2. Dezember 2015

NOCH EIN BLECHKUCHEN...

...oder doch eher Kuchenwürfel – oder vielleicht gar ein Kuchenstern für den Advents-Kaffee-Tisch?
Ein vielseitiger Blechkuchen, den man in ganz verschiedener Form präsentieren kann!

Ich habe mal wieder
in einem Kochbuch* geblättert. Bin auf ein Gebäck mit Zimt-Zucker gestossen – und schon war es um mich geschehen: «what a boy wants...»!

Ceylonzimtstangen
Was besser
als Zimt versetzt in weihnachtliche Stimmung?
Es geht um einen Blechkuchen, den man in kleine Würfel schneidet, um ihn wie Konfekt zu vernaschen.
Die zwei verschiedenen Teigschichten tragen zum Genuss bei, wobei die Zimt-Zucker-Kruste natürlich das Tüpfelchen auf dem i ist.

Zimt ist nicht gleich Zimt
Der hellbraune, ceylonesische Zimt (Cinnamomum zeylanicum) aus Sri Lanka zeichnet sich durch sein feines, angenehm warmes, fast feuriges Aroma aus.
Daneben gibt es chinesischen Kassia- (Cinnamomum cassia) und vietnamesischen Saigon-Zimt (Cinnamomum loureiroi). Beide sind zwar ebenfalls aromatisch, jedoch stumpfer, weniger lebendig und von dunklem Braun.

Bei allen Zimtarten
handelt es sich um die abgeschälte Innenrinde (der Bast zwischen Baum und Borke). Einzelne Stücke werden zusammengeschoben und rollen sich beim Trocknen zu Stangen. Beim Ceylonzimt werden ausschliesslich junge Zweige geschält, bei Kassia aus China die ausgewachsenen Bäume. Kassia ist dadurch billiger und wird deshalb in grossen Mengen für industriell gefertigtes Gebäck verwendet. Zimtsterne aus dem Supermarkt enthalten meistens Kassiazimt. Ceylonzimt kostet etwas mehr, zählt jedoch nicht zu den wirklich teuren Gewürzen.



ZIMTWÜRFEL

ein Blechkuchen zum Naschen
für ein Kuchenblech von 25x25 cm
100 Würfel

Einkaufsliste zum Ausdrucken

1 Backblech von 25x25 cm
     mit Backpapier auslegen.

Karamellsirup:
30 g Demerara-Zucker (grober Rohrzucker)
     in einem Chromstahlpfännchen auf mittlerem Feuer hellbraun karamellisieren.

100 ml Wasser
ein paar Tropfen Zitronensaft
     ablöschen (Achtung: es kann spritzen!). Auf kleinem Feuer rühren, bis sich der zum Teil erstarrte Karamell wieder aufgelöst hat.
     Hitze erhöhen, auf 50 g einkochen lassen (siehe Tipp).
     Zugedeckt vollständig auskühlen lassen.

Zimt-Zucker:
20 g Zucker
1 TL Zimtpulver (Ceylonzimt)
     mischen.

Rührteig (1):
75 g Butter, weich
75 g Zucker
1 Pr. Salz
     hell schaumig rühren, was mit einer Küchenmaschine etwa 5 Minuten dauert.

40 g Ei (1 kleines Ei)
50 g Rahm
     verquirlen, nach und nach darunter rühren.

150 g Weizenmehl Typ 550
1 TL Backpulver
     zusammen sieben, nach und nach beigeben, mischen [KitchenAid: Flachrührer].
     Teig esslöffelweise in der vorbereiteten Form verteilen, mit Klarsichtfolie bedecken. Mit der flachen Hand glatt streichen. Wer einen dieser kleinen Teigroller besitzt (die aussehen wie ein Mini-Farb-Roller!) sollte ihn benutzen, sonst geht das auch mit einer kleinen, zylindrischen Glasflasche (siehe Bild). Die Schicht soll überall gleich dick sein.
     Folie wieder entfernen.

Rührteig (2) mit Karamell:
125 g Butter, weich
125 g Zucker
1 TL Vanillezucker
1 Pr. Salz
     hell schaumig rühren, was mit einer Küchenmaschine etwa 5 Minuten dauert.

40 g Ei (1 kleines Ei)
50 g Rahm
     verquirlen, nach und nach samt dem Karamellsirup darunter rühren.

