8. Oktober 2015

ASIEN GRÜSST FLORENZ!

Willkommen
in meinem Backhimmel!
Hier geht es um Kuchen, Torten und Kleingebäck.

Der Backhimmel
hängt als Dekoration von der Decke meiner Küche. Er ist kein Staubfänger, wie zuerst vermutet, die kleinen Gerätschaften, die es für Kuchen und Gebäck braucht, sind allerdings nur Dekoration: jene zum Gebrauch sind griffbereit in Schubladen und Schränken verstaut!

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Guetzli oder Plätzchen
sollte man nicht nur zu Weihnachten, sondern auch öfter mal durchs Jahr backen – Konfekt sowieso!

Damit sich
die Arbeit in Grenzen hält, gibt es zum Glück ein paar Hilfsmittel. Für «Florentiner» beispielsweise ein Formen-Verband aus Silikon mit 15 oder 24 flachen Vertiefungen. Darin lässt sich dieses Konfekt nicht nur mühelos backen: auch das Überziehen mit Schokolade geschieht mit dessen Hilfe ohne Pinsel und Kleckserei!

Meine «Florentiner»
sind etwas asiatisch angehaucht: anstelle der üblichen Cakefrüchte verwende ich kandierte Mango und Ingwer, statt Mandelstifte gehackte Cashewkerne. Ausserdem sind sie etwas dicker als vielleicht üblich und dadurch innen noch leicht feucht.
Das Resultat kann sich nicht nur sehen lassen, es schmeckt auch überaus lecker!


FLORENTINER

für 15 Stück

Einkaufsliste zum Ausdrucken

AM VORTAG
25 g kandierte Mango
25 g kandierter Ingwer
1 TL Rosenwasser (oder 1/2 TL Rosenaroma)
1/2 TL Vanille-Extrakt, z.B. «McCormick»
1 EL Bourbon Whiskey

     kandierte Früchte in möglichst kleine Würfelchen schneiden, mit den übrigen Zutaten mischen, über Nacht stehen lassen.

AM ZUBEREITUNGSTAG
50 g Cashewkerne 
     grob hacken, in einer beschichteten Bratpfanne ohne Fett goldbraun rösten.

50 g Zucker
1 Pr. Zimt
50 ml Kokoscreme (Cream of Coconut)

     samt den eingelegten Früchten in einem Pfännchen mischen, erhitzen und unter Rühren 3–4 Minuten auf kleinem Feuer köcheln lassen, bis fast keine Flüssigkeit mehr vorhanden ist.

1 EL Weizenmehl 550
     darunter mischen, vom Feuer nehmen.
     Masse mit 2 Teelöffeln in die Vertiefungen der Silikonform verteilen, etwas flach drücken.

     Backofen auf 220 °C (O+U) vorheizen. Die Form auf ein Gitter setzen, in die Ofenmitte schieben, 6–8 Minuten backen (die Masse brodelt!), bis die Ränder leicht braun werden.

     Auskühlen lassen. Florentiner aus den Vertiefungen lösen, sie dürfen an der Unterseite noch ziemlich feucht sein.
     Form waschen.

75 g dunkle Schokolade (Kuvertüre oder «Crémant»)
     mittels der 2/3–1/3-Methode «temperieren» (= schmelzen, siehe hier!).
     Jeweils 1 TL in eine Vertiefung der Silikon-Form geben, einen Florentiner darauf setzen, mit einer Drehung leicht nach unten drücken, bis am Rand etwas Schokolade sichtbar wird.
     Kühl (aber nicht in den Kühlschrank) stellen, bis die Schokolade völlig erstarrt ist.

     Florentiner aus der Form lösen.
     Zwischen Backpapier in einer gut verschlossenen Dose aufbewahren (falls sie nicht sowieso sofort weggeputzt werden!).

Tipps:
  • Wenn keine solche Silikonform verfügbar ist, gibt man die Florentiner-Masse als kleine Häufchen mit Abstand auf Backpapier, drückt diese etwas flach und bäckt sie. Die noch ofenheissen Plätzchen können mit dem Rand eines umgekehrten Wasserglases in eine gleichmässig runde Form gebracht werden. Erkalten lassen, vom Papier lösen und die Rückseite mit der geschmolzenen Schokolade bepinseln
  • Falls etwas Schokolade übrig bleibt: einfach ein paar Schokoladeblätter auf Vorrat herstellen!


Ganz schlaue Köpfe
werden nun denken, dass es noch einfacher gehen würde, indem man die noch feste Schokolade direkt in den Vertiefungen der Silikonform schmilzt. Dies mag durchaus funktionieren, leider verliert die Schokolade aber ihren Glanz, wenn man sie auf diese Art schmilzt und nicht «temperiert», wie oben erwähnt. Und das wäre doch schade um den ganzen Aufwand!

Information zu einer 
ähnlichen Silikonform







Kommentare:

  1. Gute Idee, Felix, vielen Dank! Ich habe noch jede Menge kandierte Mango hier liegen.

    Wer keine Silikonförmchen hat, kann auch diese Muffinförmchen aus Papier nehmen oder, wie ich es gern mache, das Ganze auf dem Blech oder kleiner Mengen in einer rechteckigen Brownieform backen. Nach dem Auskühlen stürzen, mit Schokolade bestreichen und in Rhomben oder andere Vierecke schneiden. Das wäre dann die ganz schnelle Nummer.
    Lieben Gruß Ulrike

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    1. Wie gut, dass es so viele verschiedene Möglichkeiten gibt, gell?!
      Danke für deinen Tipp,
      FEL!X

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  2. Hallo lieber Felix,
    sieht zu verführerisch aus; ich bitte um ein Weihnachtspaket. 😊

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  3. Antworten
    1. Na, bis dann ist es ja noch lange hin...!

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  4. Sehr schöne Idee und natürlich kann man mit der entsprechenden Form stets ansprechenderes "produzieren. ;-)
    Liebe Grüße aus Hamburg,
    Eva

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    1. Gerade dafür finde ich eine Silikonform sehr praktisch: das Bepinseln mit Schokolade wird hier durch tropische Temperaturen nicht nur zu einer echten Herausforderung, sondern zu einer veritablen Sudelei!!!

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