15. Juli 2017

HALBINDISCH...

... oder indisch-thailändisch interpretiert ist dieses Blumenkohl-Curry, welches in Indiens Küchen und auch in Bangladesch, Nepal und Pakistan als «Alu gobi» bekannt ist. «Alu» = Kartoffeln, «gobi» = Blumenkohl.

Eigentlich
wird dieses Gericht in der Pfanne zubereitet. Seit ich jedoch auf den Geschmack von geröstetem Blumenkohl gekommen bin, backe ich das Gemüse lieber im Ofen – zusammen mit Ananas!
Tomaten, die ebenfalls dazu gehören, kommen separat dazu.

Meine Version
ist kein Curry, das in einer Sauce schwimmt, dafür von einem Tomaten-Dip begleitet wird. Ebenfalls als Begleitung kommt Fladenbrot dazu: es ist weder Chapati noch Naan, einfach ein schnelles Fladenbrot, unkompliziert in der Herstellung.

Was wäre besser,
als eine selbst gemachte Curry-Mischung zu verwenden?!
Mit wenigen Zutaten und einem Mörser – noch besser: Reibschale – ist sie im Nu zubereitet. Und wer dazu ein Stück frische Kurkumawurzel verwendet, wird mit einem ganz besonders leckeren Aroma belohnt.



BLUMENKOHL-KARTOFFEL-CURRY ofengeröstet
mit Tomaten-Dip und Fladenbrot

2 Portionen als Hauptgericht

Einkaufsliste zum Ausdrucken

     Fladenbrote – falls dazu serviert – backen, siehe hier!
     Zubereitungszeit für die Brote: etwa 2,5 Stunden.

CURRY-MISCHUNG:
1/2 TL Kreuzkümmelsamen
1 TL Korianderkörner
1/4 TL Anis- oder Fenchelsamen
     in einer beschichteten Bratpfanne ohne Fett leicht rösten, bis die Gewürze zu duften beginnen.

1/4 TL grobes Meersalz (siehe auch Tipp!)
     samt den Gewürzen im Mörser/Reibschale fein verreiben.

1/2 TL Zimtpulver
1/2 TL Cayenne (Chilipulver)
     beigeben, mischen.

5 cm frische Kurkumawurzel
     schälen, in Scheibchen schneiden, beigeben, weiter verreiben.
     Informationen zum Umgang mit frischer Kurkumawurzel siehe hier!

1–2 EL Reiswein (oder Sherry)
1 EL Reisöl
     dazugeben, alles gut mischen.



GEMÜSE:
200 g Kartoffeln, fest kochend
     mit der 72-Grad-Methode 30 Minuten vorgaren.
     Kalt abschrecken, schälen (Sparschäler) und etwa 2 cm gross würfeln.

1 kleiner Blumenkohl, ca. 300 g
     in nicht zu kleine Röschen teilen, auch den Strunk in Stücke schneiden.

1 Baby-Ananas, ca. 450 g
     längs vierteln, den Strunk entfernen, schälen, etwa 2 cm gross würfeln (= ca. 200 g).

     Alles samt der Curry-Mischung in einer nicht zu kleinen Schüssel gut mischen. Auf einem mit Backpapier belegtem Blech verteilen.

     Backofen auf 180 °C (O+U) vorheizen.

     Blech in der Ofenmitte einschieben, 35–40 Minuten backen, bis das Gemüse bissfest gegart ist. Dabei nach halber Zeit aus dem Ofen nehmen, Backpapier an allen 4 Seiten alternierend anheben und dadurch das Ganze etwas mischen. Alles wieder flach verteilen, fertig backen.

     Währenddessen den Dip zubereiten.



TOMATEN-INGWER-DIP:
250 g Tomaten
     schälen, grob würfeln.

1 EL Ghee oder Bratbutter
1 Schalotte (30 g), gehackt 
1–2 Knoblauchzehen, gehackt 
1–2 Chilischoten, aufgeschlitzt
     sanft anziehen ohne Farbe anzunehmen.

1 daumengrosses Stück Ingwer
     dazureiben.

2 Limettenblätter
     zerreissen, samt den Tomaten dazugeben. Zugedeckt auf kleinstem Feuer 20–25 Minuten köcheln lassen, bis die Tomaten zerfallen.

Salz
     Chili und Limettenblätter entfernen, Tomaten pürieren, salzen.

     Gemüse anrichten, Tomaten-Ingwer-Dip und Fladenbrot dazu servieren.
     Anstelle von Fladenbrot passt auch Reis.

mittelscharf

Tipps:
  • zusammen mit grobem Meersalz lassen sich ganze Gewürze leichter zerreiben!
  • wer keine frische Kurkumawurzel bekommt, verwendet 1 TL Pulver
  • anstelle von Ananas passen auch Karotten in Stücken, siehe Rollschnitt
  • Baby-Ananas sind eigene Sorten (z.B. «sabparod phuu lää»), sie sind besonders süss und aromatisch

Inspirationen:
Mit ein paar Änderungen habe ich Zutaten und Mengen auf meine Geschmacksempfindung abgestimmt, die Tomaten als Dip rezeptiert.

... und nachdem ich es bereits zubereitet hatte, sah ich es im Mai 2017 auch noch bei Susanne «MAGENTRATZERL»!


Kommentare:

  1. Herrlich. Ich kann's riechen. Wunderbarer Duft. Danke für deine vegetarischen Bereicherungen 🐾

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    1. Ja, ofengeröstet ist das noch um Längen besser, als (lediglich) in der Pfanne zubereitet!

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  2. Das gefällt mir aber ausnehmend gut mit der Ananas und dem Dipp.

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    1. Nachdem ich «Alu gobi» schon unzählige Male indisch-traditionell zubereitet habe, dachte ich, dass eine fruchtige Komponente nicht schaden würde.
      Und weil der Blumenkohl mit der 1-Topf-Zubereitung gerne zermanscht, bietet sich die Tomaten-Komponente als separater Dip doch direkt an! 😋

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