16. Januar 2016

MUJADDARA

Die libanesische Küche 
ist zwar vor allem bekannt für ihre «Mezze»: kleine, schmackhafte Gerichte, die meistens als Teil einer Mahlzeit serviert werden. Eintopfgerichte mit Hülsenfrüchten sind jedoch ebenfalls wichtige Bestandteile der Landesküche des Libanon.

Mujaddara
nennt sich einer dieser Eintöpfe aus Linsen und Reis. Er wird – wie stets bei traditionellen Gerichten – von jeder Familie ein bisschen anders zubereitet. Das Rezept dazu habe ich von einer Bekannten aus Beirut erhalten.



MUJADDARA | LENTILS, ONION & RICE

Eintopf aus Linsen und Reis mit Zwiebeln
2 Portionen als Hauptgericht

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1/3 Tasse (65 g) grüne Linsen, siehe auch Tipp
1,5 Tassen (350 ml) Wasser
     Linsen waschen, mit dem Wasser aufkochen, 10 Minuten zugedeckt köcheln lassen.

1/2 Tasse (90 g) Langkornreis, z.B. Basmati oder Carolina Reis 
1 Würfel Gemüsebouillon (oder 2 EL Gemüsebouillon-Konzentrat, siehe hier!)
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1/2 TL Kreuzkümmelpulver
1/2 TL Korianderkörner, frisch gemahlen
5 cm
Zimtstange

     beigeben, würzen, halb zugedeckt 15–20 Minuten fertig garen. Ab und zu umrühren, damit nichts ansetzt. Sollten die Linsen noch nicht gar sein, etwas Wasser beigeben und fertig kochen.

1 grosse gelbe Zwiebel (100 g), in Lamellen
1 rote Chilischote, gehackt
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
3 EL Olivenöl

     unterdessen Zwiebelstreifen und Chili samt Pfeffer im Öl knusprig rösten. Herausheben, beiseite stellen.
     Öl aus der Pfanne unter den Linsen-Reis mischen, Zimtstange entfernen. Mit den Zwiebeln anrichten.

180 g Naturjoghurt, z.B. griechischer Joghurt 
     dazu servieren.

wenig scharf

Tipp: wer auf den Verzehr von Hülsenfrüchten empfindlich reagiert, sollte auch Linsen vor dem Kochen einige Stunden in kaltem Wasser einweichen, obwohl dies nach den Angaben auf der Packung nicht mehr nötig ist. Hülsenfrüchte werden bekömmlicher, wenn man es trotzdem tut. Das Einweichwasser zum Kochen verwenden, es haben sich darin wertvolle Nähr- und Aromastoffe gelöst. Ausserdem sollen Hülsenfrüchte, die im Einweichwasser gekocht wurden, leichter verdaulicher sein, als in frischem Wasser gegarte.


Kommentare:

  1. Ich lese sie ja alle, Deine herrlichen Rezepte und dieses ist mal wieder eins für mich. Einfach und trotzdem raffiniert. Meine Mutter wird es mögen; sie liebt Eintöpfe. Und ich ebenfalls. Der Tip mit dem einweichen könnte von Mutter sein, immer hab ich noch im Ohr: 'Kind vergiss das Einweichen nicht'.
    Bei frostig kalter Schneelage kommt dieses Gericht doppelt gut daher.
    Gruss ⛄️⛄️

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    1. Jaaa Kind – ääh – Brigitte: immer schön einweichen! (ich kann's nicht oft genug schreiben, machen sollten es dann alle selber...)
      Und ein Dank an die treue Leserin,
      FEL!X (28 Grad, ich weiss: Ü-Kü...)

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  2. Solche "Arme-Leute-Gerichte" mag ich sehr, und dazu sieht Deins sehr lecker aus. Ich werde auch dieses nachkochen. Erst- und bislang letztmals kochte ich es noch in der Schweiz, lang ist's her, kurz nachdem es Robert gebracht hatte.

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    1. Ich bereite es seit vielen Jahren so zu: gerne und oft. Die Kombination mit Joghurt (wöchentlich selbst gemachtes Crème-Joghurt!) ist frisch und herzhaft zugleich.

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    2. Hab nach dem Rezept für den Creme Joghurt gesucht und nichts gefunden. Wie stellst Du es her? Alle Joghurts enthalten Zucker, gehts auch ohne?

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    3. Creme Joghurt ist eine der vielen Sorten von Joghurtkulturen, die es als Pulver zu kaufen gibt. Einmal angesetzt, nimmt man vom so zubereiteten Joghurt immer wieder einen EL, der mit 45 Grad warmer Milch gemischt, nach 6 Stunden brüten (so der Fachausdruck) wieder den selben Joghurt ergibt.
      Zucker hat im Joghurt gar nichts verloren.

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