30. Juli 2017

MELONEN-PIZZA

Pizza?!
Ich stelle fest, dass sich in meinem Blog kein einziges Pizza-Rezept befindet, obwohl bei mir Pizza in vielen Varianten bestimmt zweimal im Monat auf den Tisch kommt.
Es gibt Pizzen in so vielen Blogs, dass ich ja nicht auch noch den besten Pizza-Teig aller Zeiten (oder so) posten muss.

Für «Low Carb»-Empfehlungen
gilt selbstverständlich etwas ganz anderes.
Obschon: wenn ich eine Pizza essen mag, esse ich auch eine richtige Pizza. Eine mit dünnem, knusprigem Boden und einem Belag, der (immer wieder!) zum Schwärmen verleitet.
Jedoch: abends liefert mir eine Pizza – wenn ich «Low Carb» (Kohlenhydrat-reduziert) am Abend befolge – einfach zu viel an Kohlenhydraten.

Deshalb
ist mir diese «fake»-Pizza ab und zu sehr willkommen!
Eine Wassermelone macht in Form einer Pizza ordentlich was her – sowohl geschmacklich, wie auch optisch.
Mit herzhaftem Feta, Oliven, etwas Rohschinken und ein paar Minzeblättchen belegt, passt sie hervorragend zur «Low Carb»-Methode am Abend.

Nichts gegen eine richtige Pizza...



MELONEN-PIZZA «LOW CARB»

eine nicht ganz ernst zu nehmende Pizza!
4 Melonen-Pizzen
2 Portionen als Hauptgericht, als Beilage siehe Tipp


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1 Wassermelone, ca. 3 kg (nicht aus dem Kühlschrank!)
     längs halbieren, auf die Schnittflächen legen und aus deren Mitte jeweils 4, also insgesamt 8, etwa 2 cm dicke Scheiben (= Halbkreise) schneiden. Sichtbare Kerne entfernen. Die Halbkreise tortenstückmässig dritteln und jeweils 6 Stücke zu total 4 ganzen Rondellen zusammensetzen (diese Methode tönt vielleicht kompliziert, ist jedoch garantiert einfacher, als 4 ganze, gleichmässig dicke Rondellen aus einer Melone zu schneiden).



3–4 Zweige Pfefferminze
100 g Feta

     Minzeblättchen zupfen (ein paar zum Garnieren beiseitelegen), in Streifen schneiden. Feta würfeln, zerbröckeln und dabei mit den Minzestreifen mischen.
     Auf den Melonenstücken verteilen.

6 schwarze Oliven
     in Streifen schneiden, darüber verteilen.

100 g Rohschinken, in dünnen Tranchen (nach Belieben) 
     je nach Grösse halbieren oder dritteln, aufrollen und je 1 Röllchen auf die Melonenstücke setzen.

1 EL Pinienkerne
     in einer beschichteten Bratpfanne ohne Fett goldbraun rösten. Darüber streuen.

1 TL Balsamico-Reduktion
     darüber träufeln.

schwarzer Pfeffer 
     grob darüber mahlen (salzig sind bereits Feta-Käse und Rohschinken!).

     Mit den restlichen Minzeblättchen bestreuen.

nicht scharf

Tipps:
  • wer Feta nicht so gerne mag, nimmt zerzupften Büffel-Mozzarella
  • diese «Pizza» passt auch hervorragend als Beilage zu Grilladen 
  • die restliche Melone erfrischt (unbelegt!) auch tagsüber!

Inspiration: Springlane
Mit kleinen Änderungen habe ich Zutaten und Mengen auf meine Geschmacksempfindung abgestimmt.

Weitere Zubereitungen mit Wassermelone:
Melonen- und Caprese-Häppchen
Melonensalat mit Estragon
Melonen-Sorbet

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Wer sein Gewicht
halten will, kann beispielsweise beim Abendessen Kohlenhydrate weglassen oder stark reduzieren.

Das Low Carb Prinzip
Kurz: Bei einer Kohlenhydratreduktion wird der Blutzuckerspiegel relativ tief gehalten, so dass es zu keiner grossen Insulin-Ausschüttung kommt. Dadurch wird der Abbau von Körperfett angekurbelt.

Mehr Informationen gibt es bei mir auf dieser Seite:
LOW CARB: Voller Geschmack, wenig oder keine Kohlenhydrate



28. Juli 2017

BASILIKUM – HOCHAROMATISCHES KÜCHENKRAUT

Das Kräutlein
ist gar kein Italiener, wie man landläufig vermuten könnte! Obwohl die zarten Blättchen aus der mediterranen Küche ja nicht mehr wegzudenken sind, stammen sie ursprünglich aus Indien. Über Persien und Griechenland fand Basilikum schliesslich auch nach Italien.

Tonangebender Einzelgänger
Basilikum hat einen kräftigen Geschmack, der beim Würzen möglichst allein verwendet werden soll. Eine Spur Piment oder Nelkenpulver intensiviert sein Aroma.



BASILIKUMSÜPPCHEN MIT TOMATEN-TATAR UND FILO-CRACKERS

4 Portionen als Vorspeise

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VORBEREITEN
EINIGE STUNDEN IM VORAUS, ODER AM VORTAG


TOMATEN-TATAR:
300 g Tomaten
     in kochendem Wasser 20–30 Sekunden blanchieren. Kalt abschrecken, die Haut abziehen, vierteln. Kerne samt dem inneren Fleisch herausschneiden (siehe auch Tomaten schälen und entkernen), mixen (siehe Tipp), durch ein Sieb in ein Pfännchen streichen, beiseitestellen.
     Tomatenviertel (= Aussenwände) 0,5 cm gross würfeln und in eine Schüssel geben.

3–4 schwarze Oliven, Brunoise
1 EL Kapern aus dem Salz, gewässert
1 Frühlingszwiebelchen, fein gehackt
1 Sardellenfilet, gehackt
1 TL Balsamico-Reduktion
1 TL Olivenöl
Salz, Pfeffer aus der Mühle

     mit den Tomatenwürfelchen mischen, abschmecken.

1 Blatt Gelatine (1,6 g)
     in kaltem Wasser einweichen.
Tomatenflüssigkeit im Pfännchen leicht erwärmen, Gelatineblatt abtropfen und darunter schwingen.
Mit den Tomatenwürfelchen&Co. mischen, im Kühlschrank leicht ansulzen lassen.