125 g Weizenmehl Typ 550
     sieben, nach und nach beigeben, mischen [KitchenAid: Flachrührer].
     Teig esslöffelweise auf dem Rührteig (1) in der Form verteilen, mit einem Silikonspachtel glatt streichen.
     Mit dem Zimt-Zucker gleichmässig bestreuen, was am besten mit einem Zuckerstreuer geschieht (siehe Bild).

     Bei 180 °C (O+U) ca. 30 Minuten backen. In der Form auskühlen lassen.

     In 10 etwa 2,5 cm breite Streifen und diese in Würfel schneiden.

Als Kuchen in Sternform:
     Oder man schneidet die Streifen in spitze Rauten und setzt diese zu einem Stern zusammen.

Tipps:
  • die Würfel halten sich, in einer Box verpackt, bei Küchentemperatur 2–3 Tage (aber wahrscheinlich sind sie schon vorher weggenascht!)
  • um beim Reduzieren des Karamellsirups die richtige Menge festzustellen, muss man diesen nicht in ein neues Gefäss zum Abwiegen giessen, sondern merkt sich das Gewicht der leeren Pfanne, addiert 50 g dazu und kann nun das Ganze auf der Waage kontrollieren
  • wer kein quadratisches 25-cm-Blech besitzt, kann eine runde Kuchenform von 28 cm ø verwenden
  • im grossen Blech des Backofens (ca. 30x40 cm) gebacken, braucht es die doppelte Menge aller Zutaten

Weitere Blechkuchen:
Blechkuchen mit Nüssen






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* Das Buch möchte ich lieber nicht weiter empfehlen. Es enthält Zubereitungen, die selbst für nicht-Kalorien-zählende Menschen jenseits von Gut und Böse liegen. Halt amerikanisch (very sorry!) mit Zuckermengen im Kapitel «Sweets», die ihrem Namen alle Ehre (oder doch eher nicht?) machen.
Die Zucker- und Buttermengen des Originalrezepts habe ich drastisch reduziert, die Leute aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten schöpfen mir mit ihren Cups einfach zu viel des Guten in einen Teig...
Ich finde es fast schon unverantwortlich, solche Rezepte auf unbedarfte Leser ohne Warnhinweis – «... bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker...» ­– loszulassen.

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sind mein Beitrag im Dezember für den «Kuchen-Kalender», einem Jahres-Event bei SUGARPRINCESS

Kommentare:

  1. Fantastisch! Vor etwa 2 Wochen plante ich, bald einen Kuchen zu backen. Vorgestern stand ich auf die Waage, 6 kg zu viel, habe die letzten Wochen wieder ab und an selbst gekocht und viel gegessen, und der Wein, das Bier. Jetzt darf ich solche Leckereien für einige Zeit nicht mehr anschauen. Weihnachten ohne Guetzli.

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    1. Fast habe ich Bedauern mit dir – aber nur fast!!!
      Kann es jedoch gut nachvollziehen: wenn ich europäisch koche, kommt meistens Rahm und Butter ins Spiel...
      Und Emma? Bekommt nicht ein einziges Mailänderli?!
      FEL!X ;o)

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    2. Guetzli mache ich dann schon noch ein paar, für Emma und Miao und zum Verschenken, aber eben nicht für mich - letzteres ist der Plan, die Absicht :-)

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    3. Dann wünsche ich dir doch einen festen Willen für deinen Plan!
      Vielleicht könntest du dich ja auch mit Brigitte (siehe unten) absprechen, wie sie das macht...

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  2. Und ich habe mich gestern in der Stadt verschönern lassen. Friseur. Dann noch eine Hose gekauft und musste leider eine Nummer größer vermerken. Na denn, selbst schuld. Bis zum nächsten Urlaub muss das wieder runter und das schaffe ich auch noch mit Deinem leckeren Kuchenrezept ☕️🍪

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    1. Musst ja nicht gleich alle aufs Mal verputzen!!!
      FEL!X

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  3. Eine richtig schöne Idee! Sieht einfach toll aus. Danke für deine Teilnahme am Calendar of Cakes im Dezember und süße Grüße!
    Yushka

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    1. Danke für dein Kompliment und: es war mir ein Vergnügen!
      FEL!X

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