29. August 2017

MAL ETWAS ANDERES AUF DEN GRILL LEGEN?

Der geborene Grillör 
bin ich eher nicht. Wenn andere dicke Steaks perfekt grillen, halte ich mich lieber an Fisch und Gemüse.
Eine Aluschale eignet sich zum schonenden Grillen von Fisch besonders gut. Marinierte Thunfischfilets, in dicken Streifen auf Holzspiesse gesteckt, werden daraufgelegt, sie sind im Nu gegrillt, denn sie sollen innen roh bleiben.
Nachstehende Zubereitung gelingt jedoch auch in der Pfanne.

Dazu gibt es
selbstgemachte Kartoffel-Chips. Diese werden im Ofen gebacken und benötigen nur ganz wenig Öl. Wer eine Heissluft-Friteuse hat, kann auch diese benutzen.
Da die Kartoffeln ihre Schale behalten, schmecken die Chips besonders herzhaft.

Der Limetten-Wasabi-Dip für die Chips
schmeckt frisch und passt sehr gut zu diesem Gericht. Er ist nicht etwa blitzscharf: Wasabi wird mit den weiteren Zutaten ganz brav!



THUNFISCH-SPIESSE MIT INGWER
KARTOFFEL-CHIPS MIT LIMETTEN-WASABI-DIP

Spielerei mit Aromen
2 Portionen als Hauptgericht
4 Portionen bei weiteren (Grill-)Gerichten


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4 Holzspiesschen
     wässern, damit sie später nicht verbrennen.

TUNA UND MARINADE-MISCHUNG
1 TL Korianderkörner
5–6 schwarze Pfefferkörner

     in einer beschichteten Bratpfanne ohne Fett leicht rösten, bis die Gewürze zu duften beginnen.
     Im Mörser/Reibschale fein zerstossen.



1/2 TL Sesamöl
1 EL Reisöl
1/2 EL Fischsauce (oder Sojasauce

1/2 EL Limettensaft (Limettenpresse!)
1 Schalotte (25 g), gehackt
1 Knoblauchzehe, gehackt
1 rote Chilischote, entkernt, gehackt
1 daumengrosses Stück Ingwer, klein gewürfelt

     in dieser Reihenfolge nacheinander beigeben, jeweils mit den Gewürzen gut mischen.

250 g frisches Thunfischfilet (Sushi-Qualität), ca. 3 cm dick
     in 4 dicke Streifen von 3x3 cm und etwa 10 cm Länge schneiden.
     Zusammen mit der Marinade in einen Gefrierbeutel geben, möglichst ohne Luft verschliessen. Im Kühlschrank mindestens 1 Stunde marinieren.

Kann bis hierher vorbereitet werden!
     Ebenfalls den Dip und die Kartoffel-Chips vorbereiten, siehe nachstehend.


     Die Thunfisch-Streifen auf die Holzspiesse stecken.

Auf dem Grill:
     samt Marinade-Mischung auf eine leicht geölte Aluschale geben. Über guter Glut
3–4 Minuten grillen, dabei 1mal wenden. Die Marinade-Mischung darf kurz weiter brutzeln.

In der Pfanne:
     Spiesse in einer beschichteten Bratpfanne ohne weitere Fettzugabe auf lediglich zwei Seiten je 30 Sekunden braten, dabei die Marinade-Mischung neben die Spiesse geben und etwa 2 Minuten braten.

     ➜ Der Thunfisch sollte innen roh bleiben!


LIMETTEN-WASABI-DIP
2 Portionen
1 EL Limettensaft (Limettenpresse!)
1/4–1/2 TL Wasabi-Paste
2 EL Olivenöl
Salz
1 Pr. Zucker

     verquirlen, abschmecken.

KARTOFFEL-CHIPS
2 Portionen
300 g neue Kartoffeln, fest kochend
1 EL Salz

     unter fliessendem Wasser gut abbürsten.
     Samt der Schale in ca. 3 mm dicke Scheiben direkt in kaltes Wasser hobeln. Ein paar Mal gut durchwaschen, schliesslich mit Wasser bedeckt mit dem Salz mischen und 30 Minuten stehen lassen.
     Abtropfen, mit einem Küchentuch oder -papier gut trocknen.

     Backofen auf 220 °C (O+U) vorheizen.

wenig Reisöl (oder ein anderes, hoch erhitzbares Pflanzenöl)
     Kartoffelscheiben mit etwas Öl gut mischen, auf einem mit Backpapier belegten Blech in lediglich einer Schicht auslegen (es braucht eigentlich kein Salz mehr!).
     In der Ofenmitte 12–15 Minuten zu schöner Farbe backen. Warmhalten.

mittelscharf (Chili in der Marinade-Mischung, Wasabi im Dip)


Thunfisch: ich habe Bonito verwendet, ein kleiner Verwandter des Thunfischs. Er ist der kommerziell wichtigste Thunfisch. Seine Bestände sind nicht gefährdet und gelten als relativ stabil.

Inspiration für die Spiesse: «EatSmarter!»
Mit kleinen Änderungen habe ich Zutaten und Mengen auf meine Geschmacksempfindung abgestimmt.


24. August 2017

LOW CARB SALAT MIT PFIFF

Wenn ich mal in die Runde frage:
     «Was kommt euch als typisches «Low Carb»-Gericht in den Sinn?», lautet die Antwort meistens «Steak mit Salat – aber wie langweilig!»
     Ja, durchaus langweilig, wenn mit Salat lediglich grüne Blätter gemeint sind.
«Salat» ist jedoch ein weiter Begriff und kann entschieden sehr viel interessanter sein, als grüne Blätter.
     Ein Wechsel von Grün zu Rot und Weiss – und der Salat kommt auf jeden Fall mit Pfiff daher!





MELONENSALAT MIT RETTICH UND FETA

2 Portionen als Beilage
beispielsweise zu Grilladen


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500 g Wassermelone
1/4 TL Salz

     Melone in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden, entkernen, schälen, 1 cm gross würfeln (= 350 g).
     In einer Schüssel mit dem Salz mischen, 15 Minuten stehen lassen.
     Entstandenen Saft abgiessen, 2 EL davon für das Dressing verwenden.

LIMETTEN-MELONEN-DRESSING:
1 EL (15 ml) Limettensaft (Limettenpresse!)
2 EL (30 ml) Melonensaft, siehe oben
2 TL Palmzuckersirup (oder 1 TL Zucker)
Pfeffer aus der Mühle
1 EL Olivenöl

     im Schüttelbecher mischen. Es sollte kein weiteres Salz nötig sein, der später dazukommende Feta ist ebenfalls salzig.