4 Metallringe von 5 cm ø
Olivenöl
ein Stück Backpapier

     Ringe innen mit wenig Öl ausreiben. Backpapier auf ein kleines Küchenbrett legen, Ringe daraufstellen, mit der leicht angesulzten Tomatenmasse füllen.
     Im Kühlschrank mehrere Stunden oder über Nacht fest werden lassen.



BASILIKUMSÜPPCHEN:
100 g Erbsen (TK)
     auftauen, in kochendem Salzwasser 5 Minuten weichkochen.

1 grosser Bund Basilikum
     8 schöne Blättchen für die Filo-Crackers beiseitelegen.
     Restliche Blättchen abzupfen (15–20 g).

150 ml Gemüsebouillon
1 TL Ingwer, gerieben
1 grüne Chilischote, entkernt, gehackt (nach Belieben)
180 g Naturjoghurt

     samt den abgetropften Erbsen und Basilikumblättchen sehr fein pürieren.

Salz, Pfeffer aus der Mühle
wenig Piment, frisch gemahlen
ein paar Tropfen Limettensaft

     abschmecken. Durch ein Sieb passieren (= ca. 400 g).
     Zugedeckt kühl stellen (falls im Kühlschrank: 1 Stunde vor dem Servieren herausnehmen).



BASILIKUM-FILO-CRACKERS:
4 Filoteigblätter 13x13 cm
     ganzes Teigpaket aus dem Tiefkühler nehmen, in der Verpackung ca. 30 Minuten auftauen lassen.  Dann 4 Blätter abziehen, mit einem feuchten Küchentuch bedecken. Restliche Teigblätter luftdicht verpacken und für einen späteren Gebrauch wieder tiefkühlen.

     Backofen auf 180 °C (Umluft) vorheizen.

1/2 Eiweiss
8 beiseitegelegte Basilikumblättchen
je 1/4 TL weisse und schwarze Sesamsamen

     Blätter vierteln (= 16 Quadrate zu 6,5 cm).
     8 Teigquadrate mit Eiweiss bepinseln, je 1 Basilikumblatt darauflegen, mit je 1 Teigquadrat belegen, leicht festdrücken.
     Oberflächen ebenfalls mit Eiweiss bepinseln, mit den Sesamsamen bestreuen und auf ein beschichtetes Blech legen.
     Im Ofen 5–6 Minuten goldbraun backen, auskühlen lassen.
     Die Crackers können in einer gut schliessenden Box 1 Tag aufbewahrt werden.

ANRICHTEN:
     Basilikumsüppchen gut durchrühren, in einen Krug (z.B. Litermass) füllen.

4 kleine Suppenteller oder -schalen
     die Ringe mit dem Tomaten-Tatar mit Hilfe einer Palette (Spatel) in die Mitte der Teller setzen, Ringe entfernen.
     Mit dem Süppchen umgiessen, die Filo-Crackers dazu servieren.

wenig scharf

Tipps:
  • das Mixen von Tomatenfleisch und -kernen in dieser relativ kleinen Menge geschieht am besten in einer Kräutermühle
  • restliches Eiweiss und das Eigelb z.B. für ein Rührei verwenden

26. Juli 2017

KÄSESALAT «LOW CARB»

Wer sein Gewicht
halten will, kann beispielsweise beim Abendessen Kohlenhydrate weglassen oder stark reduzieren.

Das Low Carb Prinzip
Kurz: Bei einer Kohlenhydratreduktion wird der Blutzuckerspiegel relativ tief gehalten, so dass es zu keiner grossen Insulin-Ausschüttung kommt. Dadurch wird der Abbau von Körperfett angekurbelt.

Mehr Informationen gibt es bei mir auf dieser Seite:
LOW CARB: Voller Geschmack, wenig oder keine Kohlenhydrate



KÄSESALAT «LOW CARB» 

an Lorbeer-Baumnuss-Dressing

2 Portionen als Hauptgericht

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LORBEER-BAUMNUSS-DRESSING:
50 ml Weisswein
50 ml kräftige Gemüsebouillon (oder Wasser mit 1 TL Gemüsebouillon-Konzentrat
2 EL Weissweinessig
20 g Baumnüsse (Walnüsse)
1 grosses Lorbeerblatt

     erhitzen, 1 Minute köcheln lassen. Vom Feuer nehmen, Baumnüsse herausnehmen, in Stücke schneiden, beiseitelegen.
     Flüssigkeit zugedeckt auskühlen lassen.

     Schliesslich durch ein Sieb in einen Schüttelbecher giessen.

1/2 TL Senf, mittelscharf
1/2 TL Honig, flüssig
Salz, Pfeffer aus der Mühle
2 EL Baumnussöl (oder Olivenöl)

     alles zu einer sämigen Sauce mischen.

1–2 Schalotten (ca. 20 g)
     in Lamellen schneiden, in einer mittelgrossen Schüssel mit dem Dressing mischen.

1 kleiner Apfel (100 g)
     in Spalten schneiden, Kerngehäuse entfernen, in Scheibchen schneiden (= 80 g), dazugeben, sofort mischen.

100 g Essiggurken
150 g Hartkäse vollfett: Gruyère, Comté oder Bergkäse
100 g Cherrytomaten

     Gurken diagonal in feine Scheibchen, Käse in dünne Stäbchen, Tomaten in Scheiben schneiden. Alles in die Schüssel geben, mischen.

Kann bis hierher vorbereitet werden! 

ein paar Blätter Chinakohl (oder Salatblätter)
     in Stücke zupfen, ebenfalls daruntermischen.

     Käsesalat auf 2 Tellern anrichten.

2 Eier, hartgekocht
     vierteln, dazulegen.

1 Bund Schnittlauch
     mit der Schere in Stücke schneiden, samt den Baumnussstücken darüber streuen.

     Als Low-Carb-Gericht ohne Kohlenhydrat-Beilage servieren!
     Ansonsten passt etwas Bauernbrot gut dazu.

nicht scharf





Weitere Rezepte
dieser Art sind hier rechts in der Liste «TAGS» unter «LOW CARB» zu finden – selbstverständlich ohne Beilage zu geniessen!

Reichhaltiger:
pro Portion: Zusätzlich 25 g schwarze Oliven (1.23 g KH), 1 EL Kapern aus dem Salz (0.75 g KH) oder 2 Artischockenherzen in Salzlake (1.65 g KH), 100 g Lyoner-Wurst (0.27 g KH aber 25 g Fett!)

