22. März 2017

BURGER ODER BRATLINGE?

Wie soll man sie nennen?
Frikadellen oder Buletten? Patties oder Cakes? Vielleicht Pflanzerl, Laibchen oder Bratlinge? Tätschli, Taler oder gar Burger?
Da scheint mir die Bezeichnung Küchlein – aus dem Englischen Cakes – dann doch passender.

ทอดมันกุ้ง
Auf thailändisch ist es ganz klar: Küchlein dieser Art werden «thod-man» genannt, im vorliegenden Fall «thod-man guung» = Prawn Cakes = Crevetten- oder Garnelen-Küchlein.

Wie dem auch sei:
schon so manche Crevetten-Küchlein habe ich ausprobiert, aber so locker und lecker wie diese waren noch keine. Dies liegt nicht nur an den Zutaten allein, vielmehr weil ich die Crevetten nicht einfach gehackt, sondern mit dem Messer klein geschnitten habe.

Für diese Zubereitung
sollte man also Cutter & Co. besser stehen lassen und die Crevetten von Hand klein schneiden: es lohnt sich, denn der Unterschied ist frappant!
Die Konsistenz von Crevetten (Garnelen) könnte man nämlich fast als cremig bezeichnen, sie ist ganz anders, als jene von Fisch. Wenn sie mit dem Cutter gehackt werden, entsteht leicht eine Art klebriger Brei und dieser lässt die Küchlein sehr kompakt werden. Also bitte keine Mühe scheuen!



PRAWN CAKES THAI STYLE

Crevetten-Küchlein thailändische Art
kein authentisches Thai-Gericht
für 12 Stück
2 Portionen als Hauptgericht
4–6 Portionen als Vorspeise 


Einkaufsliste zum Ausdrucken

250 g rohe, geschälte Crevetten (siehe Tipp)
     mit dem Messer klein schneiden [ich habe die Crevetten zuerst längs geviertelt und dann klein gewürfelt], beiseitestellen.



20 g Panko (grobflockige, japanische Brösel)
3 EL Kokosraspel, frisch (oder 2 EL getrocknet)
2 Frühlingszwiebelchen, gehackt (2 EL)
1–2 Büschelchen Koriander, samt Wurzeln gehackt (= 2 EL; einige Blättchen zum Garnieren beiseitelegen)
1 grüne Chilischote, entkernt, gehackt
1 Knoblauchzehe, gehackt
1/2 EL Ingwer, gerieben
     mischen.

1 mittelgrosses Ei (50 g)
2 TL Fischsauce
1 TL Limettensaft (Limettenpresse!)
     verquirlen, dazugeben, gut mischen.
     Alles mit den klein geschnittenen Crevetten gut vermengen.

40 g Panko (grobflockige, japanische Brösel)
     in einer Arbeitsschale verteilen.

     Den Wasabi-Mayonnaise Dip zubereiten, siehe nachstehend.

Kann bis hierher vorbereitet werden!

Reisöl (oder ein anderes Pflanzenöl zum Braten)
     in einer beschichteten Pfanne auf mittlerem Feuer erhitzen. Von der Masse mit 3–4 Fingern (oder mit einem Esslöffel) jeweils ca. 35 g der Masse auf die Panko-Brösel setzen, vorsichtig wenden. Die Masse ist sehr weich und nicht anders formbar, das ist richtig so!
     12 so geformte Küchlein im Öl auf jeder Seite (wirklich nur) 3–4 Minuten goldgelb braten.
     Anrichten und mit den Korianderblättchen bestreuen.
     Mit Wasabi-Mayonnaise Dip servieren, siehe nachstehend.

wenig scharf

Tipps:
  • 500 g mittelgrosse, ganze Crevetten (etwa 35 Stück samt Kopf) wiegen geschält etwa 250 g
  • Küchlein nicht zu heiss braten und nicht mit Öl sparen: beides lässt sie dunkel und unansehnlich werden
  • die Küchlein schmecken auch mit klein geschnittenem Fischfilet, beispielsweise mit Salm (Lachs). Es braucht in diesem Fall etwas mehr Ei: eben, wegen der unterschiedlichen Beschaffenheit von Crevetten und Fisch, siehe oben!

Weitere Küchlein:
Chicken-Cakes (Geflügel-Küchlein)
Gebackene Fischtaler


WASABI-MAYONNAISE DIP

50 g Mayonnaise (hoffentlich selbst gemacht!)
25 g Naturjoghurt oder Halbfettquark
wenig Limettensaft (Limettenpresse!)
1–2 TL Wasabi-Paste (Menge ganz nach Belieben)
wenig Salz
     mischen, abschmecken.

ziemlich scharf (je nach Wasabi-Menge)

Tipp: dieser Dip passt auch zu anderen Küchlein, zu Tempura, Chicken Fingers, zu geräuchertem oder gebratenem Fisch, King Prawns und anderen Meeresfrüchten.



Kommentare:

  1. Das klingt ganz wunderbar. Und man sieht auch nicht, dass da ein Tier verarbeitet wurde, daher nehme ich dieses Rezept sofort mit. Danke für den Tipp, die Crevetten nicht im Mixer zu zerkleinern. Ich neige sonst dazu, die faule Variante zu nehmen, wenn man mir nicht viele gute Gründe dagegen nennt. ;)

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    1. Dies ist mindestens ein Grund – aber ein guter – den Mixer mal stehen zu lassen und zum Messer zu greifen!

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