3–4 Zweige Pfefferminze
     Blättchen in Streifen schneiden. Zu den Melonenwürfeln geben, mit 3/4 des Dressings mischen, anrichten.

150 g weisser Rettich
     schälen (= 130 g), mit dem Rettichschneider* in lange Spiralen schneiden, auf den Salat setzen.

100 g Feta
     würfeln, zerbröckeln und auf dem Salat verteilen.
     Mit dem restlichen Dressing beträufeln.

schwarzer Pfeffer
     grob darüber mahlen.

wenig scharf (je nach Rettichsorte)

hier als Beilage zu einem gegrillten Rindsfilet-Steak




Tipp: der Rettich kann natürlich auch einfach in Scheibchen gehobelt mit dem Salat gemischt werden!

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Wer sein Gewicht
halten will, kann beispielsweise beim Abendessen Kohlenhydrate weglassen oder stark reduzieren.

Das Low Carb Prinzip
Kurz: Bei einer Kohlenhydratreduktion wird der Blutzuckerspiegel relativ tief gehalten, so dass es zu keiner grossen Insulin-Ausschüttung kommt. Dadurch wird der Abbau von Körperfett angekurbelt.

Mehr Informationen gibt es bei mir auf dieser Seite:
LOW CARB: Voller Geschmack, wenig oder keine Kohlenhydrate

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Wenn darüber bestellt wird, kostet der Artikel nicht mehr, ich erhalte jedoch einen kleinen «Vermittler-Bonus», mit dem ich für mein Blog wieder neue Küchenhelfer erwerben und ausprobieren kann.



21. August 2017

HERVORGEKRAMT #6: RAVIOLI-STEMPEL UND «-LEITER»

Grundsätzlich
versteht man unter «alla Rossini» die Vereinigung der «Heiligen Dreifaltigkeit» unter den Zutaten: Rindsfilet, Gänseleber und Trüffel – wie bei den Tournedos «Rossini».
Damit hat diese Ravioli-Füllung nichts zu tun.

Zugegeben:
ich weiss nicht, wann ich diese Füllung zum ersten Mal zubereitet habe, geschweige denn, wo ich dieses Rezept herhabe. Tatsache ist, dass ich diese Ravioli wegen ihrer schlichten Harmonie immer wieder gerne esse und ich werde sie auch weiterhin «Ravioli Rossini» nennen.
Immerhin sind Gerichte, die dem italienischen Komponisten Gioachino Rossini (1792–1868) zugeschrieben werden, auf eine feine Abstimmung der – in diesem Fall geschmacklichen – Noten angewiesen, damit sich am Ende ein harmonisches Gesamtbild ergibt.

Hervorgekramt: Ravioli-Stempel und «-Leiter»

Von einem Schreiner
habe ich mir einst eine Art Leiter zimmern lassen, deren Masse auf meinen Ravioli-Stempel abgestimmt sind. Ich kann den ausgewalzten Teig auf diese «Leiter» legen, wo er alsbald bei jedem Abteil eine Kuhle bildet, in welcher die Füllung leichter ohne Lufteinschlüsse gepackt werden kann, als wenn der Teig plan auf der Arbeitsfläche liegt. Das Ganze wird gedreht und schliesslich mit dem Stempel die Ravioli ausgestochen.
Die «Leiter» ist kein unentbehrlicher Helfer, aber mit einer solchen geht das Füllen einfach ein bisschen einfacher.
Wer keinen Ravioli-Stempel besitzt, kann den Teig auch mit einem Teigrädchen ausschneiden, oder stellt mit dem Mezzelune-Former einfach Halbmonde her.



RAVIOLI «ROSSINI»

für 25 quadratische Ravioli 7x7 cm, oder 25 Mezzelune von 8 cm ø
3–4 Stück als Vorspeise
8–10 Stück als Hauptgericht


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FÜLLUNG:
40 g Panko oder Paniermehl
60 g Milch, ungefähr 

     mischen, kurz quellen lassen.



100 g Ricotta (nicht noch zusätzlich abgetropft)
2–3 (25 g) Schalotten, fein gehackt
2 Bund (15 g) Schnittlauch, in feinen Röllchen
1/2 unbehandelte Zitrone, fein abgeriebene Schale
etwas Muskatnuss, gerieben
Salz, Pfeffer aus der Mühle
Cayenne (Chili-Pulver)

     samt dem eingeweichten Panko zu einer cremigen Masse mischen, abschmecken. Sollte alles zu dick werden, wenig Rahm beifügen (ergibt ca. 250 g Füllung).

RAVIOLI FORMEN:
180–200 g Ravioli-Teig
  • in Portionen von ca. 100 g zu knapp 8 cm breiten Bahnen auswalzen: etwas breiter als der Raviolistempel von 7x7 cm, etwas dünner als für Nudeln (KitchenAid: 8 von 8; Nudeln = 6 von 8). Unterseite bemehlen, auf ein Teigbrett [FEL!X: auf die Ravioli-«Leiter»] legen.
  • Füllung in Häufchen à ca. 10 g auf die Teigbahn setzen, rundum mit etwas Wasser bepinseln. Mit einer zweiten Teigbahn bedecken und dabei darauf achten, dass möglichst keine Luft zwischen Füllung und Teig bleibt [mit der «Leiter» ganz einfach!].
  • Bei Verwendung einer «Leiter»: diese samt dem gefüllten Teig wenden, «Leiter» entfernen. 
  • Ravioli mit dem Stempel ausstechen oder mit einem Teigrädchen ausschneiden.
  • Bis zum Garen auf einem mit Hartweizendunst (Pasta-Mehl) bestreuten Tablett zugedeckt beiseitestellen, oder auf Klarsichtfolie einfrieren und – sobald gefroren – samt der Folie in einer Box aufbewahren. 



GAREN: 
     in reichlich Salzwasser knapp vor dem Siedepunkt ca. 8 Minuten lediglich ziehen/simmern lassen, kocht das Wasser stark, können die Ravioli aufplatzen.
     Tiefgekühlte Ravioli gefroren ins Wasser geben, die Garzeit verlängert sich geringfügig.

nicht scharf

Servieren mit:

Tipps für andere Formen:
  • ein Mezzelune-Former von 8 cm ø kann ebenfalls mit 10 g Masse gefüllt werden
  • in einem runden Ravioli-Stempel von 5 cm ø haben lediglich etwa 5 g Füllung Platz, damit erhält man 50 Ravioli 
  • Allgemeines über die Ravioli-Herstellung siehe Ravioli-Manufaktur!