24. Juli 2017

TONNO VITELLATO

Eigentlich
gibt es bei mir jedes Jahr gegen Ende Juli «Vitello tonnato».
Eigentlich, denn für einmal «tonniere» ich nicht Kalbfleisch, sondern «vitelliere» kurz gebratenen Thunfisch!
Angeregt durch Robert von «lamiacucina», der in einer Antwort zu einem meiner Kommentare schrieb: «Du kannst das ja auch mal umkehren».
Gemeint ist: «Tonno» = Thunfisch mit einer Kalbfleischsauce überziehen = «vitellare».



TONNO «VITELLATO»
THUNFISCH MIT KALBFLEISCHSAUCE

2 Portionen als Hauptgericht
4–6 Portionen als Vorspeise


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KALBFLEISCHSAUCE
ein Stückchen Karotte
etwas Stangensellerie

     beides in kleine Würfelchen (Brunoise) schneiden, es braucht davon je 1 EL.

1/2 EL Olivenöl
1 Schalotte, gehackt

     samt den Gemüsewürfelchen anziehen, bis alles leicht Farbe annimmt.

100 g Kalbfleisch, gehackt (z.B. Schnitzel) 
     beigeben, eher mitdünsten, als braten, dabei das Fleisch zerkrümeln.

50 ml Weisswein
     ablöschen, auf die Hälfte reduzieren.

50 ml Kalbsfond (oder Gemüsebouillon)
     auffüllen, einmal kräftig aufkochen. Vom Feuer nehmen, zugedeckt auskühlen lassen.
     In einem Sieb abtropfen lassen, Garflüssigkeit auffangen.

2–3 Zweiglein Pfefferminze
2–3 Zweiglein Koriander
1/2 roter Peperoncino (Spitzpaprika)
 

     Blättchen zerzupfen, Peperoncino entkernen, in kleine Würfelchen (Brunoise) schneiden, mischen.

50 ml Rahm
50 g Mayonnaise (hoffentlich selbst gemacht!)
1 TL Senf, mittelscharf
1–2 EL Zitronensaft
2 Sardellenfilets, gehackt

     samt dem abgetropften Kalbfleisch, der Hälfte der vorbereiteten Kräuter/Peperoncino und ca. 50 ml der Garflüssigkeit zu einer nicht zu dicken Sauce pürieren. Allenfalls noch etwas Garflüssigkeit oder Rahm beigeben.

Salz, Pfeffer aus der Mühle
     abschmecken. Bis zum Anrichten kühl stellen.



THUNFISCH
300 g frisches Thunfischfilet (Sushi-Qualität), ca. 3 cm dick
1 EL schwarze Pfefferkörner
1 TL Baies roses (rosa Pfefferkörner), getrocknet
wenig Fischsauce
1/2 EL Olivenöl

     Fisch kalt abspülen und trocken tupfen. Filet längs halbieren, damit später beim Aufschneiden nicht zu lange Tranchen entstehen.
     Pfefferkörner und Baies roses grob zerstossen (siehe Tipp), auf der Arbeitsfläche verteilen. Fisch mit etwas Fischsauce würzen, in der Pfeffermischung wälzen und diese gut andrücken.
     Im mässig heissen Öl rundum – das heisst: vier Seiten – genau je 30 Sekunden anbraten.
     Im Kühlschrank zugedeckt mindestens 30 Minuten durchziehen lassen.

Kann bis hierher bereits am Vortag vorbereitet werden!

ANRICHTEN
2 Hand voll Salatblätter, z.B. Eichblatt oder Schnittsalat

     auf Tellern auslegen.

     Thunfisch in 1/2 cm dicke Tranchen schneiden, mit der Kalbfleischsauce auf dem Salat anrichten.

ein paar dünne Scheiben Brot, z.B. Baguette [FEL!X: Pain paillasse]
     toasten, zerzupfen, samt der restlichen Hälfte der Kräuter/Peperoncino darüberstreuen.

wenig scharf (Pfeffer-«Panade»)

Tipp: Pfefferkörner mit Hilfe eines Pfannenbodens auf einer festen Unterlage zerstossen, dabei die Pfanne leicht schräg halten und mit Druck über die Körner fahren.

Thunfisch: ich habe Bonito verwendet, ein kleiner Verwandter des Thunfischs. Er ist der kommerziell wichtigste Thunfisch. Seine Bestände sind nicht gefährdet und gelten als relativ stabil.

Angeregt durch: Robert S. von «lamiacucina»
Danke, Robert, für den Tipp, dass man Vitello tonnato ja auch «umgekehrt» zubereiten könnte!

Quelle: La Cucina Italiana
     Mit kleinen Änderungen habe ich Zutaten und Mengen auf meine Geschmacksempfindung abgestimmt.

21. Juli 2017

KARELA THORAN

Karela
ist in Indien die Bezeichnung für Bittergurke, auch Bittermelone oder Bittergourd genannt. Nicht zu verwechseln mit Schwammkürbis (Luffa), der ähnlich jedoch grösser aussieht und in Asien ebenfalls als Gemüse genutzt wird.

Bittergurken
gibt es in vielen Sorten, die sich in Wuchsform, Reifezeit und Fruchtmerkmalen wie Grösse, Form, Farbe und Oberfläche unterscheiden.
In Asiens Küchen sind Gemüsegerichte aus kleinen, unreifen Früchten beliebt.

Bitterstoffe
regen die Gallenproduktion in der Leber an und besitzen so eine für die Verdauung wichtige, natürliche Regulation.
Bittergurken sind nicht jedermanns Sache, schmecken aber gut zubereitet durchaus überzeugend. In Indien werden sie zudem wegen ihrer blutreinigenden Wirkung geschätzt.

Als Thoran
bezeichnet die südindische Küche Zubereitungen aus Gemüse mit geraspelter Kokosnuss.



KARELA THORAN

Bittergurken mit Kokosnuss rührgebraten
Südindische Küche
2 Portionen als Gemüsegericht

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150 g kleine Bittergurken, 8–10 cm lang
Salz

     samt den Kernen in ca. 1/2 cm dicke Scheiben schneiden. Mit reichlich Salz mischen, 20 Minuten ziehen lassen, um etwas von den Bitterstoffen zu entfernen.

Salzwasser
     Bittergurkenscheiben mit kaltem Wasser überbrausen, in kochendem Salzwasser 5 Minuten blanchieren. Abgiessen und in Eiswasser abschrecken.

