6. April 2016

ALLA PERUGINA

Nicht alles, was ich koche
wird mit der Kamera für mein Blog festgehalten. Falls doch, sind manchmal ein paar Bilder, die ich sichte (erst anderntags, weil bei mir stets heiss serviert wird!), optisch einfach nicht richtig einladend und ich denke dann «DAS will bestimmt niemand nachkochen». Vielleicht falsch gedacht, solange das Geschmackserlebnis stimmt.
Hier stimmt es ganz besonders!

Alla Perugina
heisst zwar «nach Art von Perugia», die Schnitzelchen mit Prosciutto und Hühnerleber könnten jedoch aus jeder Stadt in Mittelitalien stammen.



SCALOPPINE ALLA PERUGINA

Schnitzel mit Rohschinken und Hühnerleber
2 Portionen als Hauptgericht

Einkaufsliste zum Ausdrucken

1 EL Kapern (vorzugsweise aus dem Salz)
     wässern.

30 g Parmaschinken, nicht zu dünne Tranchen
50 g Hühnerleber
1/2 Zitrone [FEL!X: Limette und Limettenblätter, siehe nachstehend]
2 Sardellenfilets
1 Knoblauchzehe
5–10 frische Salbeiblätter (je nach Grösse)

     Rohschinken und Leber 1/2 cm gross würfeln. Zitronenschale dünn abziehen, samt Sardellen, Knoblauch und Salbei fein hacken. Abgetropfte Kapern beigeben, alles mischen, beiseite stellen.

200 g Schweins- oder Kalbsschnitzel, dünn und eher klein 
     falls dicker als 1/2 cm, sollten die Schnitzelchen zwischen Klarsichtfolie leicht plattiert werden.

Kann bis hierher vorbereitet werden!

     Backofen samt einer Servierplatte auf 80 °C vorheizen.

2 EL Olivenöl zum Braten
Gewürzsalz 

     Schnitzelchen im sehr heissen Öl beidseitig kurz zu schöner Farbe braten.
     Zitronenhälfte darüber auspressen, würzen.
     Herausheben, im Ofen warm stellen.

Salz, Pfeffer aus der Mühle 
     Schinken-Leber-Mischung in der selben Pfanne ebenfalls sehr heiss und unter Wenden kurz braten.
     Würzen und auf den Schnitzelchen verteilen.

wenig Wasser oder Weisswein
     Bratsatz in der Pfanne auflösen, einkochen, über alles träufeln.

     Dazu passt Risotto oder frische Tagliatelle lediglich in etwas Butter geschwenkt.

nicht scharf

Tipp: die Mengen können beliebig vervielfacht werden. Schnitzel bei mehr als 4 Stück portionenenweise braten.

In eigener Sache: Zitronen gibt es hier lediglich (aus China?) importiert, Limetten wachsen hingegen überall, sogar in meinem Garten. Also verwende ich lieber Limetten, deren Schale allerdings – selbst hauchdünn abgezogen oder gerieben – beim Erhitzen gerne bitter wird. Fein gehackte Kaffirlimettenblätter sind mir deshalb ein besserer Ersatz für Zitronenschale.



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