18. August 2017

REISNUDELN...

... sind frisch oder getrocknet in verschiedener Breite im Angebot. Nicht zu verwechseln mit den fadendünnen Glasnudeln «Wun-sen», welche aus Mungbohnen hergestellt werden.
Reisnudeln «Kuai-tiou» werden beim Garen nicht transparent, sondern behalten ihre Farbe – optisch etwa wie Pergamentpapier.

Die wohl bekannteste Verwendung
ist im «Phat Thai», dem gebratenen, thailändischen Nudelgericht, aber auch in den verschiedenen Nudelsuppen «Kuai-tiou naam».

«Sen lek»
bezeichnet auf Thai schmale Reisnudeln (sen = Nudel, lek = fein, klein), «sen yai» heisst die breitere Ausführung (yai = gross, breit).

Anders als Nudeln
aus Hartweizendunst – allgemein «Pasta» – sind Reisnudeln im Nu gar. Getrocknete Reisnudeln werden zunächst eingeweicht und brauchen nur noch eine Minute gekocht zu werden. Ausserdem sind Reisnudeln glutenfrei.

Lecker schmecken Reisnudeln
auch als Salat. Mit einem erfrischenden Thai-Dressing und weiteren Zutaten.



YAM SEN LEK MUU
REISNUDELSALAT THAILÄNDISCHE ART

neue, kreative Thai-Küche
2 Portionen als Hauptgericht
4 Portionen als Vorspeise


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200 g Schweinsnierstück (Sirloin)
     in ca. 2 mm dünne Scheiben schneiden (lassen). Diese quer in ca. 2 cm breite Streifen schneiden.

1 EL Sojasauce
1–2 EL Reisöl

     zuerst die Sojasauce dazugeben, mischen, dann das Öl. Sehr gut mischen (sonst haften die Streifen später alle zusammen!).
     Marinieren lassen, bis die weiteren Zutaten bereit sind.



160 g Reisnudeln «sen lek», 3–4 mm breit
     allenfalls in etwa 10 cm lange Stücke brechen, in lauwarmem Wasser einweichen, bis sie weich sind, was ungefähr 30 Minuten dauert.

THAI-SESAM-DRESSING:
1–2 Limetten, Saft (2 EL = 30 ml, Limettenpresse!)
1,5 EL Fischsauce 

1 EL Palmzuckersirup (oder 2 TL Zucker)
2 TL Sesamöl

     verquirlen.

1 Chilischote, entkernt, gehackt
2 Limettenblätter

     Blatthälften von der Mittelrippe reissen, Blätter in haarfeine Streifen schneiden. Beides beigeben, mischen.

100 g Wolkenohrenpilze, frisch (getrocknet: siehe nachstehend)
Salz

     die einzelnen «Ohren» voneinander trennen, vom etwas festeren Stielansatz befreien.
     In kochendem Salzwasser 1,5 Minuten blanchieren, abgiessen. In Eiswasser abschrecken, was die spezielle Textur dieser Pilze unterstützt.
     Abtropfen lassen, dann in feine Streifen schneiden und zur Sauce geben.

1–2 rote Peperoncini (oder 1/2 Gemüsepaprika)
     diagonal in feine Ringe (oder Streifen) schneiden, entkernen, ebenfalls zur Sauce geben.

1 EL Sesamsamen
     in einer beschichteten Bratpfanne ohne Fett goldbraun rösten.

einige Zweige Thai-Basilikum
     eine Hand voll Blättchen abzupfen.

Kann bis hierher vorbereitet werden!

reichlich Salzwasser
     aufkochen, abgetropfte Nudeln beigeben. Sobald das Wasser wieder kocht, 1 Minute weiter kochen lassen. Abgiessen, zur Sauce geben, mischen.

     Einen Wok oder eine beschichtete Bratpfanne erhitzen.
     Fleisch portionenweise sehr scharf anbraten, was lediglich wenige Sekunden dauert. Dabei die Streifen sofort voneinander trennen. Zum Salat geben.

     Basilikumblättchen zerreissen, samt Sesam unter den Salat mischen.
Sofort servieren.

mittelscharf

Tipps:
  • Rindfleisch kann ebenso verwendet werden: Huft/Lende
  • für eine vegetarische Variante wird der Salat ganz einfach ohne Fleisch zubereitet
  • Reisnudeln können natürlich auch durch andere Teigwaren, oder – oho! – mit selbst gemachter Pasta ersetzt werden
  • wahlweise kann auch Basilikum vom Mittelmeertyp verwendet werden

Verwendung von getrockneten Wolkenohrenpilzen
  • unter der Bezeichnung Mu-Err, bereits in feine Streifen geschnitten und getrocknet, sind Wolkenohrenpilze im chinesischen Sortiment von Asien-Geschäften zu finden
  • 25 g getrocknete Pilze entsprechen etwa 100 g frischen
  • damit die getrockneten Pilze ihre spezielle Textur wieder erhalten, sollten sie nicht heiss, sondern für etwa 6 Stunden in KALTEM Wasser eingeweicht werden – es lohnt sich zu warten!
  • die abgetropften Pilze wie oben kurz blanchieren und in Eiswasser abschrecken


    16. August 2017

    JAKOBSMUSCHELN!

    Coquille St-Jacques (f), conchiglia dei pellegrini (i), scallop (e), hoi schen oder hoi schell (Thai) – ich liebe sie in allen Sprachen und Zubereitungen!

    Eine eher ungewöhnliche
    Kombination, nämlich mit einem Peperoni-Püree und (ja!!) Blattspinat, stellte ich mir gar köstlich vor – und wahrhaft lecker war diese Zubereitung auch!

