12. Dezember 2016

FESTTAGSMENÜ | EINE ANREGUNG | #5

Alles zum Vorbereiten!
Hier kommt in Folge ein STRESSFREIES Menü für Festtage aller Art.

Den Auftakt
machte bereits ein MANDARINEN-FIZZ, ein spritzig-fruchtiger Cocktail, gefolgt von gratinierten JAKOBSMUSCHELN MIT SAUCE MORNAY AUF SPINAT und einem SELLERIESÜPPCHEN.
Meine Anregung für ein Hauptgericht waren ENTENBRÜSTCHEN AUF ZWIEBEL-CONFIT MIT POMMES «ANNA».

Nun kommt als Dessert
ein Halbgefrorenes, nämlich ein MERINGUE-PARFAIT MIT GLÜHWEIN-ÄPFELCHEN.
Das Parfait ist weiss wie Schnee – falls draussen keiner liegt – und es braucht auch gar keine Eismaschine dazu. Die Äpfel sind einheimisch, denn Erdbeeren dürfen im Dezember gerne dort bleiben, wo immer sie in dieser Jahreszeit gedeihen!

Wer eine Pyramidenform
besitzt, kann aus dem Parfait Dreiecke schneiden, es können aber auch einfach Kugeln geformt werden.



FESTLICHES DESSERT

MERINGUE-PARFAIT MIT GLÜHWEIN-ÄPFELCHEN

bis zu 12 Portionen (Dreiecke), bei Kugeln weniger

Einkaufsliste zum Ausdrucken

AM VORTAG
ODER SOGAR EINIGE TAGE IM VORAUS


Meringue-Parfait:
1 Pyramidenform von 30 cm Länge, siehe unten: Info zur Form (oder eine Kühlschrankbox)
ein paar Tropfen Öl
Klarsichtfolie

     Form leicht ölen (erleichtert das Auslegen mit der Folie ungemein!), mit Klarsichtfolie auslegen (die Box braucht das nicht, sofern daraus Kugeln geformt werden).



75 g Meringue-Schalen (Baisers) 
     selbst gemacht siehe hier: ganz unten! Das Rezept ergibt etwa 100 g Schalen, wobei zum Garnieren auch ein paar kleine «Tupfer» gespritzt werden können.
     Wer Meringue-Schalen nicht selber backen will, verwendet eben gekaufte.
     Schalen mit einer Gabel fein zerdrücken (jedoch nicht pulverisieren!).

300 ml Schlagrahm
4 cl Kirsch (auch Cointreau oder Grand Marnier)

     Rahm steif schlagen, mit dem Kirsch mischen.
     Zerdrückte Meringue-Schalen darunterziehen. In die vorbereitete Form füllen, glattstreichen.
     Mit Klarsichtfolie bedecken. Im Tiefkühler über Nacht fest werden lassen.

AM VORTAG

Glühwein-Äpfelchen:
125 ml Rotwein
75 ml Wasser
15 ml Aceto balsamico rosso
65 g Zucker
5 cm Zimtstange
2 Nelken

     in einem Pfännchen mischen, aufkochen.



2–6 kleine Äpfel (Menge je nach Anzahl Portionen)
     schälen, halbieren, Kerngehäuse ausstechen. Apfelhälften mit der Rundung nach unten in die heisse Flüssigkeit legen. Die Flüssigkeit soll die Äpfel bedecken, allenfalls etwas Wasser beifügen. Einmal aufkochen, dann zugedeckt ziehen lassen (nicht mehr kochen lassen!), sie müssen bissfest bleiben, was je nach Apfelsorte lediglich 10–15 Minuten dauert.
     Apfelhälften herausheben, mit 3–4 EL der Garflüssigkeit in einen Gefrierbeutel geben, möglichst ohne Luft verschliessen, sofort in den Kühlschrank legen, damit sie nicht nachgaren.
     Flüssigkeit absieben, leicht reduzieren (lediglich, um den Alkohol verdunsten zu lassen), zugedeckt ebenfalls kühl stellen.


EINIGE STUNDEN VOR DEM SERVIEREN

     Apfelhälften «à cheval» schneiden: in dünne Scheiben schneiden, so dass diese an einer Seite jedoch noch zusammenhalten. Mit der flachen Hand sanft auf die Rundung der Äpfel drücken, damit sie sich auffächern. Nebeneinander in eine flache Kühlschrankbox legen und bis zum Anrichten zugedeckt beiseite stellen.


ANRICHTEN

     Von der reduzierten Garflüssigkeit je 1–2 EL auf kleine, tiefe Teller (oder Dessertschalen) geben. Parfait und je 1 Apfelhälfte darauf anrichten.

Parfait aus der Pyramidenform:
     Folie von der Oberfläche entfernen/zurückschlagen, Parfait stürzen, Form und Folie abheben. In 12 Tranchen (= Dreiecke) à 2,5 cm schneiden.
Parfait aus der Kühlschrankbox:
     mit einem Glacé-Portionierer Kugeln formen, oder mit einem heissen Messer in grosse Würfel oder Tranchen schneiden.

Tipp: die Menge an Kirsch (oder einer anderen, hochprozentigen Spirituose) ist nötig, damit das Parfait nicht steinhart wird. So ist es direkt aus dem Tiefkühler formbar.

Falls Kinder mitessen: das Parfait enthält Alkohol! Kids haben jedoch eh lieber ein Eis am Stiel, einen Ping...-Eisbecher oder so!

Information zur Form: Ich habe eine Pyramidenform von 30 cm Länge und 6,5 cm Höhe mit 450 ml Fassungsvermögen verwendet: die Höhe/Volumen der Form spielt jedoch keine Rolle, falls sie höher als 6,5 cm ist, wird sie einfach nicht ganz gefüllt, falls sie jedoch länger ist, braucht es mehr von der Masse.

Nachtrag: übrig gebliebenes Parfait schmeckt (mangels Glühwein-Äpfelchen) auch sehr gut mit einem Klecks Bitterorangen-Marmelade (Thick Cut Orange Spread)!


Kommentare:

  1. So eine Form habe ich sogar! In einer viel zu kleinen Küche muss man wissen, was wirklich wichtig ist. ;)

    Ein sehr schönes und einfach zu machendes Dessert.

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    1. Danke, Susi!
      Ja, es lohnt sich stets, sich für ein paar wenige, jedoch effektvolle und nützliche Dinge in der Küche zu entscheiden! Mit Hilfe der Pyramidenform backe ich auch Plätzchen (dreieckig statt rund von einer Rolle geschnitten), lasse eine Mousse oder eine kalte Terrine darin fest werden, siehe auch Gazpacho-Terrine!
      Mit besten Grüssen nach Wien,
      FEL!X

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