100 g frisch geriebene Kokosraspel (siehe auch Tipp)
1/4 TL Kurkumapulver

     mischen, beiseite stellen.

1 EL Ghee (Bratbutter)
25 g Cashewkerne

     goldbraun rösten. Herausheben, beiseite stellen.

2 TL schwarze (braune) Senfkörner
     im verbleibenden Öl auf mittlerem Feuer erhitzen, bis sie beginnen aufzuspringen.

2 Chilischoten, entkernt, gehackt
1 Knoblauchzehe, in Stiften
4 Limettenblätter, in haarfeinen Streifen
1 Zwiebel (70 g), gehackt

     beigeben, anziehen, bis die Zwiebel glasig wird.

     Bittergurken gut abtropfen.

1/2 EL Austernsauce
1/2 EL Palmzuckersirup (oder 1 TL Zucker)
Salz

     samt den Bittergurken dazugeben, würzen.
     Kokosraspel darunter mischen. Anrichten und mit den Cashewkernen bestreuen.

     Mit Reis servieren.

mittelscharf

Tipps:
  • Bittergurken findet man in gut sortierten Asien-Geschäften mit Frisch-Gemüse
  • anstelle von frisch geriebenem Kokosfleisch können auch 50 g getrocknete Kokosraspel verwendet werden, die man mit 50 ml heissem Wasser mischt

19. Juli 2017

HEISSE TAGE – KALTER KAFFEE

Der Sommer 2017
ist auf gutem Weg, als einer der heissesten in die Geschichte einzugehen. Bereits bis zu seinem ersten Drittel waren die Temperaturen vier Grad wärmer als im Durchschnitt. Und eine Kältephase ist nicht in Sicht. Meteorologen sagen deshalb, die Wahrscheinlichkeit sei gross, dass der Sommer 2017 temperaturmässig einen Spitzenplatz erreichen werde.

Coole Drinks
mit einem Kick sind also gefragt, um bei über 30 Grad nicht schlapp zu machen!
Kaffee zählt selbstverständlich zu den Muntermachern – aber eine Tasse heisser Kaffee bei über 30 Grad im Schatten?!
Manche schwören ja auf heisse Getränke bei erhöhten Temperaturen, ich mag's
lieber cool.

Den Kaffee
also nicht heiss aufbrühen, sondern kalt ziehen lassen!
«Cold Brew» nennt sich diese Methode, bei welcher gemahlene Kaffeebohnen mit KALTEM Wasser angesetzt werden.
Dadurch erhält man etwas andere Aromen, als beim heiss Aufbrühen, vor allem weniger Bitterstoffe.

Ein guter «Cold Brew»
braucht ein bisschen Zeit, er ist nicht in fünf Minuten fertig. Doch wer Geduld hat, wird mit einem feinen Kaffee-Aroma belohnt.



«COLD BREW» 

Kalt angesetzter Kaffee
für 2 grosse Gläser



KALT-MAZERATION
50 g Kaffeebohnen  
     nicht zu fein mahlen, also eher noch etwas gröber, als für die «French Press» Methode (Pressstempelkanne). 
     Für einen ersten Versuch nimmt man vorzugsweise Kaffeebohnen einer Sorte/Mischung, die man ohnehin verwendet: so erfährt man den feinen Unterschied dieser Kalt-Methode zu heiss gebrühtem Kaffee am besten.

1 grosses Einmachglas
500 ml stilles Wasser aus der Flasche, kalt (Küchentemperatur)

     Gemahlenen Kaffee in das Glas geben, Wasser dazugeben, umrühren. Glas verschliessen.

     Über Nacht (mindestens 12 Stunden) oder länger (24 Stunden) bei Raumtemperatur stehen lassen, das Glas dabei ab und zu bewegen/schwenken, dafür braucht man jedoch nicht mitten in der Nacht aufzustehen... 😴

     Die Mischung schliesslich durch einen Kaffeefilter giessen.
Ich besitze keinen üblichen Kaffeefilter, deshalb verwende ich ein mit Küchenpapier ausgelegtes Sieb.

     Das Mazerat mit Wasser auf 500 ml ergänzen.

SERVIEREN
EISGEKÜHLT:
2 grosse Gläser à 400 ml
Eiswürfel

     Gläser ganz mit Eis füllen, mit dem «Cold Brew» Kaffee auffüllen
= 1 Teil «Cold Brew» + 2 Teile Eis 
     Nach Belieben süssen und/oder mit etwas Milch mischen.

WARM:
1 Teil «Cold Brew» + 2 Teile heisses Wasser 
    Nach Belieben süssen und/oder mit etwas Milch mischen.

Tipps:
  • doppelte Menge zubereiten: das gefilterte Kalt-Mazerat hält sich im verschlossenen Glas ein paar Tage im Kühlschrank
  • das Kaffeepulver aus dem Filter kann kompostiert oder als Gartendünger verwendet werden
  • wer dessen kundig ist, kann aus dem Kaffeesatz wahrsagen: zum Beispiel, ob der Sommer wirklich so spitzenmässig bleibt! 
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«Cold Brew» oder «Cold Drip»
  • «Cold Brew»: wie oben beschrieben
  • «Cold Drip»: ebenfalls eine Kalt-Mazeration. Das Wasser wird jedoch nicht aufs Mal beigegeben, sondern fällt tropfenweise auf die gemahlenen Kaffeebohnen in einem Filter. Dies erfordert eine spezielle Tropf-Apparatur 
Man sagt, dass die «Cold Drip» Methode
zu einer Zeit entstand, als Reisende lange unterwegs waren und nicht dauernd Wasser zum Aufbrühen von Kaffee kochen konnten. Somit galt ein frisch gebrühter Kaffee als Besonderheit. Um trotzdem nicht auf den beliebten Wachmacher verzichten zu müssen, sollen die Niederländer auf ihren Reisen zu den asiatischen Kolonien im 17. Jahrhundert kreativ geworden sein. Sie erfanden den «Cold Drip» Kaffee, der heute auch als «Dutch Coffee» bezeichnet wird.


17. Juli 2017

DIE SARAZENEN IM BÜNDNERLAND

Man merkt schon,
dass die Sarazenen im 9ten und 10ten Jahrhundert auch bis ins heutige Graubünden gelangt sind. Mauren, meist berberischer Herkunft, sollen damals von der spanischen Halbinsel der Rhone entlang, wie auch auf anderen Wegen, bis ins Bündnerland vorgedrungen sein.