    Eigentlich wollte
    ich zu dieser Leckerei Pommes soufflées (Polsterkartoffeln) zubereiten, aber das geht sich ganz einfach mit dem Timing nicht aus: die soufflierten Kartoffeln müssen nämlich auf den letzten Drücker zubereitet werden, wie eben auch die Jakobsmuscheln. Ausserdem braucht es dafür ZWEI Pfannen mit unterschiedlich heissem Öl...
    Deshalb: kein Stress in der Küche, einfacher – aber nicht weniger lecker – schmeckt es mit gebratenen Kartoffelscheiben!


    als Vorspeise angerichtet

    JAKOBSMUSCHELN | PEPERONI-DIP | BASILIKUMSPINAT | KARTOFFELSCHEIBEN

    4 Portionen als Vorspeise
    2 Portionen als Hauptgericht


    Einkaufsliste zum Ausdrucken 

    PEPERONI-TOMATEN-DIP:
    15 g (1 EL) getrocknete Tomaten in Stücken
    1 TL Rosmarinnadeln, gehackt

         mit kochendem Wasser übergiessen, 15 Minuten ziehen lassen (in Öl eingelegte Tomaten lediglich abtropfen lassen).
         Absieben.

    1 rote Peperoni (Gemüsepaprika), ca. 170 g
         mit der Ofen- oder Grillmethode schälen (ca. 75 g).
         Samt Tomaten fein pürieren, was bei dieser kleinen Menge am besten in der Kräutermühle geschieht.

    2 TL weiche Butter
    wenig Salz, Pfeffer aus der Mühle

         beigeben, nochmals gut mixen, abschmecken (100 g).
         Beiseitestellen.

    KARTOFFELSCHEIBEN:
    300 g längliche Kartoffeln, mehlig kochend
         in 8–12 knapp 1 cm dicke Scheiben hobeln, in Salzwasser 3 Minuten blanchieren.
         Kalt abschrecken, mit Küchenpapier trocknen.

    Kann bis hierher vorbereitet werden! 

         Backofen mit 4 (bzw. 2) Serviertellern, sowie 2 Arbeitsschalen (Kartoffeln, Spinat) auf 80 °C (O+U) vorheizen.

    Reisöl (oder ein anderes, hoch erhitzbares Pflanzenöl)
    Salz

         Kartoffelscheiben auf mittlerem Feuer beidseitig braten, nicht mit Öl sparen.
         Salzen, im Ofen warmstellen.

    BASILIKUM-SPINAT: 
    1 EL Butter
    1 kleine Schalotte, gehackt
    1/2 Knoblauchzehe, fein gehackt

         in einer grossen, weiten Pfanne anziehen.

    200 g Blattspinat, frisch
    1 gute Hand voll Basilikumblättchen

         beigeben, unter Wenden lediglich leicht zusammenfallen lassen.

    Salz, Pfeffer aus der Mühle
    Piment, frisch gemahlen

         würzen. Im Ofen warmstellen.

    JAKOBSMUSCHELN:
    200 g Jakobsmuscheln, ausgelöst, mit oder ohne orangefarbenen Corail
    Olivenöl zum Braten
    Salz, Pfeffer aus der Mühle

         Muschelfleisch je nach Dicke in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden.
         Im sehr heissen Öl auf jeder Seite 45–60 Sekunden scharf anbraten.
         Würzen, Pfanne vom Feuer nehmen.

    ANRICHTEN
    • je 2–3 Kartoffelscheiben auf die vorgewärmten Teller setzen
    • Blattspinat daneben verteilen
    • Peperoni-Tomaten-Dip auf den Spinat löffeln
    • Jakobsmuscheln darauf geben
    • mit grob gemahlenem Pfeffer bestreuen
    nicht scharf

    Tipp: der Peperoni-Tomaten-Dip eignet sich auch zu anderen Gerichten wunderbar!

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    Wer die Polsterkartoffeln ausprobieren möchte:

    POMMES SOUFFLÉES


    300 g Kartoffeln, mehlig kochend
         schälen, längs in 2–3 mm dicke Scheiben direkt in kaltes Wasser hobeln (ca. 24 Scheiben).
         1 Stunde stehen lassen.

         Abtropfen, mit Küchenpapier trocknen.

    2 tiefe Bratpfannen
    Öl zum Frittieren

         ca. 2 cm hoch in je eine Pfanne füllen, die eine auf 140 °C erhitzen (Thermometer!), die zweite auf 185 °C.

         Kartoffelscheiben im 140 Grad heissen Öl 6–8 Minuten frittieren, sie dürfen noch keine Farbe annehmen. Dabei die Pfanne dauernd bewegen, damit die Scheiben nicht zusammenbacken.

         Kartoffelscheiben herausheben und sofort in die Pfanne mit dem 185 Grad heissen Öl geben. Sie werden sich sofort aufblähen und sollten, leicht gebräunt, herausgehoben werden.

         Nicht auf Küchenpapier abtropfen lassen, sondern leicht salzen und sofort servieren!



    14. August 2017

    BLOGGER-KOMMUNIKATION!

    Blogger
    können untereinander ja auch anders als über die jeweilige Kommentarfunktion kommunizieren, ebenfalls Blogger und Blog-Leser – das ist ja nichts Neues. Dabei entstehen meistens schöne Bekanntschaften und auch Freunde.

    Kürzlich
    habe ich mich mit Susi «Turbohausfrau» über Feta unterhalten.
    «Feta mit Tomaten hatte ich letzthin», sagte sie, «werde ich nächstens nachkochen. Es scheint, dass man dies in Griechenland kennt. Ein Verwandter hat es im Urlaub kennengelernt und so hat es den Weg in meine Küche gefunden».

    Sie schilderte es mir im Telegrammstil:
    «Feta zerbröseln, mit geschnittener Zwiebel und Oregano vermischen, in eine Auflaufform füllen. Mit gewürfelten Paradeisern bedecken, im Rohr erhitzen. Das muss nicht lange backen, sondern nur heiss werden – ein einfaches und köstliches Sommeressen!»
    Gerichte dieser Art
    können mich sofort begeistern, und ich setzte es auch gleich um.
    Oregano habe ich hier (frisch) keinen, also hielt ich mich an Thymian. Beim Schälen der Tomaten fand ich, dass wohl ein Händchen Oliven und etwas Sellerie auch noch passt.

    Und weil wir beide
    so ziemlich zeitgleich zur Tat schritten, wie wir im Nachhinein feststellten, beschlossen wir, dieses leckere Sommergericht auf unser beider Blog zu posten – jeder auf seine Weise! Einmal auf Susis«Prostmahlzeit», einmal hier bei mir auf «FEL!X...»!
    Zwei Blogger – zwei Interpretationen!

    So ist es bei mir herausgekommen:


    Hier als «Low Carb»-Gericht mit einem gegrillten Steak serviert!

