20. März 2017

AUSSICHTEN UND ANSICHTEN. AHA!

KURIOSES | ERSTAUNLICHES | WISSENSWERTES | ERLEBTES | BANALES | BEMERKENSWERTES | VÖLLIG UNNÜTZES | AHA!
Oder: was mir hier in Thailand so begegnet

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Mein momentaner Ausblick sieht so aus:

Wipfelschau


Von unten nach oben,
das heisst: in die Wipfel der Kautschukbäume sehen, die gerade ihr neues Blätterkleid erhalten haben. Denn nach einer kurzen, herbstlich anmutenden Phase im Februar, während dieser alle Kautschukbäume (und nur diese) ihr gesamtes, leuchtend gelb und rötlich verfärbtes Laub haben fallen lassen, treiben sie im März auch gleich wieder ein neues Blätterkleid und Blüten aus.

Nicht, dass ich jetzt
in eine Genickstarre verfallen wäre, wie Hans-guck-in-die-Luft. Vielmehr liege ich ganz entspannt. Geniesse diesen Ausblick.

Ich bin nämlich gerade
mit einem Schnäppchen nach Hause gekommen. Mit einer Liege, bespannt mit diesem angenehmen Kunststoffgewebe, welches ich zwar seit vielen Jahren kenne, hier aber nur gegen unverschämt hohe Bezahlung zu erstehen ist. Nämlich in diesen Geschäften, die denken, dass alle Ausländer mit einem millionenschweren Rucksack unterwegs seien.

Dort habe ich
allerdings nicht zugegriffen. Das Schnäppchen habe ich im Second Hand Shop entdeckt. Ab und zu halte ich dort an und staune über Krims und Krams, der sich anhäuft.
Gestapelt haben sich auch etwa drei Dutzend dieser bespannten Liegen. Ein Resort hat offensichtlich seinen Bestand an Beach Loungers neu bestückt, die alten Liegen abgestossen.
«Was sollen die Liegen denn kosten?», frage ich. «Tjaaa, wenn Sie alle nehmen...»«Nein, nein,» unterbreche ich den Besitzer, «eine würde mir vollkommen reichen!».
Der Preis: ein «Butterbrot»!

Die Liegen
haben massive, elegant geschwungene Seitenlehnen. Es fällt mir auf, dass sie schon mehrfach gestrichen worden sind. Das sehe ich an kleinen Farbspuren, die sich am Rand des Kunststoffgewebes kaum vermeiden liessen. Also stets gepflegt und noch gut im Schuss.
Ich suche mir die schönste aus, das Gewebe und auch die beidseitig ausziehbaren Ablageflächen müssen intakt sein.

Der Kauf
ist schnell geregelt und ich packe das Schnäppchen auf den Motorradanhänger.

Klar, dass ich
auch noch andere Liegemöglichkeiten habe. Aber die Teak-Liege auf der vorderen Terrasse (Plattform!) ist derart schwer, dass sie nicht einfach mal so über die Treppe in den Garten und wieder zurückgebracht werden kann. Ausserdem verlangt es mir auf jener nach einer weichen Unterlage, was auf einem Gewebe nicht erforderlich ist. Ich kann mich also nach getaner Gartenarbeit und Dusche klatschnass darauf ausstrecken!

Hündin Malì, die Sicherheitsbeauftragte, passt auf das Schnäppchen auf!





Im Moment
herrscht hier die «dry Season» oder Winterzeit (November bis März): Bilderbuchwetter mit blauem Himmel, Temperaturen um die 30 Grad, wenig bis gar kein Regen.
Deshalb ist das Liegen im Garten einfach am Schönsten!

Einen schönen Frühlingsbeginn wünscht euch




Kommentare:

  1. Herrje und ich habe ein kaltes, verregnetes Wochenende hinter mir. Wie sehr ich dich beneide!

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    1. Ich antworte mal mit Emanuel Geibel:

      «Und dräut der Winter noch so sehr
      mit trotzigen Gebärden,
      und streut er Eis und Schnee umher:
      es muss doch Frühling werden.»

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  2. Lieber Felix,
    magst nicht ein wenig von unserem herrlich grau-verregneten Frühlingswetter abhaben?
    Herrlich dein Blick in den Himmel und um diese wunderschöne Liege beneide ich dich ECHT sehr ��
    Ich kann hier nur den feucht kalten Wind genießen, gönne dir aber die ��, ich fahre ja bald ans Meer und dann drückst du mir bitte beide Daumen, dass mir dort die �� wohl gesonnen sein wird.

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    1. ... und weiter geht es mit Emanuel Geibel:

      «Und drängen die Nebel noch so dicht
      sich vor dem Blick der Sonne,
      sie wecket doch mit ihrem Licht
      einmal die Welt zur Wonne.»

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  3. Sehr elegant UND dann noch ein Schnäppchen! So lässt es sich doppelt angenehm ruhen ;-)
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

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    1. Ja, ja, doppelt angenehm, fürwahr!

      Hier kommt der dritte Vers von Geibel:

      «Blast nur, ihr Stürme, blast mit Macht,
      mir soll darob nicht bangen,
      auf leisen Sohlen über Nacht
      kommt doch der Lenz gegangen.»

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