Ihre arabische Küche
mögen sie vermisst haben und versuchten deshalb vielleicht, gewisse Zutaten, die sie in den Alpen kaum finden konnten, zu ersetzen. Bulgur beispielsweise. Dieses grobe Weizenschrot wurde womöglich mit der dort verbreiteten Gerste ersetzt und so zu einem Salat – ähnlich wie Taboulé der libanesischen und nordafrikanischen Küche – zubereitet.
Wer weiss...


hier mit knusprig frittierten Sellerieblättchen

BÜNDNER GERSTENSALAT

2 Portionen als kleine Mahlzeit

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100 g Rollgerste
     in einer Schüssel waschen bis das Wasser klar bleibt, auf einem Sieb abtropfen lassen.

50 g Karotten
     in möglichst kleine Würfelchen schneiden.



1/2 EL Rapsöl (authentisch für die Region!)
250 ml Gemüsebouillon, heiss
1 Prise Safranfäden
1 Lorbeerblatt

     Gerste samt Karotten kurz anziehen, mit Bouillon ablöschen, Safran und Lorbeer beigeben. Aufkochen und zugedeckt auf kleinem Feuer ca. 20 Minuten weich garen.
     Falls noch etwas Flüssigkeit vorhanden sein sollte, offen ausdampfen lassen.

1 Freilandgurke, 150–200 g
Salz

     währenddessen schälen, längs halbieren, entkernen und in kleine Würfel schneiden (= ca. 125 g). Mit etwas Salz mischen, 30 Minuten ziehen lassen.
     In einem Sieb überbrausen, abtropfen lassen.

SAUCE:
1/2 Bio-Zitrone
1 TL Honig, flüssig
40 ml Rapsöl (authentisch für die Region!)
Salz, Pfeffer aus der Mühle

     die Hälfte der Zitronenschale fein abreiben, Saft auspressen, alles in einem Schüttelbecher gut mischen oder verquirlen.
     Mit der noch warmen Gerste mischen, zugedeckt auskühlen lassen.

50 g Bündnerfleisch, in 3 mm dicken Tranchen
1 Stängel Stangensellerie
1–2 Tomaten, geschält, entkernt

     alles klein würfeln, unter den Salat mischen. Lorbeer entfernen.
     Abschmecken und etwas ziehen lassen.

NACH BELIEBEN:
     Ein paar Blättchen vom Stangensellerie einzeln in wenig Öl kurz frittieren, bis sie dunkelgrün und knusprig sind (Vorsicht: es kann spritzen). Auf Küchenpapier abtropfen und auf den angerichteten Salat legen.

nicht scharf

Tipps:
  • das für die Region typische Rapsöl kann auch durch leichtes Olivenöl ersetzt werden
  • anstelle von Bündnerfleisch (eine Trockenfleisch-Spezialität aus Graubünden) schmeckt der Salat auch mit Rohschinken 

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Die eingangs erwähnte Mutmassung «Weizenschrot –> Gerste» ist natürlich nicht belegt, verbrieft ist jedoch die Anwesenheit der Sarazenen:

«Dafür sprechen vor allem drei Kaiserurkunden im bischöflichen Archiv in Chur. In der ersten, datiert vom 8. April 940, schenkt Otto I. dem Churer Bischof als Ersatz für die Verwüstungen der Sarazenen zwei Kirchen, in der zweiten vom Jahre 955 den Königshof von Zizers, weil er sich auf dem Rückzug aus Italien (über den Septimer) mit eigenen Augen von den Verheerungen der Sarazenen überzeugt habe, und drei Jahre später fügt er der Schenkung noch die halbe Stadt und Kirchen in Chur und Trimmis bei. Schon diese Urkunden beweisen genügend, dass Sarazenen im Lande waren und wir kennen auch die Veranlassung:
     In Italien stritten sich nach dem Aussterben der direkten Nachkommen Karls des Grossen einige Sprösslinge von Nebenlinien um Reich und Krone. Einer von ihnen, Berengar, war nach Deutschland geflohen, um beim Herzog von Schwaben Hilfe gegen seinen Gegner Hugo von Arles zu finden, der damals Italien beherrschte. Da nun Hugo fürchtete, Berengar werde jenseits der Berge ein Heer sammeln und ihn eines schönen Tages von den Alpen her mit Krieg überziehen, machte er nach einem glücklichen Sieg über die Sarazenen, welche sich damals an der Küste von Monaco festgesetzt hatten, mit ihnen Frieden unter der Bedingung, dass sie die Alpenpässe zwischen Italien und Deutschland bewachen und allfällige Einfälle Berengars abwehren sollten.
     Unter den Alpenpässen, die den Sarazenen zur Hut übergeben waren, nahm in nachkarolingischer Zeit in den rätischen Alpen unbedingt der Septimer mit seinen Nebenstrassen Maloja und Julier den ersten Rang ein, und dass auch über den Berninapass ein reger Verkehr zwischen Veltlin und Engadin vor sich ging, beweisen die vielen Raubzüge, von denen wir hören, und dann ganz besonders der Umstand, dass die Nachfolger Karls des Grossen die Rechte des Bischofs von Chur auch über Poschiavo ausdehnten, womit sie offenbar eine Überwachung und Sicherung des Passes im Auge hatten. Es ist daher verständlich, dass auch an diesem Passe Sarazenen weilten und sich später häuslich niederliessen, worauf auch der Umstand hinweist, dass im Tal des Poschiavino der Buchweizen bis auf den heutigen Tag «grano sarazeno» heisst.»
(...)
«Auf sarazenische Herkunft verweisen auch im Wallis die verschiedenen «Tours de Sarasin», «Creux- und Ponts-Sarassins» in der Westschweiz und nicht zuletzt der Familienname Sarasin.»
Auszug aus «Pontresina und die Sarazenenbrücke», Dr. Carl Camenisch (1951)

15. Juli 2017

HALBINDISCH...

... oder indisch-thailändisch interpretiert ist dieses Blumenkohl-Curry, welches in Indiens Küchen und auch in Bangladesch, Nepal und Pakistan als «Alu gobi» bekannt ist. «Alu» = Kartoffeln, «gobi» = Blumenkohl.