    FETA MIT TOMATEN kurz gebacken

    2 Portionen als Hauptgericht
    4 Portionen als Beilage, z.B. zu Grilladen


    Einkaufslistezum Ausdrucken

    ein paar Zweiglein Thymian
    200 g Feta

         vom Thymian die Blättchen zupfen. Feta würfeln, zerbröckeln und dabei mit dem Thymian mischen.
         In einer Gratin-Form verteilen [FEL!X: oval, 18x25 cm].



    350–400 g Tomaten
         schälen, entkernen (siehe hier!), würfeln, in eine Schüssel geben.

    etwas Stangen- oder Schnittsellerie
    etwas Basilikum
    25 g schwarze Oliven
    1 Schalotte (30 g), gehackt
    1–2 Knoblauchzehen, gehackt
    1 Chilischote, entkernt, gehackt

         Sellerie klein würfeln (ca. 2 EL), Basilikum und Oliven in Streifen schneiden, samt Schalotte, Knoblauch und Chili mit den Tomaten mischen.

    Kann bis hierher vorbereitet werden!

         Backofen auf 150 °C (Umluft) vorheizen.

    wenig Salz, Pfeffer aus der Mühle
         Tomatenmischung erst jetzt würzen (Achtung: Feta ist bereits salzig!). Auf dem Feta verteilen.

    wenig Olivenöl
         darüber träufeln.
         Im Ofen 15 Minuten lediglich gut heiss werden lassen.

     wenig scharf (Chilischote)

    Tipp: als Zwischengericht: in 6–8 Portionenförmchen (Soufflé-Förmchen!) zubereiten!


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    Wer sein Gewicht
    halten will, kann beispielsweise beim Abendessen Kohlenhydrate weglassen oder stark reduzieren.

    Das Low Carb Prinzip
    Kurz: Bei einer Kohlenhydratreduktion wird der Blutzuckerspiegel relativ tief gehalten, so dass es zu keiner grossen Insulin-Ausschüttung kommt. Dadurch wird der Abbau von Körperfett angekurbelt.

    Mehr Informationen gibt es bei mir auf dieser Seite:
    LOW CARB: Voller Geschmack, wenig oder keine Kohlenhydrate

    11. August 2017

    NOCH EIN TRAUM

    Ich habe davon geträumt.
    Ja, ich träume des Öfteren auch von Gerichten, die ich längst wieder einmal zubereiten könnte. Von Peperoni beispielsweise, Gemüsepaprika. Von grillgerösteten, geschälten Peperoni, die dadurch ein so unvergleichliches Aroma entfalten.

    Aber die Peperoni,
    von denen ich geträumt habe, sind Wirklichkeit: «Peperoni alla calabrese». Ich schmeckte sie auf der Zunge, wollte sofort welche haben. Dass es mir träumte, es gäbe hier ein Geschäft, welches bereits geröstete, geschälte Peperoni verkauft, war zwar Lug und Trug, aber «Peperoni alla calabrese» waren keine Einbildung: ich bereite sie bereits seit vielen Jahren zu.

    Also auf meinem Marktgang
    auch nach zwei Peperoni (Gemüsepaprika) gegriffen, rot und gelb. Und etwas breite Petersilie, die weiteren Zutaten habe ich alle im Vorrat.



    PEPERONI ALLA CALABRESE

    süditalienische Küche
    2–4 Portionen als Vorspeise

    Einkaufsliste zum Ausdrucken

    3 EL Kapern aus dem Salz
         wässern.

    2 Peperoni (Gemüsepaprika) rot und gelb
         mit der Ofen- oder Grillmethode schälen (Mikrowelle oder Sparschäler nicht geeignet).
         In 3–4 cm breite Streifen schneiden, auf einer Servierplatte auslegen.

    Hier sieht man, wie schwarz die Peperonistreifen zum Schälen geröstet werden müssen!

    2 EL Olivenöl
    2 EL (15 g) feines Paniermehl

         goldgelb rösten. Hitze deduzieren.

    2–3 Sardellenfilets, gehackt
    1/2 TL Rosmarinnadeln, gehackt
    2 EL breite Petersilie, gehackt
    1 EL Weissweinessig

         samt den abgetropften Kapern beigeben, kurz mitdünsten. Vom Feuer nehmen.

    1 EL Parmesan, frisch gerieben
    schwarzer Pfeffer aus der Mühle

         beifügen, abschmecken (Salz sollte keines nötig sein).
         Über die Peperoni geben und mindestens 30 Minuten ziehen lassen. [Ach, immer diese Warterei!]

         Mit Baguette... wunderbar... wie stundenlang erträumt – oder war es bloss in den letzten paar Minuten vor dem Aufwachen?!

    nicht scharf

    Wovon träume ich wohl das nächste Mal?!

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    Siehe auch:
    Tagliatelle alla calabrese


    9. August 2017

    HEISSE TAGE – COOLE ROLLEN

    Yam guung
    ist in Thailand ein Salat (yam) mit Crevetten (guung), Gurken, Zitronengras und Pfefferminze an einer erfrischenden Sauce (nam jim).
    Ich gebe noch weiteres Gemüse dazu und rolle alles in Reispapier.

    Sommerrollen,
    frische Reispapierrollen, Rice Paper Wraps, Garnelenröllchen oder Glücksröllchen – der Bezeichnungen sind viele, aber alle meinen dasselbe: frische, aromatische Zutaten in einer Hülle aus Reispapier.

    Zubereiten kann man sie
    mit Zutaten, die sich gerade im «kühlen Schank» finden, oder welche man gezielt dafür einkauft. Frisch steht dabei ganz oben, der Fantasie sind jedoch keine Grenzen gesetzt.

    Wird das Ganze
    wie die klassischen Frühlingsrollen geformt (unteren Rand der Hülle überschlagen, rechte und linke Seiten ebenso, schliesslich nach oben aufrollen), sehen die Rollen für mich aus – t'schuldigung – wie Verhüterli*...
    Deshalb schliesse ich die Füllung nicht komplett ein, sondern rolle sie zu einer Tüte! 😎

    Nachstehende Beschreibung
    ist ausführlich, weil es zum Füllen viele Möglichkeiten gibt, aber die Umsetzung braucht tatsächlich nur wenig Zeit. Vorbereitung ist – wie stets – nicht nur möglich sondern sehr empfehlenswert!
    Nicht alle unten aufgeführten Zutaten zum Füllen sind zwingend: einfach nach eigenem Gusto und Saison wählen!



