15. Februar 2017

ERINNERUNGEN: CREVETTEN-COCKTAIL

Das war vielleicht was!
In den 1970-er Jahren: Räucherlachs! Crevetten-Cocktail!
Das leisteten wir uns vom ersten, selbst verdienten Geld, noch in der Ausbildung! Meistens blieb es bei der Vorspeise, ein nachfolgendes Hauptgericht hätte unser Budget glatt gesprengt!

Zu moderaten Preisen
gab es diese Köstlichkeiten in den Mövenpick-Restaurants in Zürich. Elegant serviert, gediegenes Ambiente. Und wir Schnösel genossen es in vollen Zügen!

Schon damals
gehörte ein Crevetten-Cocktail (Garnelensalat) zu den Klassikern – wie auch heute noch.

Gegarte Crevetten
mischt man dafür mit einer Cocktail-Sauce und serviert sie auf einer «Chiffonade» als Basis: in Streifen geschnittener Lattich oder Salat.

Falls dafür
rohe Garnelen verwendet werden, die kurz in Butter sautiert wurden, ist das Geschmackserlebnis deutlich höher, als mit bereits gekocht gekauften.


CREVETTEN-COCKTAIL

Garnelensalat 
4 Portionen als Vorspeise

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COCKTAIL-SAUCE:
60 g Rahmquark
30 g Mayonnaise (hoffentlich selbst gemacht!)
1 TL Tomatenpüree
wenig Wasabi oder Meerrettich (darf keinesfalls vorschmecken!)
wenig Worcestershire Sauce
1 TL Pastis (siehe auch Tipp)
wenig Cayenne (Chilipulver)
Salz, Pfeffer aus der Mühle
1 EL frische Dillspitzen, gehackt (oder 1 TL getrocknete)

     alles mischen, pikant abschmecken, zum Schluss den Dill darunter rühren.

200 g eher kleine, rohe, geschälte Crevetten, nach Belieben ein paar davon mit Schwanzflosse (Crevetten «Tail-on») zum Garnieren
1/2 EL Butter

     Crevetten mit Küchenpapier gut trocknen, in der heissen Butter kurz sautieren, bis sie eine orange-rote Farbe annehmen. Auskühlen lassen, «Tail-on»-Crevetten separat beiseitelegen.
     Wer nur grössere Crevetten erhält, schneidet diese nun in grobe Stücke.

     Die vollständig geschälten Crevetten mit der Cocktail-Sauce mischen und im Kühlschrank mindestens 30 Minuten ziehen lassen.

Kann bis hierher vorbereitet werden!

4–5 grosse Lattichblätter, Endivien- oder Frisée-Salat
     in Streifen schneiden (Chiffonade), in 4 Cocktail- oder andere Gläser verteilen. Die Crevetten samt Sauce darüber geben und die «Tail-on»-Crevetten darauf setzen.
     Sofort servieren.

wenig scharf

Variante:
Crevetten-Salat ohne Chiffonade neben Schnitzen einer Cantaloupe-, Charantais- oder Cavaillon-Melone anrichten!

Tipps:
  • anstelle von Pastis passt auch Cognac oder Brandy, in diesem Fall den Dill durch Petersilie ersetzen
  • frischer Dill schmeckt ziemlich anders, als getrocknete Dillspitzen, also je nach Vorliebe verwenden!
  • einfacher geht es selbstverständlich mit gekauften, bereits gekochten Crevetten. Diese brauchen nicht sautiert zu werden, das gewisse Etwas bleibt damit natürlich aus
  • anstelle von Lattich oder Salat-Chiffonade schmeckt der Cocktail auch mit zerzupften Rucola-Blättchen (Rauke)
  • Crevetten in Cocktail-Sauce eignen sich auch als Belag für Sandwiches und Canapés

Kommentare:

  1. Das ist auch eine meiner ersten kulinarischen Erinnerungen. Was war das damals weltmännisch, wenn man Crevettencocktail kannte und vielleicht sogar gegessen hatte!
    Wir nehmen hier einfach Kren für die Sauce, die europäische Variante von Wasabi.;)

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    1. Oh ja! Und ja: Kren/Meerrettich passt natürlich ebenso gut!

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  2. Eine der wenigen Ausnahmen von "Meeresgekröse", wo ich gerne mit dabei bin. :-)
    Speziell angetan bin ich von deiner Cocktail-Sauce-Mischung. Deine Tipps sind ebenso wertvoll. Besten Dank dafür!

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    1. Na ja, die Cocktail-Sauce wurde natürlich über die Jahre von mir immer wieder etwas angepasst! Diese ist jedenfalls die gerade aktuelle Version.

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  3. Kindheits- bzw. Jugenderinnerungen... herrlich!
    Bei mir übrigens bitte ausnahmsweise mal nicht mit Pastis, sondern unbedingt mit Cognac

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    1. Bist du dir ganz sicher?!!
      Aber eben: am besten so, wie man's gerne mag!

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