Eigentlich
wird dieses Gericht in der Pfanne zubereitet. Seit ich jedoch auf den Geschmack von geröstetem Blumenkohl gekommen bin, backe ich das Gemüse lieber im Ofen – zusammen mit Ananas!
Tomaten, die ebenfalls dazu gehören, kommen separat dazu.

Meine Version
ist kein Curry, das in einer Sauce schwimmt, dafür von einem Tomaten-Dip begleitet wird. Ebenfalls als Begleitung kommt Fladenbrot dazu: es ist weder Chapati noch Naan, einfach ein schnelles Fladenbrot, unkompliziert in der Herstellung.

Was wäre besser,
als eine selbst gemachte Curry-Mischung zu verwenden?!
Mit wenigen Zutaten und einem Mörser – noch besser: Reibschale – ist sie im Nu zubereitet. Und wer dazu ein Stück frische Kurkumawurzel verwendet, wird mit einem ganz besonders leckeren Aroma belohnt.



BLUMENKOHL-KARTOFFEL-CURRY ofengeröstet
mit Tomaten-Dip und Fladenbrot

2 Portionen als Hauptgericht

Einkaufsliste zum Ausdrucken

     Fladenbrote – falls dazu serviert – backen, siehe hier!
     Zubereitungszeit für die Brote: etwa 2,5 Stunden.

CURRY-MISCHUNG:
1/2 TL Kreuzkümmelsamen
1 TL Korianderkörner
1/4 TL Anis- oder Fenchelsamen
     in einer beschichteten Bratpfanne ohne Fett leicht rösten, bis die Gewürze zu duften beginnen.

1/4 TL grobes Meersalz (siehe auch Tipp!)
     samt den Gewürzen im Mörser/Reibschale fein verreiben.

1/2 TL Zimtpulver
1/2 TL Cayenne (Chilipulver)
     beigeben, mischen.

5 cm frische Kurkumawurzel
     schälen, in Scheibchen schneiden, beigeben, weiter verreiben.
     Informationen zum Umgang mit frischer Kurkumawurzel siehe hier!

1–2 EL Reiswein (oder Sherry)
1 EL Reisöl
     dazugeben, alles gut mischen.



GEMÜSE:
200 g Kartoffeln, fest kochend
     mit der 72-Grad-Methode 30 Minuten vorgaren.
     Kalt abschrecken, schälen (Sparschäler) und etwa 2 cm gross würfeln.

1 kleiner Blumenkohl, ca. 300 g
     in nicht zu kleine Röschen teilen, auch den Strunk in Stücke schneiden.

1 Baby-Ananas, ca. 450 g
     längs vierteln, den Strunk entfernen, schälen, etwa 2 cm gross würfeln (= ca. 200 g).

     Alles samt der Curry-Mischung in einer nicht zu kleinen Schüssel gut mischen. Auf einem mit Backpapier belegtem Blech verteilen.

     Backofen auf 180 °C (O+U) vorheizen.

     Blech in der Ofenmitte einschieben, 35–40 Minuten backen, bis das Gemüse bissfest gegart ist. Dabei nach halber Zeit aus dem Ofen nehmen, Backpapier an allen 4 Seiten alternierend anheben und dadurch das Ganze etwas mischen. Alles wieder flach verteilen, fertig backen.

     Währenddessen den Dip zubereiten.



TOMATEN-INGWER-DIP:
250 g Tomaten
     schälen, grob würfeln.

1 EL Ghee oder Bratbutter
1 Schalotte (30 g), gehackt 
1–2 Knoblauchzehen, gehackt 
1–2 Chilischoten, aufgeschlitzt
     sanft anziehen ohne Farbe anzunehmen.

1 daumengrosses Stück Ingwer
     dazureiben.

2 Limettenblätter
     zerreissen, samt den Tomaten dazugeben. Zugedeckt auf kleinstem Feuer 20–25 Minuten köcheln lassen, bis die Tomaten zerfallen.

Salz
     Chili und Limettenblätter entfernen, Tomaten pürieren, salzen.

     Gemüse anrichten, Tomaten-Ingwer-Dip und Fladenbrot dazu servieren.
     Anstelle von Fladenbrot passt auch Reis.

mittelscharf

Tipps:
  • zusammen mit grobem Meersalz lassen sich ganze Gewürze leichter zerreiben!
  • wer keine frische Kurkumawurzel bekommt, verwendet 1 TL Pulver
  • anstelle von Ananas passen auch Karotten in Stücken, siehe Rollschnitt
  • Baby-Ananas sind eigene Sorten (z.B. «sabparod phuu lää»), sie sind besonders süss und aromatisch

Inspirationen:
Mit ein paar Änderungen habe ich Zutaten und Mengen auf meine Geschmacksempfindung abgestimmt, die Tomaten als Dip rezeptiert.

... und nachdem ich es bereits zubereitet hatte, sah ich es im Mai 2017 auch noch bei Susanne «MAGENTRATZERL»!


13. Juli 2017

SOMMERFRISCHSCHSCH!

Bulgur 
auch Bulghur oder Boulgour geschrieben, ist grobes Weizenschrot, das für Taboulé und weitere Gerichte verwendet wird. Das Schrot ist viel gröber, als Couscous, Zubereitungen mit Bulgur erhalten mehr «Biss».

Taboulé
ist ein erfrischender Salat der libanesischen Küche, der auch in anderen Ländern auf verschiedene Art zubereitet wird. Eines haben alle Varianten gemeinsam: es muss sehr viel breite Petersilie verwendet werden!

Die meisten Maghreb-Staaten
sind von den Küchen des Mittleren Ostens stark beeinflusst worden. So finden vor allem die üppigen Vorspeisen, «Mezze» genannt, ihren Ursprung im Libanon und der Türkei.



TABOULÉ

Bulgur-Salat mit Thunfisch
libanesische Küche
4–6 Portionen als Vorspeise
2–3 Portionen als Hauptgericht


Einkaufsliste zum Ausdrucken

200 g Bulgur (grobes Weizenschrot)
350 ml kräftige Gemüsebouillon, kochend (falls aus Konzentrat: siehe hier!)
 

     in einer grossen Schüssel mischen, mit Klarsichtfolie bedeckt aufquellen und auskühlen lassen.



1 Freilandgurke, 150–200 g
Salz

     Gurke schälen, längs halbieren, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Mit Salz mischen, 30 Minuten ziehen lassen.
     In einem Sieb überbrausen, abtropfen lassen.

