28. Januar 2017

JAZZY DISHES

Musik 
gehört für mich zum Leben, wie Essen und Trinken.
Vor allem beim Kochen und Geniessen beflügelt mich Musik. Sei es, um eine Stimmung zu begleiten, oder auch um ein bestimmtes Gericht zu untermalen.

Bereits
beim Vorbereiten in der Küche kommt es vor, dass ich einen bestimmten Musikstil hören will – ja: muss! – weil dieser und kein anderer für mich gerade passt, mich anregt und inspiriert.

Für nachstehende Zubereitung 
lege ich gerne Jazz von Gene Harris auf: seine Interpretation von George Gershwins «Summertime» lässt mich an Sommer denken, selbst wenn draussen (noch längst) nicht «Summertime» herrscht!



SALAT MIT ROHEM THUNFISCH «THAI STYLE»

kein authentisches Thai-Gericht, eher eine Art «Ceviche»
4 Portionen als Vorspeise

Einkaufsliste zum Ausdrucken

3 STUNDEN VOR DEM SERVIEREN:
150 g frisches Bonito-Thunfischfilet (Sushi-Qualität)
1/4 TL Fleur de sel (oder Meersalz)
     Fisch in ca. 1/2 cm grosse Würfel schneiden, mit dem Salz mischen, kurz ziehen lassen: das Salz macht den Fisch für die Marinade empfänglicher.



MARINADE:
1–2 Büschelchen Koriander, Wurzel samt Stängeln gehackt (Blättchen beiseitelegen)
1 Knoblauchzehe, grob gehackt
2–3 kleine Thai Chilis (Phrik ki-nuu), grob gehackt
1 St. Zitronengras, weisse Teile gehackt
     im Mörser zu einer Paste zerstossen.

50 ml Limettensaft (Limettenpresse!)
1 EL Fischsauce
2 TL Palmzuckersirup (oder 1 TL Zucker)
     dazugeben, mischen.
     Wer eine kleine Kräutermühle oder einen kleinen Cutter besitzt, kann die Marinade auch damit zubereiten.

     Fischwürfelchen mit der Marinade mischen, zugedeckt im Kühlschrank mindestens 2 Stunden ziehen lassen. Nach 1 Stunde ein Mal gut durchmischen.



45 MINUTEN VOR DEM SERVIEREN:
2 Filoteigblätter, 125x125 mm, oder Strudelteig
wenig Öl zum Braten
     Teigblätter, falls gefroren, zugedeckt auftauen lassen. Jedes Blatt in 4 Quadrate schneiden.
     Öl 1 cm hoch in einer kleinen Bratpfanne erhitzen, die Teigquadrate darin einige Sekunden halbschwimmend ausbacken.
     Auf Küchenpapier abtropfen lassen.

ein Stück Kokosfleisch, frisch
     mit dem Sparschäler dünne Streifen hobeln.

1 kleine Gurke, 70 g (oder 100 g Salatgurke)
1 TL Salz
     Gurke 1/2 cm gross würfeln (Salatgurke entkernen!), in einem Sieb mit dem Salz mischen, 30 Minuten ziehen lassen.

2–3 Limettenblätter
     Mittelrippen entfernen, Blätter quer in haarfeine Streifen schneiden.

3–4 kleine Thai-Schalotten
Eiswasser
     Schalotten in feinen Scheibchen direkt in das Eiswasser hobeln. So werden sie richtig knackig.

FERTIGSTELLEN:
     Gurkenwürfel kurz überbrausen, Schalotten beigeben, beides im Sieb gut abtropfen lassen.
     Samt Limettenstreifen und Korianderblättchen zum Fisch geben, mischen.
     In Cocktail-Gläsern samt den Filoteig-Quadraten und dem gehobelten Kokosfleisch anrichten.

mittelscharf

Tipps:
  • wer keinen Koriander mag, verwendet Pfefferminze (selbstverständlich ohne Würzelchen und Stängel!)
  • Bonito [lat. Katsuwonus pelamis] ist ein kleiner Verwandter des Thunfischs, bis maximal 80 cm lang. Er ist der kommerziell wichtigste Thunfisch. Seine Bestände sind nicht gefährdet und gelten als relativ stabil 

Dies ist mein Beitrag
zu Barbaras Blog-Event «Jazzy Dishes» von EINTOPFHEIMAT!

Kommentare:

  1. Lieber Felix, dieses Rezept ist ganz nach meinem Geschmack und ich werde mir gleich mal das Musikstück anhören. Summertime können wir in NL ganz gut gebrauchen. Danke fürs Mitmachen!

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  2. Wunderbar! Musik und Salat.

    Ist euer Sommer überhaupt auszuhalten? Sicher sehr heiß und jede Menge Luftfeuchigkeit, oder?

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    1. Ja gell: mit Musik schmeckt alles noch besser!
      Sommer in den Tropen: es kommt darauf an, was man damit meint. Von Dezember bis März ist «Dry Season», d.h. es regnet kaum. Die Temperaturen bewegen sich (hier im Süden) von 24 bis 28 Grad, auch nachts nicht darunter. Wer sich in die Sonne legt, empfindet dies natürlich um einiges heisser! Die Luftfeuchtigkeit liegt derzeit bei 50 Prozent (zum Vergleich: Europa derzeit 75 % und mehr).
      Erst im April kann es ziemlich heiss werden, dann steigt das Thermometer über 30 Grad.
      Auszuhalten ist dies alleweil – warum wäre ich sonst hier?!

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  3. Ein wunderbares Gericht.
    Und ein toller Blog wie mir scheint.

    Schöne Grüße aus Franken
    Peter

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    1. Danke für dein Kompliment, Peter!
      Deine «Jazz-Spiesse» mit Beilagen sehen aber auch sehr lecker aus.
      Mit besten Grüssen aus Fernost,
      FEL!X

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