9. Dezember 2015

KARTOFFELBEILAGEN #3

Über «Bärner Röschti mit Schpäck» 
aus gekochten, oder Rösti aus bei 72 Grad vorgegarten Kartoffeln und über «pommes Anna» (Kartoffel-Rosetten) habe ich bereits berichtet.

Hier geht es nun um
kleine Portionen-Rösti aus rohen Kartoffeln. Diese nennt man auch «Paillasson», was auf Französisch «Strohmatte» bedeutet.



RÖSTI aus rohen Kartoffeln

«Paillasson de pommes de terre»
2–4 Portionen als kleine, elegante Beilage

200 g eher fest kochende Kartoffeln
     schälen, mit einem Hobel (Trüffelhobel!) oder sehr scharfen Messer in höchstens 3 mm dünne Scheiben, und diese in ebenso schmale Julienne schneiden. In etwa 4 Lagen zwischen Haushaltpapier gut trocknen.

Salz, Pfeffer aus der Mühle
wenig Thymian
2 EL geschmolzene Bratbutter

     mit der Julienne in einer Schüssel mischen.

     Auf einem beschichteten Kuchenblech mit Hilfe eines Stahlrings von 10 cm ø 4 Röstis formen (mit den Fingern, weil mit Besteck die Julienne-Streifen alle in eine Richtung zu liegen kommen!).

     Backofen auf 180 °C (O+U) vorheizen.
     30 Minuten backen, nach 20 Minuten wenden.
     Die Garzeit kann je nach Ofenleistung variieren.

Vorbereiten:
Die Julienne zwischen dem Haushaltpapier belassen, erst vor dem Backen mit den weiteren Zutaten mischen und formen.


Die Rösti kann auch als grösserer Kuchen in einer Bratpfanne zubereitet werden:

200 g eher fest kochende Kartoffeln
     wie oben vorbereiten.

Salz, Pfeffer aus der Mühle
wenig Thymian
     würzen, mischen.

2 EL Bratbutter
     Kartoffel-Julienne mit 1 EL Butter in eine kleine Bratpfanne von etwa 20 cm ø geben, verteilen. Bei mittlerer Hitze zugedeckt 15–20 Minuten braten, bis die Unterseite goldbraun ist. Rösti wer sich traut in der Luft, oder mit Hilfe eines Tellers wenden.
      Restliche Butter dazugeben und 10 Minuten offen fertig braten.

Wichtig: die Kartoffeln dürfen – ob ganz, in Scheiben oder Julienne geschnitten – nie in Wasser gelegen haben.

Tipps:
  • ein scharfer Hobel oder ein blitzscharfes Messer ist Voraussetzung, denn nur so werden die Schnittflächen der Kartoffeln glatt und nehmen weniger Butter auf
  • in einer Bratpfanne von 20 cm ø nicht mehr als 200 g Kartoffeln zubereiten. Für mehrere Portionen einzeln braten und zwischen Haushaltpapier im 80 °C heissen Backofen warm halten








Kommentare:

  1. Ja, so wird die Rösti aus rohen Kartoffeln nicht etwas matschig, gut gemacht. Die Portionen sehen niedlich aus, schön.
    Ich bin gerade auf dem Sweet Potato (Man) Trip, da in unserem Färmchen so viele gewachsen sind, zB Gartin Form, 1 Lage gescheibelte Man, 1 Lage Tomatenscheiben, 1 Lage Man, 15 min im Microwave, Mozzarella drauf + 2 min, nicht lachen, bitte. Gut gewürzt mit Salz, Pfeffer und Chili-Pulver recht ansprechend.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das kommt auf jeden Fall sehr lecker heraus – warum sollte ich lachen?!
      Süsskartoffeln sind ja auch sehr vielseitig und lassen sich gut kombinieren, wie deine Anregung zeigt.
      Einen Paillasson habe ich zwar damit noch nie gemacht, wäre aber durchaus möglich.
      FEL!X

      Löschen
    2. Lachen wegen des Microwaves statt Ofen, meinte ich :-)

      Löschen
    3. Wenn das in der Mikrowelle gut funktioniert, ist es doch gut!
      Meine MW brauche ich eigentlich nur, um Bouillon und Fond aufzutauen – und auch mal einen auf Vorrat eingefrorenen Fisch für den Kater!
      FEL!X

      Löschen
  2. Rohe Rösti ist (als Alternative/Abwechslung) ganz was Feines. Bis auf das "Mü" Thymian brutzle ich sie gleich wie du. Das nächste Mal werde ich diesen beifügen. Bin gespannt wies's mundet.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Thymian tut Kartoffeln gut, übrigens auch Majoran (in diesem Fall besser getrocknet, als frisch). Je nachdem, womit das Gericht (zu dem der Paillasson serviert wird) gewürzt ist, kann man mit dem Kräutlein variieren oder natürlich auch weglassen.
      FEL!X

      Löschen
  3. Dnake für das Rezept! Gutes "Beilagen-Rezepte" kann man nie genug haben! :-)
    Liebe Grüße aus Hamburg,
    Eva

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Wohl wahr! Und ausserdem: einmal vorbereitet backt es ja von alleine!
      FEL!X

      Löschen
  4. Lieber Felix!
    Die Röstis erinnern mich wirklich an Strohmatten :) Kannst du mir einen Tipp geben, wo man einen passenden Hobel kaufen kann?
    Gruß, Jana

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Jana!
      Also am liebsten verwende ich wirklich den Trüffelhobel von ROESLE, weil ich diesen individuell einstellen kann. Die Scheiben schneide ich dann mit einem grossen Messer in Streifen.
      Es gibt auch einen Hobel, der direkt Julienne schneidet, diese sind mir jedoch für diese Zubereitung fast zu fein. Dann gibt es neu von Victorinox einen Julienne-Schneider, der zwar schöne, festere Julienne schneidet, jedoch wohl eher für Karotten als Kartoffeln geeignet ist.
      Alle drei findest du oben im Menü «Tipps&Tricks» genau beschrieben.
      Mit besten Grüssen,
      FEL!X

      Löschen