250 g Tomaten
     schälen, entkernen (siehe Tomaten schälen). Klein würfeln.

1 Ds. Thunfisch in Salzlake (abgetropft ca. 150 g)
     abtropfen lassen, mit einer Gabel fein zerzupfen.

1 Bund breite Petersilie
1 Bund Koriander
1 Bund Pfefferminze

     Petersilie und Koriander samt den Stielen, von der Pfefferminze lediglich die Blättchen hacken. Es sollte mindestens 1 Tasse ergeben.

1/2 Zitrone, Saft
50 ml Olivenöl
1–2 Schalotten, gehackt
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

     im Schüttelbecher verquirlen, mit dem Bulgur gut mischen.

1 Frühlingszwiebelchen, samt dem Grün gehackt
1 roter oder grüner Peperoncino (Spitzpaprika), klein gewürfelt

     samt allen vorbereiteten Zutaten dazugeben, alles gut mischen.

     Mit Salz abschmecken.
     Im Kühlschrank bis zum Servieren ziehen lassen.

Kann bis hierher vorbereitet werden! 

wenig scharf (Peperoncino)

Tipp: wer kein Bulgur erhält, kann auch Couscous-Griess verwenden. Der Salat hat dadurch aber weniger «Biss».


11. Juli 2017

ÜBERBACKENE AVOCADOS

Zugegeben,
von selbst wäre ich wohl kaum darauf gekommen:
Avocados ÜBERBACKEN!
Hä?, überbacken?, so richtig gratiniert?
Ja!, das schmeckt richtig toll!

Foodblogs lesen
erweitert bekanntlich den kulinarischen Horizont!
Auf einem Blog, das ich ab und zu lese, habe ich diese Avocados entdeckt:
mit Pesto rosso und Mozzarella überbacken.

Pesto rosso,
auch als Pesto alla siciliana bezeichnet, besteht – im Vergleich zum Pesto alla genovese – hauptsächlich aus sonnengetrockneten Tomaten, Mandeln anstelle von Pinienkernen, mit Parmesan, aber weniger Basilikum.
Bei meiner eigenen roten Variante, die ich seit vielen Jahren zubereite, lasse ich den Parmesan weg, kann so den Pesto vielseitiger verwenden. Falls mit Spaghetti gemischt, kann man noch immer Parmesan dazureiben. Und anstelle der hier sehr teuren Mandeln verwende ich Cashewkerne.



PESTO ROSSO

Pesto alla siciliana
Pesto aus getrockneten Tomaten

für ca. 200 g
4 Portionen zu Pasta

oder auch für überbackene Avocados, siehe nachstehend!

Einkaufsliste zum Ausdrucken

30 g getrocknete Tomaten (nicht in Öl eingelegt)
50 ml Rotwein

     Tomaten klein schneiden, mit dem Rotwein einmal aufkochen, vom Feuer nehmen. Zugedeckt 30 Minuten stehen lassen, oder mindestens so lange, bis praktisch alle Flüssigkeit aufgenommen worden ist.

25 g Cashewkerne (oder geschälte Mandeln)
     in einer beschichteten Bratpfanne ohne Fett goldbraun rösten.

1 Tomate, 50 g (siehe Tipp!)
     schälen [bei lediglich einer Tomate mache ich das mit dem Messer, so wie man einen Apfel schält!], grob würfeln.

1 Knoblauchzehe, gehackt
1/2 Chilischote, entkernt, gehackt
1/2 TL Aceto balsamico rosso
2 EL Olivenöl
1 EL Tomatenpüree
ein paar Basilikumblättchen, zerzupft
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

     samt den vorbereiteten Zutaten nicht zu fein pürieren. Allenfalls mit Salz abschmecken: Achtung, getrocknete Tomaten sind bereits etwas salzig!

wenig scharf (Chili)

Tipps:
  • ohne Beigabe der (frischen) Tomate braucht es die doppelte Menge an Öl!
  • wer mag, kann zusätzlich 25 g Parmesan daruntermischen
  • es lohnt sich eher nicht, eine kleinere Menge herzustellen, selbst wenn für die nachstehend aufgeführten, überbackenen Avocados lediglich die Hälfte benötigt wird 



ÜBERBACKENE AVOCADO MIT PESTO ROSSO

2 Portionen als Vorspeise
1 Portion als kleine Mahlzeit


Einkaufsliste zum Ausdrucken

     Backofen auf 200 °C (O+U) vorheizen.

1 reife Avocado
grobes Meersalz

     Avocado längs rundum bis zum Kern einschneiden, mit beiden Händen auseinander drehen, Kern entfernen.
     Etwas grobes Salz in 2 Häufchen auf ein (Kuchen-)Blech geben, die Avocadohälften darauf setzen (damit die Hälften waagerecht bleiben und der Käse beim Überbacken nicht herunterläuft!).

100 g Pesto rosso, siehe oben
     50 g Pesto auf den beiden Hälften verteilen, restlichen Pesto in 2 kleine Schälchen füllen.

50 g Mozzarella di Bufala (Büffel-Mozzarella)
     in 4–6 Scheiben schneiden, auf die Avocados legen.

4–6 Cherrytomaten
     ebenfalls in Scheiben schneiden, einige davon auf dem Mozzarella verteilen.

schwarzer Pfeffer aus der Mühle
     grob darüber mahlen.

     In der Ofenmitte 15–20 Minuten (je nach Ofenleistung) überbacken, bis der Käse etwas Farbe angenommen hat.

     Mit den restlichen Tomatenscheibchen und den Pesto-Schälchen anrichten.

wenig scharf (Chili im Pesto)



Tipps:
  • Avocados reifen in einer Papiertüte, möglichst in der Nähe von Äpfeln und Bananen, nach. Wenn die Schale schwärzliche Flecken aufweist und auf sanften Druck nachgibt, ist die Avocado reif
  • restlichen Pesto (100 g) später als Pasta-Sauce verwenden

Inspiration: NOM NOMS food
Mit kleinen Änderungen habe ich Zutaten und Mengen auf meine Geschmacksempfindung abgestimmt.


8. Juli 2017

KÖSTLICHER NACHTSCHATTEN

Peperoni
Das feine Gemüse aus der Familie der Nachtschattengewächse (botanisch korrekt sind es Beeren) bereichert viele Gerichte mit feinem Aroma und effektvollem Farbkontrast.
In Deutschland als Gemüsepaprika bezeichnet, in Englisch Bell Pepper, in Thai phrik yuwak.