    YAM GUUNG WRAPS

    Crevetten und Gemüse in Reispapier
    für 6 Tüten
    2 Portionen als kleine Mahlzeit
    6 Portionen als Vorspeise


    Einkaufsliste zum Ausdrucken

    SAUCE «NAM JIM SEAFOOD»:
    2 EL Limettensaft (Limettenpresse!)
    1 EL Fischsauce (oder Sojasauce)
    1,5 EL Palmzuckersirup (oder 2,5 TL Zucker)
    1–2 rote Chilischoten, entkernt, gehackt
    1–2 Knoblauchzehen, gehackt
    1 Büschelchen Koriander, Wurzel samt Stängeln und Blättchen fein gehackt

         mischen.



    250 g mittelgrosse Crevetten, ganz
    wenig Reisöl

         Crevetten-Köpfe entfernen, samt der Schwanzflosse schälen (= 150 g).
         Längs halbieren, im heissen Öl beidseitig nur so lange braten, bis sie eine orange-rote Farbe annehmen (sie rollen sich ein: das ist normal!). Herausheben, beiseitestellen.

    6 grosse Salatblätter
         bereitstellen.



    30 g Erdnüsse, ungeröstet
         Erdnüsse im Öl der Crevetten goldbraun rösten. Herausheben, grob hacken oder im Mörser grob zerstossen (bereits geröstet gekaufte Nüsse nur noch zerstossen), beiseitestellen.

    AUSSERDEM ZUM FÜLLEN, GANZ NACH BELIEBEN:
    Mango (grün oder reif), Frühlingszwiebelchen, grüner Spargel, Avocado, Karotten, Ingwer, Weisskohl, Peperonciono (oder Gemüsepaprika), Salatgurke, Pfefferminzblättchen.
         Vorbereiten: siehe nachstehend!
         Zutaten nach Belieben: es müssen (und sollen!) nicht alle oben erwähnten sein!

    Kann bis hierher vorbereitet werden!

    REISPAPIER:
    3 runde Reispapierblätter, 20–22 cm ø
         halbieren: zur Hälfte falten, brechen.

    WICHTIG:
         jeweils eine Reispapier-Hälfte höchstens 30 Sekunden in kaltem Wasser quellen lassen. Das Papier ist dann noch nicht ganz weich, aber während/bis es belegt und aufgerollt wird, ist es perfekt. Lässt man das Papier zu lange im Wasser, ist es zu labberig, kann nicht mehr gut auf der Arbeitsfläche ausgebreitet werden und reisst meistens.

    Also:
         Tropfnass auf der Arbeitsfläche (oder auf einem nassen Küchentuch) mit der Rundung nach oben auslegen.


    FÜLLEN:
    • auf die linke Seite des Papiers ein schönes Pfefferminz- oder Korianderblatt, auf die rechte Seite nicht zu viel der oben erwähnten Zutaten samt 2 Crevetten-Hälften und Erdnüssen geben. Etwas «Nam jim» darüber träufeln 
    • von der rechten Seite wie eine Tüte aufrollen, so dass das Minzeblatt dekorativ nach oben zu liegen kommt.
    • Auf ein Salatblatt setzen und auf eine Servierplatte legen (ohne Salatblatt kleben die Tüten aneinander!) 
    • mit den weiteren 5 Reispapierhälften ebenso verfahren 

         Mit dem restlichen «Nam jim Seafood» servieren. Verbliebene Erdnüsse können ebenfalls dazu gereicht werden.

         Es handelt sich um reinen Fingerfood: ein paar Papierservietten sind dienlich!

    wenig scharf (je nach Anzahl Chili in der Sauce)

    VORBEREITEN DER ZUTATEN:
    • Mango: schälen, Fruchtfleisch von Kern und in schmale Streifen schneiden
    • Frühlingszwiebelchen: längs halbieren, in ca. 10 cm lange Stücke schneiden
    • Grüner Spargel: Spitzen in 10 cm langen Stücken 2–4 Minuten in kochendem Salzwasser blanchieren (je nach Dicke). In Eiswasser abschrecken
    • Avocado: längs rundum bis zum Kern einschneiden, mit beiden Händen auseinander drehen, Kern und Schale entfernen, Fleisch in dünne Spalten schneiden, bis zum Füllen mit Limettensaft beträufeln
    • Karotten: mit dem Julienne-Schneider in feine Streifen schneiden
    • Ingwer: in Julienne schneiden
    • Weisskohl: in Streifen schneiden
    • Peperonciono (oder Gemüsepaprika): längs halbieren, Kerne entfernen, in Streifen schneiden
    • Salatgurke: samt der Schale längs halbieren, entkernen, in feine Streifen schneiden
    • Pfefferminzblättchen: von den Stielen zupfen

    Weitere Füll-Möglichkeiten:
    (der Fantasie sind wirklich keine Grenzen gesetzt!)
    • Mungbohnensprossen, oder jede andere Art von Sprossen
    • Basilikum: anstelle von Pfefferminze
    • Zitronengras: weisse Teile in feinste Scheibchen schneiden
    • Glasnudeln: in kaltem Wasser 10 Minuten aufquellen lassen. Abtropfen, mit kochendem Wasser übergiessen, 30 Sekunden ziehen lassen. In einem Sieb kalt abschrecken, abtropfen lassen.
    • Tofu: in Scheibchen, gebraten (anstelle von Crevetten)
    • Gehacktes Fleisch: Hähnchenbrust, Schwein oder Rind, gebraten (anstelle von Crevetten)
    • Sesamöl und -samen
    • Maiskörner: frisch gekocht oder aus der Dose

    * Als Verhüterli werden in der Schweiz Kondome bezeichnet!


    7. August 2017

    SÜDAFRIKANISCHES GRILLVERGNÜGEN

    «Braai»,
    das traditionelle Barbecue ist wohl der typischste Bestandteil der Kap-Küche und immer auch ein gesellschaftlicher (Gross-)Anlass. Gegrillt wird eine grosse Menge verschiedener Fleischsorten mit reichhaltigen Beilagen. Die Anwesen wohlhabender Südafrikaner besitzen praktisch alle einen fixen Grillplatz, auf dem eine stattliche Gästeschar bewirtet werden kann.

