bester Erinnerung geblieben!
      Der Gratin lässt sich gut vorbereiten und eignet sich auch für eine grössere Tischrunde.
      Dir weiterhin viele wunderbare Entdeckungen!

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  3. Die Idee muss ich mir merken.
    Welche Makoea nimmst Du für europäische Auberginengerichte? Die langen violetten?

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    1. Ja, die langen violetten. Die langen grünen könnte man durchaus ebenfalls verwenden.

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