Grün, gelb oder rot
Grundsätzlich gibt es rote und gelbe Peperoni, sie erhalten ihre Farbe, wenn sie reif sind. Unreif sind beide als grüne Peperoni, die keine eigene Sorte darstellen, im Angebot. Orangefarbene und schwarze Schoten sind neue Züchtungen aus Holland.

Mit oder ohne Haut?
Geschält sind Peperoni besser verträglich und erst noch schmackhafter. Am einfachsten geschieht dies durch Rösten im Backofen und das geht so: Peperoni sechsteln oder achteln, entkernen. Mit der Hautseite nach oben auf Backpapier im 200 °C heissen Backofen mit zugeschaltetem Grill 5–10 Minuten rösten, bis die Haut schwarze Blasen wirft. In einem Gefrierbeutel 5 Minuten ruhen lassen, dann die Haut abziehen.
Mit dieser Methode entfaltet sich gleichzeitig ein wunderbares Aroma.



PEPERONATA

Gemüsegericht mit geschälten Peperoni
3–4 Portionen als Gemüsebeilage

Einkaufsliste zum Ausdrucken

3 Peperoni (Gemüsepaprika), gelb, rot und grün, ca. 500 g
     mit der Ofenmethode schälen (siehe oben), schräg in ca. 1 cm breite Streifen schneiden, = ca. 200 g.

250 g Tomaten
     schälen und entkernen, siehe hier. Ebenfalls in Streifen schneiden (Schalen und Kerne im Tiefkühler sammeln und später für eine Tomatenessenz verwenden).

6 schwarze Oliven
     vierteln.

Kann bis hierher vorbereitet werden! 



1 EL Olivenöl
1 Zwiebel (60 g), in Lamellen
1 Zweig Rosmarin, gehackte Nadeln

     anziehen, bis die Zwiebelstreifen leicht Farbe annehmen.

1 Knoblauchzehe, in Scheibchen (Trüffelhobel!)
1 rote Chilischote, entkernt, gehackt

     dazugeben, kurz mitbraten.

1 EL Aceto balsamico rosso
     samt Peperoni-Streifen und Oliven beigeben, kurz köcheln lassen.
     Schliesslich die Tomaten dazugeben, alles nur kurz dünsten, damit die Tomaten nicht zerfallen.

1/2 TL Salz, Pfeffer aus der Mühle
     abschmecken.

wenig scharf

Tipps:
  • Peperonata ist ideale Begleiterin von mediterranen Zubereitungen, passt jedoch auch gut als Gemüsebeilage zu Schmorgerichten und Grilladen
  • auch Pasta-Sauce, oder für eine gefüllte Polenta (folgt!)
  • wer die Peperoni zum Schälen lieber auf dem Grill rösten will, findet hier die Anleitung dazu!

5. Juli 2017

LOW CARB

Wo rohe Kräfte sinnlos walten,
kann kein Knopf die Bluse halten!
Bei mir
sind es gerade die Hemden, die etwas zu stramm sitzen und der Hosenbund kneift. Nicht, dass die Knöpfe abspringen würden, aber es sieht natürlich alles andere als elegant aus und ausserdem fühle ich mich so nicht wohl.

Ich zähle
deswegen aber keine Kalorien, und mache keine Diät!
Ich spare einfach Kohlenhydrate – und zwar lediglich am Abend!

«Low Carb» nennt sich das.
Dabei wird darauf geachtet, den Kohlenhydrat-Anteil im Essen zu reduzieren. Dies wirkt sich nicht nur positiv auf das Gewicht aus, sondern auch auf die Gesundheit.

Mehr Informationen gibt es bei mir auf dieser Seite:
LOW CARB
Voller Geschmack, wenig oder keine Kohlenhydrate




GEFÜLLTE PEPERONI «LOW CARB»

2 Portionen als Hauptgericht

Einkaufsliste zum Ausdrucken

GRATIN-TOP:
100 g Joghurt nature (oder Crème fraîche)
1 Eigelb
1 gute Prise Safranfäden
1/8 TL Salz, Pfeffer aus der Mühle

     gut mischen, ziehen lassen (Safran).



PEPERONI:
2 Peperoni (Gemüsepaprika), rot und gelb
wenig Olivenöl

     Peperoni samt dem Stiel längs halbieren [Tipp: beim Stiel beginnen!], Samen und helle Zwischenwände entfernen.
     Mit wenig Öl innen und aussen bepinseln (Stiele nicht vergessen!).
     Mit der Öffnung nach oben auf ein beschichtetes (Kuchen-)Blech (oder geölte Gratin-Form) setzen.

FÜLLUNG:
100 g Stangensellerie
150 g Chinakohl

     Sellerie klein würfeln, Kohl in feine Streifen schneiden, separat beiseitestellen.

180 g Pouletbrust
1/2 EL Olivenöl zum Braten

     Fleisch klein würfeln, im gut heissen Öl unter Wenden braten, bis es etwas Farbe annimmt.

1 Schalotte (30 g), gehackt
Gewürzsalz

     beigeben, kurz mitdünsten, würzen.
     Aus der Pfanne heben, beiseitestellen.

     Hitze reduzieren, Selleriewürfelchen in der selben Pfanne weich dünsten (allenfalls noch etwas Öl beigeben).
     Schliesslich die Kohlstreifen beigeben, unter Wenden langsam zusammenfallen lassen [nein, jetzt braucht es kein zusätzliches Öl mehr!].

Salz, Pfeffer aus der Mühle
     Fleisch wieder beigeben, alles würzen.

50 g Mozzarella di Bufala (Büffel-Mozzarella)
     zerzupfen, daruntermischen.

Währenddessen Backofen auf 180 °C (O+U) vorheizen.

     Peperoni 10 Minuten in der Ofenmitte vorgaren.

Kann bis hierher vorbereitet werden!
     Peperoni-Hälften mit der Masse füllen, restliche Füllung rundherum verteilen.
In der Ofenmitte 5 Minuten garen.

     Gratin-Top darüber verteilen, weitere 10 Minuten fertig backen.

     Als Low-Carb-Gericht ohne Kohlenhydrat-Beilage servieren!
     Ansonsten passt etwas Reis gut dazu.

nicht scharf






Weitere Rezepte
dieser Art sind hier rechts in der Liste «TAGS» unter «LOW CARB» zu finden – selbstverständlich ohne Beilage zu geniessen!