    Einwanderer
    aus Indien und Malaysia beeinflussten – neben den Nachkommen europäischer Nationen – weitgehend die ursprüngliche Küche der schwarzen Einheimischen und brachten so einen bunten Mix und all ihre Gewürze in die Küche Südafrikas.

    So auch bei «Sosaties»,
    den würzig-fruchtigen Fleischspiesschen.
    Die Bezeichnung stammt von «Sauce» und «Satay» (Fleischspiesschen) und mit Gewürzen wird wahrhaftig nicht gegeizt, vielmehr werden sämtliche Register gezogen!
    Meine anfänglichen Bedenken ob dieser Würzfülle verflogen allerdings rasch, als ich nur schon die Marinade gekostet habe! Also bitte nichts weglassen, einer positiven (Geschmacks-)Überraschung sicher sein und viel Lob anlässlich der nächsten Grill-Party entgegennehmen!



    SOSATIES UND SÜSSKARTOFFEL-MAIS-GEMÜSE

    Fleischspiesschen mit Aprikosen
    Südafrikanische Küche
    8 Spiesschen

    Einkaufsliste zum Ausdrucken


    3–5 TAGE IM VORAUS
    MARINADE:
    2 Kardamomkapseln, ausgelöste Samen (oder 1 Msp. -pulver)
    1/2 TL Pimentkörner (oder 1/4 TL -pulver)
    1/2 TL schwarze Pfefferkörner
    1 TL Korianderkörner
    1/4 TL Kreuzkümmelsamen

         in einer beschichteten Bratpfanne erhitzen, bis die Gewürze zu duften beginnen. Im Mörser fein zerstossen.

    1/2 EL Curry-Pulver, scharf
    1 TL Rohzucker
    2 Scheiben Ingwer
    3 Limettenblätter, zerrissen
    5 cm Zimtstange
    100 ml Rotwein
    2 EL Rotweinessig
    8 Schalotten, halbiert

         dazugeben, alles erhitzen, 5 Minuten köcheln. Zugedeckt auskühlen lassen.


    FLEISCH:
    700 g Lammfleisch: Huft oder Nierstück, siehe auch Tipp 
         in 3–4 cm grosse Würfel schneiden, samt der Marinade in einen Gefrierbeutel geben.
         Im Kühlschrank 3–5 Tage marinieren.

    AM ZUBEREITUNGSTAG, 2 STUNDEN IM VORAUS 
    16 getrocknete Aprikosen
         mit kochendem Wasser übergiessen, 2 Stunden quellen lassen.

    8 Holzspiesschen
         in kaltes Wasser einlegen, damit sie später beim Grillen nicht verbrennen.

         Den Beutelinhalt in ein Pfännchen geben, Fleischwürfel und Schalotten herausheben.
         Marinade samt den festen Zutaten kräftig aufkochen. Durch ein Sieb in ein Saucenpfännchen passieren, gut ausdrücken. Flüssigkeit auf 1 EL reduzieren (dabeibleiben!).

    1 TL Pflanzenöl zum Braten
         dazugeben, mischen, beiseitestellen.

    Salz
         Aprikosen abtropfen, abwechselnd mit Fleisch und Schalotten auf die Spiesschen stecken. Salzen und mit der reduzierten Marinade bepinseln.

    Kann bis hierher vorbereitet werden!

         Auf dem Grill über mittlerer Glut ca. 15 Minuten rundum braten, dabei ab und zu mit der reduzierten Marinade bepinseln.

         Mit dem Süsskartoffel-Mais-Gemüse servieren.

    wenig scharf (Curry-Pulver)

    Tipps:
    • anstelle von Lamm passt auch Rind- oder Schweinefleisch 
    • Limettenblätter nicht durch Limettenschale ersetzen: diese wird – selbst dünn abgezogen – bitter. Falls keine Blätter verfügbar sind, besser dünn abgezogene Zitronenschale verwenden!
    • bei mehr als 8 Spiesschen sämtliche Zutaten beliebig vervielfachen




    SÜSSKARTOFFEL-MAIS-GEMÜSE AUS DEM OFEN

    4–6 Portionen, neben weiteren Beilagen

    400 g Süsskartoffeln
         schälen, längs vierteln (dicke Exemplare in Spalten schneiden), in einer ofenfesten Form verteilen.

    200 g Mini-Maiskölbchen, frisch 
         längs halbieren, zu den Kartoffeln geben.

    70 g Butter
         sanft schmelzen.

    2 EL Rohzucker
    2 EL Limettensaft (Limettenpresse!)

         beigeben, rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat.

    1/2 TL Salz
    2 EL süsser Sherry
    5 cm Zimtstange
    6 Scheiben Ingwer

         dazugeben, über Süsskartoffeln und Mais giessen.
         Form verschliessen (Deckel, Alufolie).

    Kann bis hierher vorbereitet werden!

         Backofen auf 180 °C (O+U) vorheizen.
         35 Minuten garen, dann offen kurz weiter backen, bis alles etwas Farbe angenommen hat.

    nicht scharf

    Weitere Rezepte der Kap-Küche:
    Bunny Chow – Hähnchen-Curry im Brötchen 


    5. August 2017

    BANANEN-CURRY-SÜPPCHEN

    Ein pikantes Süppchen 
    welches sowohl warm wie auch kalt wunderbar schmeckt.
    Es lässt sich gut vorbereiten, selbst für ein Sommerfest im grossen Stil: als Trinksüppchen in kleine Gläser gefüllt, eignet es sich bestens, um es bereits den noch stehenden Gästen zu servieren!

    Aber auch am Tisch
    serviert, schmeckt dieses Süppchen. Zum Löffeln aus Schalen oder zum Trinken aus Gläsern. Vielleicht zusammen mit (m)einem Gurkensüppchen als «Suppen-Duett»?!



    CURRY-SÜPPCHEN

    mit Banane, warm oder kalt
    Spielerei mit asiatischen Zutaten
    4–6 Portionen à 300/200 ml
    24 Portionen à 50 ml als Trinksüppchen


    Einkaufsliste zum Ausdrucken

    1 EL Butter
    1 Schalotte, gehackt

         anziehen.

    1 Banane (150 g ungeschält, 100 g geschält), in Scheiben
    1 EL Ingwer, gerieben
    50 g Jasminreis (ungekocht!)
    1–1,5 TL grüne Curry-Paste
    5 cm Zimtstange
    2 Limettenblätter, zerrissen
    1 Pandanusblatt

         beigeben, kurz mitdünsten (rühren, damit nichts ansetzt).



    750 ml kräftige Gemüse- oder Geflügelbouillon
         ablöschen, zugedeckt 20 Minuten sanft köcheln lassen.
         Blätter und Zimt entfernen, pürieren. Durch ein Sieb zurück in die Pfanne passieren.

    250 ml Kokosmilch
    180 g Joghurt nature, z.B. griechischer Joghurt
    Salz, Pfeffer aus der Mühle

         dazugeben, abschmecken.

    Kann bis hierher vorbereitet werden!
    Falls bereits am Vortag: Joghurt erst anderntags beifügen, die Joghurt-Fermente reagieren sonst mit der Kokosmilch.


    Warm:
         erhitzen, aber nicht kochen lassen.
    Kalt:
         für 2 Stunden in den Kühlschrank stellen.
         Vor dem Servieren kräftig aufrühren. Sollte die Flüssigkeit als Trinksüppchen zu dick sein: wenig Wasser beifügen.


    Tipps: 
    • Limettenblätter nicht durch Limettenschale ersetzen: diese wird – selbst dünn abgezogen – bitter. Falls keine Blätter verfügbar sind, besser dünn abgezogene Zitronenschale verwenden!
    • ideal als Auftakt zu einem Grillabend, Sommerfest, Geburtstagsparty. Kalt in Espressotassen, kleinen Gläsern oder Bechern servieren
    • oben rezeptierte Menge ergibt ca. 1,2 L = 24 Espressotassen oder Becher à 50 ml
    • genügend Suppe zubereiten, in einen Krug füllen, so geht das Anrichten und «Nachschenken» am einfachsten
    • ebenfalls kalt kann mein Gurkensüppchen serviert werden, bei grosser Gästeschar beide Süppchen anbieten!


    3. August 2017

    GEMÜSEFARN

    «Diplazium esculentum Sw.»
    so der botanische Name, ist eine essbare Farnart, auch als Gemüsefarn bekannt. Er ist in feuchten Niederungen Asiens und Ozeaniens heimisch, und wird bundweise als Gemüse gehandelt. Verwendet werden die jungen, fast noch eingerollten Triebe.

    ผักกูด
    «Phak guut» heisst der Gemüsefarn in Thailand. Er wird entweder rührgebraten oder als Salat zubereitet. In Restaurants trifft man nur selten auf phak guut, manche bieten ihn jedoch als Spezialität des Hauses an. So habe ich dieses Gemüse auch kennen- und schätzen gelernt.

    In westlichen Ländern
    wird Gemüsefarn kaum erhältlich sein, die zarten Triebe würden auf dem Transport wahrscheinlich zu schnell welken, denn knackig müssen sie sein!
    Als Ersatz habe ich in Europa auch schon «Puntarelle», die Triebspitzen der «Catalogna» verwendet, die eine leichte Bitternote aufweisen.

    Wie auch immer!
    Birgit von «Backen mit Leidenschaft» richtet zusammen mit Zorra einen sommerlichen Blog-Event aus. Deshalb fragt sie: «Was isst man so an sommerlichen Tagen rund um die Welt?»
    Hier kommt ein Salat aus Thailand, wie man ihn in touristischen Restaurants kaum findet: «Yam phak guut», er kommt herrlich aromatisch und frisch daher – also richtiger «Summer Food»!




    YAM PHAK GUUT

    Salat mit Gemüsefarn und Crevetten
    authentisches Thai-Gericht
    2 Portionen, bei mehreren Personen mit weiteren Thai-Gerichten servieren

    Einkaufsliste zum Ausdrucken

    1 grosser Bund phak guut (Gemüsefarn), ca. 400 g, Ersatz siehe oben!
         die zarten Spitzen zupfen = ca. 275 g.

    THAI-DRESSING MIT KOKOSNUSS:
    1/2 TL fermentierte Crevettenpaste (ka-pi)
         in ein Stück Alufolie einschlagen, flach drücken und in einer Bratpfanne erhitzen, bis die Paste zu duften beginnt. Wenden, Pfanne vom Feuer nehmen.



    1–2 rote Chilischoten, entkernt, in feinen Streifchen

    1–2 Knoblauchzehen, gehackt
    1 EL Limettensaft (Limettenpresse!)
    1 EL Fischsauce (oder Sojasauce)

    1 EL Palmzuckersirup (oder 2 TL Zucker)
    1–2 EL Kokoscreme (Cream of Coconut)
         samt der Crevettenpaste dazugeben, mischen.

    1–2 Schalotten
         in Lamellen schneiden, zur Sauce geben.

    reichlich Salzwasser
         aufkochen, den vorbereiteten Gemüsefarn (allenfalls portionenweise) 45 Sekunden bis höchstens 1 Minute blanchieren.
         Herausheben, in Eiswasser abschrecken (dies ist zwar nicht authentisch, bringt die grüne Farbe des Farns jedoch zum Leuchten!).
         Gut abtropfen lassen (ich verwende dafür sogar die Salatschleuder, was wiederum nicht thailändisch, aber sehr effektvoll ist!), zur Sauce geben, mischen.

    200 g Crevetten «Tail-on», ca. 14–16 Stück
         im selben, sprudelnden Salzwasser garen, was ebenfalls nur etwa 1 Minute dauert.
         Abgiessen, zum Salat geben, mischen und kurz ziehen lassen.

    20 g Cashewkerne
         in einer beschichteten Bratpfanne ohne Fett goldbraun rösten.
         Über den angerichteten Salat streuen.

         Mit Jasminreis und – bei mehreren Personen – mit weiteren Thai-Gerichten servieren.

    mittelscharf (je nach Menge Chilischoten)

    Tipps:
    • wer keine Kokoscreme findet, kann auch 50 ml Kokosmilch auf 1 EL (= 15 ml) einkochen 
    • in Thailand werden Salate dieser Art stets mit Reis gegessen
    • statt «nur» Crevetten kann auch eine Meeresfrüchte-Mischung verwendet werden
    • in manchen Restaurants wird zusammen mit Crevetten/Meeresfrüchten zusätzlich etwas gehacktes Schweinefleisch mitgegart

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    Blog-Event CXXXIII - World Wide Summerfood (Einsendeschluss 15. August 2017)
    Dieser Salat ist mein Beitrag zu Zorras Event «World Wide Summer Food», ausgerichtet von Birgit «Backen mit Leidenschaft».